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Der Plan Colombia – wirksame Drogenbekämpfung?

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Bei seinem Besuch in Kolumbien in der letzten Woche stellte EU-Aussenminister Chris Patten nach einem Gespräch mit dem kolumbianischen Präsidenten Uribe das US-gestützte Anti-Drogenprogramm Plan Colombia in Frage.
Die Vernichtung von Kokafeldern mit Pflanzenvernichtungsmitteln sei „keine wirksame Methode“, so Patten.

Zudem appelierte er an die kolumbianische Regierung, die Menschenrechte im Kampf gegen den Terrorismus zu achten und forderte die Guerrillagruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) mit Blick auf die zahlreichen Geiseln in den Händen der FARC zu Verhandlungen auf.

Hintergründe des Plan Colombias:
Im Mai 1998 wurde vom kolumbianischen Kongress ein nationaler Entwicklungsplan beschlossen, der Investitionen in arme Regionen vorsah und als Plan Colombia bekannt wurde. Ein Jahr lang war es ein Investitions- und Entwicklungsplan, der Hilfe leisten sollte, illegalen Anbau von Coca durch alternative Produkte zu ersetzen.
1999 bat die kolumbianische Regierung dann die USA um Hilfe. Danach hörte der Plan Colombia auf, Teil des nationalen Entwicklungsplanes zu sein. Der Plan dient nun ebenfalls der Aufstandsbekämpfung gegen die Guerilla und ist auf sechs Jahre angelegt. Seit dem Jahr 2000 unterstützen die USA diesen Plan mit bisher 2,6 Milliarden Dollar, welches die Bedeutung dieses Unternehmens für die USA unterstreicht.

Allein im vergangen Jahr wurden etwa 100.000 Hektar Koka-Plantagen in Kolumbien mit Pflanzenvernichtungsmitteln, die von Flugzeugen abgeworfen werden, vernichtet.
Problematisch ist hier, dass auch jegliche andere Nachbarkulturen privater Kleinbauern und somit ihre Existenzgrundlage zerstört werden. Negative Einflüsse auf die Haut (s.Foto), das zentrale Nervensystem mit der Folge von Übelkeit, Kopfschmerz, Schwächezuständen sowie auf das gesamte Ökosystem sind die Folgen, die auch vor der Grenze des Nachbarlandes Ecuador nicht halt machen.

Hinzu kommen weitere Nebenwirkungen dieses „Entwicklungsplanes“. Die Gewalt nimmt zu! Es gibt immense Opferzahlen und Flüchtlingsströme nach Ecuador, wo auch die Präsenz der Guerilla und der Paramilitärs steigt.

200.000 Menschen sind seit 1964 in dem Konflikt umgekommen, in den letzten Jahren waren es etwa 30.000 jährlich. In den letzten Jahren entführten und töteten die Rebellen auch vermehrt Politiker, um das politische System zu destabilisieren.

Tausende von KolumbianerInnen sind bereits nach Ecuador geflohen, zum einen vor der Guerilla zum anderen vor den Paramilitärs.
Die rechtsgerichteten Paramilitärs die genau wie die Guerilla ohne Rücksicht auf Menschenrechte kämpfen, werden von der Regierung geduldet, wenn nicht sogar unterstützt. In Ecuador kaufen sie vor allem in der Provinz Sucumbios Land und werden dort aktiv. Sie stellen hier politischen Flüchtlingen nach, die aufgrunddessen auch in Ecuador nicht mehr sicher sind.

Die Guerilla, die gegen das kolumbianische Militär kämpfen und Anschläge auf die Zivilbevölkerung verüben halten in Kolumbien derzeit etwa 800 Zivilisten und 21 politische Gefange fest. Die Gewalt und Militarisierung steigt weiterhin, ebenfalls in Ecuador. In der Grenzregion Sucumbios werden monatlich 12 Menschen aufgrund von Gewaltübergriffen der Guerilla getötet.

Die USA haben eine wichtige Militärbasis in Manta, Ecuador aufgebaut Die Militärbasis ist jeglicher Kontrolle durch ecuadorianische Behörden entzogen, von der die USA ihre regionale Kontrolle und auch die Kontrolle über ganz Südamerika ausüben.

In Ecuador wächst die Kritik von Politikern, Menschenrechtlern und zivilen Organisationen an der Funktion dieser Basis. Mit diesem militärischenn Überwachungszentrum sei Ecuador bereits an einem Konflikt beteiligt, der sich auszuweiten drohe.

Yvonne Rössler – Quito, Ecuador

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