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Hilfe für Behinderte in Quito

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„Jetzt bleibst du sitzen!“ sagt Tante Fanny bestimmt und hält den kleinen vierjährigen Nain fest. Nain schreit los und windet sich aus Fannys Griff. Er ist in den letzten Monaten stark geworden und so wird es für die Beschäftigungstherapeutin Fanny immer schwieriger ihn in Zaum zu halten. Auf Zureden reagiert er nicht – niemand weiss, was er wirklich verstehen kann. Krach! – laut knallen die Bausteine auf den Boden und Nain sucht mehr, was in seiner Reichweite liegt, um es fallen zu lassen. Das ist sein Spiel – ohne Konzentration oder Feinmotorik.

Trotz seiner vier Lebensjahre kann Nain noch nicht sprechen, nicht gut allein laufen und benutzt Windeln. Er ist psycho-motorisch stark zurückgeblieben. Sein großes Glück: Anders als viele andere geistig oder körperlich behinderte Kinder in Quito wird Nain tagsüber gut betreut. Er hat einen Platz in der „Fundación de la sonrisa de un ángel“ – „Die Stiftung des Lächelns eines Engels“, einer Therapiestätte für behinderte Kinder, kurz „Fusa“.

Bei der Fusa bekommt Nain Sprach-, Physio- und Beschäftigungstherapie – und das schon seit mehr als zwei Jahren.

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„Es ist für alle Kinder wichtig, dass sie Grenzen gesetzt bekommen.“ sagt Fanny. „Oft dürfen die Kinder zu Hause machen, was sie wollen, einfach, weil sie die Kleinen sind oder weil die Eltern eben keine Zeit für sie haben. So wird der Lernprozess, den wir hier verfolgen zu Hause leicht zu Nichte gemacht.“

Viele Eltern wissen zwar, wie die Krankheit ihres Kindes heißt, weil es ihnen ein Arzt irgendwann gesagt hat. Doch oft geht ihr Wissen darüber nicht hinaus. Sie können nicht verstehen, wie die Entwicklung ihrer Kinder eingeschränkt ist, was die Krankheit wirklich bedeutet.

Das relativ niedrige Bildungsniveau vieler Eltern ist mit verantwortlich dafür, dass so viele Eltern ihre Kinder wenig im Lernprozess unterstützen können. Etwa 40% der Bevölkerung können gar nicht oder nur mühsam geschriebene Worte entziffern.

Ein zweites Problem ist, dass eine gute Betreuung behinderter Kinder viel Geld kostet. Auch wenn Rocío, die Leiterin der Fusa, den Beitrag für einen Platz in ihrer Institution auf ein absolutes Minimum von 50 USD herabsetzt und versucht den Rest durch Spenden zu finanzieren, ist das für viele Familien nicht bezahlbar.

Der Mindestlohn für einen Angestellten in Ecuador liegt bei 150 USD im Monat. Die Hälfte der ecuadorianischen Bevölkerung kämpft jeden Tag um genug Essen zum Überleben.

Es gibt zwar eine Art öffentliche Sozial- und Krankenversicherung in Ecuador, den IESS, aber nur Festangestellte können sich dort versichern und Therapien für behinderte Kindern werden nicht übernommen. Eltern müssen die Therapie ihrer Kinder privat bezahlen.

Die Mutter von Luis zum Beispiel ist allein erziehend und arbeitet als Haushaltshilfe bei einer Familie in Quito. Sie sieht die Chance für ihren Sohn und arbeitet so viel sie kann, um das Geld für die Therapie ihres Sohnes aufzubringen und streicht dafür andere Ausgaben. Allerdings ist Luis Mutter eher eine Ausnahme.

Fusa-Leiterin Rocío erzählt, dass die meisten Kinder die Therapie daher auch nach wenigen Wochen abbrechen, weil ihre Eltern den Beitrag nicht weiter bezahlen oder den täglichen Transport nicht gewährleisten können. Dabei wäre die Therapie so wichtig für die Entwicklung ihrer Kinder.

Auch Nains Vater ist skeptisch:“Ich habe mein Kind zu so vielen Ärzten gebracht und niemand konnte ihn heilen.“ Dass es für seinen Sohn keine Heilung, sondern nur Milderung geben kann, möchte er nicht wahr haben. Immerhin sieht er, dass sein Sohn in der Fusa Fortschritte macht und so steigt er jeden Morgen nach dem Frühstück mit seiner Frau und Nain in den Pick up und fährt seinen Sohn zum Fusa Team.

viSozial unterstützt die Fusa seit Februar 2005, dennoch fehlt es immer wieder an allen Ecken und Enden. Unter www.viventura.de/p/2e28 gibt es genaue Projektinformationen.
Ihr könnt helfen. Die Fusa braucht Geld um Kindern, die es nicht bezahlen können Therapien anzubieten. Unter www.viventura.de/p/ba24 könnt ihr einen kleinen Beitrag für „Das Lächeln eines Engels“ leisten.

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