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Antarktis: die Verlockung des Unbekannten

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Die Geschichte der Entdeckung und Erforschung des weißen Kontinents ist mit Sicherheit eine der Spannendsten und Interessantesten. Wer der Entdecker der Antarktis war ist unter Fachleuten höchst umstritten. Wahrscheinlich ist, dass eine Hand voll spanischer und portugiesischer Seefahrer in den Jahren nach Magellans Weltumseglung Mitte des 15. Jahrhunderts meistens durch Unwetter bis in das Polarmeer getrieben wurden. Halboffiziell wird der Spanier Gabriel de Castilla als der erste Europäer genannt, der die Antarktis sichtete (1603). Er fuhr von Valparaiso mit drei Galeonen aus, um Holländische Korsaren zu stellen und kam wohl bis zum 64º Breitengrad.

Die systematische Erkundung ging dann hauptsächlich von Seehundjägern aus und nur einige wenige Andere waren extra unterwegs, um den südlichen Landstrich zu entdecken. Die Jäger stießen auf der Suche nach neuen Seehundkolonien oder anderen zu Öl zu „verarbeitenden“ Tieren mit ihren Schiffen immer weiter nach Süden vor.

Aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts fand der Großteil der Expeditionen statt, von denen heute noch gesprochen wird. Mit drei Namen wird diese Periode besonders in Verbindung gebracht: Shackleton, Amundsen und Scott. Bei den Versuchen, als erster den Südpol zu erreichen, siegte Amundsen, dicht gefolgt vom Team Scott – die alle auf dem Rückweg ums Leben kamen.

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Shackleton versuchte 1914 die Durchquerung des antarktischen Kontinents, als sein Schiff, die „Endurance“, vom Packeis umschlossen und zerstört wurde. Er startete eine verwegene und spektakuläre Rettungsaktion, in dem er auf der Suche nach Hilfe bis nach Süd-Georgien (zu Fuß und rudernd) vordrang und so seine komplette Mannschaft gerettet werden konnte. Bei den ersten Kontakten mit dem weißen Kontinent spielten also wirtschaftliche Ursachen eine Rolle, sowie der Konkurrenzkampf um Ruhm und Ehre.

Viele Länder haben sich im Laufe der Jahre für die Antarktis interessiert und auch Besitzansprüche gestellt, sei es, weil einer der ersten Forscher aus ihrem Land kam, oder weil sie die „direkten“ Nachbarn waren (selbst Deutschland hat sich daran beteiligt und wollte ein Gebiet in „Neuschwabenland“ umbenennen, weil 1938/39 Expeditionen dorthin ausgesandt wurden).

In den letzten Wochen ist auffällig oft von der Antarktis die Rede, nicht nur wegen unserer neuen Antarktis Reise sondern vor allem durch die Mitte Oktober veröffentlichte Nachricht, England wolle die Territorialansprüche, die das Königreich an Teile des Kontinents stellt, geltend machen. Seitdem ist Hochbetrieb im südlichen Polarmeer – Chile sendet alle zwei Wochen eine neue Expedition und mehrere Beschwerden an die UNO, Russland reaktiviert hastig vielen Polarbasen und seine Eisbrecher-Flotte und ähnlich unruhig werden wohl auch die übrigen 20 Länder reagieren, die Forschungsstationen in der Antarktis unterhalten.

Nur ist es so, dass sich die Antarktis nicht so leicht aufteilen lässt, Besitzansprüche werden seither nicht in Kilometern oder in Flächen definiert, sondern in Längengraden. Chile beansprucht z.B. ein Stück, das sich vom Südpol startend zwischen den Meridianen 53° W und 90° W erstreckt und u.a. die gesamte Antarktische Halbinsel umfasst. Argentinien möchte gerne das Stück zwischen 53° W y 74° W und England das zwischen 53° W y 80° W. Ja, die Gebiete überlappen sich und wir haben nur drei der Interessenten aufgezählt!

Wollen wir nicht hoffen, dass auf die Zeit der Abenteurer eine Zeit der Ausbeuter folgt. Der Aufruhr um japanische Walfänger und die offen ausgesprochenen Territorialansprüche Englands – und weiterer 12 Länder – sind nur die Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs, denn unter dem tausendjährigem und über zweitausend Meter dicken Eispanzer weiß man die größten Erdöl und Erdgas Reserven der Welt versteckt. Heute, nur vom 1959 unterschrieben Antarktisvertrag geschützt (die Antarktis soll für Forschungszwecke allen Länder zur Verfügung stehen, das ökologische Gleichgewicht soll gewahrt werden und vor allem ist der Abbau von Bodenschätzen untersagt), ist die Terra Incognita immer noch die letzte Grenze – auch für die Gier des Menschen nach Naturschätzen.

Frauke Alberts – Buenos Aires, Argentinien und Mathias Sivila – Santiago, Chile

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