Bankgeheimnis aufgehoben

Von viventura 03.08.04 12:00

Der peruanische Regierungspräsident Toledo hat auf die sich in letzter Zeit häufenden Vorwürfe, er und seine Familie hätten u.a. Geld veruntreut, reagiert. Während der Vorstellung seines dritten Rechenschaftsberichts stellte er zwei weitere Briefe vor. In diesen fordert er die zuständigen Instanzen dazu auf, das Bankgeheimnis aller seiner Konten - national und international - aufzuheben und diese zu überprüfen. So soll seine Unschuld in Bezug auf die Vorwürfe bewiesen werden.
Zudem fordert er alle wichtigen AmtsinhaberInnen dazu auf seinem Beispiel zu folgen. Dies solle das geschwundene Vertrauen in die Regierungspolitik zurück bringen.
Die peruanische Zeitung "El Comercio" bezweifelt unterdessen, dass Toledo seine Amtszeit ordnungsgemäß beenden kann. Er wäre dann nicht der erste südamerikanische Präsident, der durch aus Unzufriedenheit resultierenden Massenprotesten gezwungen wird, zurückzutreten. Alleine seit 2000 konnte sich die Bevölkerung von Argentinien, Bolivien, Ecuador und Haiti von ihren Regierungen befreien.

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