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Hugo Chávez als Missionär

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Während manche „Linke“ mit Hugo Chavez aufgrund seiner sozialistischen Ambitionen offen sympathisieren, beäugen ihn andere aus gleichem Grund eher misstrauisch. Viele sehen in Venezuela schon ein neues Kuba.

Doch inwieweit ist die ohne Zweifel ideologiebeladene „Bolivarische Revolution“ nicht nur sozialistisch sondern auch tatsächlich sozial? Ist das soziale Anliegen des Präsidenten nur populistisches Mittel, um sozial Benachteiligte für sich zu gewinnen oder geht es Chavez um die Sache an sich? Aus meiner Erfahrung hier vor Ort in Venezuela bin ich zu dem Schluss gekommen, dass beides richtig ist.

Dies zeigt sich für mich zum Beispiel an den „Misiones“ von Hugo Chavez. Es handelt sich dabei um Sozialprogramme, die unter anderem Drogenmissbrauch verhindern, bessere medizinische Versorgung ermöglichen oder unterversorgten Straßenkindern zu Hilfe kommen sollen. Natürlich werden die „Misiones“ mit großem Aufwand propagandistisch verwertet. Andererseits bewirken sie in der Realität unvergleichlich mehr als alle von Chavez Vorgängern aufgelegten Sozialprogramme.

Die „Misión Negra Hipólita“ (benannt nach einer schwarzen Heldin aus der Kolonialzeit) ist eine von ihnen. Sie wurde im Januar 2006 ins Leben gerufen und richtet sich ganz speziell an Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene in extremer Armut. Sie hilft Betroffenen Obdach zu finden, oder betreibt Präventivarbeit zum Beispiel indem sie schwangeren Mädchen Unterstützung anbietet, damit sie nicht ins soziale Abseits geraten und ihren Kindern eine gute Versorgung garantiert ist. Die Mission schickt ganz gezielt Sozialarbeiter in die ärmlichen Barrios, um dort auf auf der Straße lebende Venezolaner zuzugehen.

„Die Menschen wollen wieder zu etwas zu gebrauchen sein. Die Idee ist, dass der Staat ihnen die Barrieren aus dem Weg räumt, damit sie sich wieder in die Gesellschaft integrieren können.“, sagt Rodolfo Fuentes, der bei der Misión Negra Hipólita mitarbeitet. Ist der Kontakt einmal hergestellt wird ein langsamer Resozialisierungsprozess in die Wege geleitet. Da es wahrscheinlich auf Widerstand stoßen würde, die Obdachlosen von jetzt auf gleich aus ihrem gewohnten Umfeld – der Straße – herauszureißen, wird den Betroffenen eine Anlaufstelle genannt, sogenannte „Casas de Paso“, wo sie rund um die Uhr Unterschlupf finden, Essen, hygienische sowie ärztliche Versorgung erhalten. Schritt für Schritt – je nach Adaption – folgen dann weitere Maßnahmen wie die Aufnahme in Gastfamilien.

Richard Reano hat drei Jahre auf der Straße gelebt bevor er sich vor fünf Monaten der Mission anschloss: „Der Wandel, den ich hier erfahren habe ist einfach unbeschreiblich. Man hat mir mein Selbstwertgefühl wiedergegeben und in mir wuchs der Wunsch nach Überwindung.“

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