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Interview mit CAINA Mitarbeiterin Kathie

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Eines der Hauptprojekte, das wir von unserem viventura Büro in Buenos Aires aus unterstützen, ist das Projekt „Straßenkinder“, das von der lokalen Organisation CAINA ( Centro de Atencion Integral a la Niñez y Adolescencia – Organisation für Hilfe an Kinder und Jugendliche) geleitet wird.

Katie, 24 aus Berlin, ist seit fast zwei Monaten bei dem Projekt CAINA in der Freiwilligenarbeit tätig. Vorher machte sie eine Ausbildung zur Kauffrau und später noch das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Sie stellte sich heute zum Interview.

Warum gerade Freiwilligenarbeit?

Hierfür gibt es zweierlei Gründe. Zum Einen hat mich die Reiselust bereits nach Thailand verschlagen, wo ich im Norden des Landes Behinderte in Englisch unterrichtet habe. Zum Anderen wollte ich nun meine Sprachkenntnisse in Spanisch verbessern und nebenbei auch etwas wirklich Sinnvolles machen.

Warum genau dieses Projekt in Buenos Aires?

Das war reiner Zufall! Ich habe einfach die Suchmaschine aufgemacht und nach Arbeit in Lateinamerika gesucht und würde recht schnell fündig. Bewerbung geschrieben, genommen worden und jetzt bin ich hier.

Wie gestaltet sich der gewöhnliche Tagesablauf?

Man kann die Tage nicht miteinander vergleichen! Jeden Tag passiert etwas ganz Anderes und auch die Kinder sind nicht jeden Tag gleich. Man muss einiges Improvisationstalent besitzen, aber es geht immer irgendwie. Starr sind nur die Essenszeiten für Frühstück und Mittagessen. Anschließend finden die „Talleres“ (Werkstätten) statt, wo von der Bibliothek bis hin zum Keramikkurs zahlreiche Angebote bestehen, die auch wahrgenommen werden. Für Vorschläge ist die CAINA sehr offen, aber desöftern scheitert es an der tatsächlichen Umsetzung, was ich ein wenig schade finde.

Zeigen sich die Kinder begeistert und dankbar ob der „fremden“ Mitarbeiter oder sind sie eher skeptisch?

Am Anfang sind sie neugierig und empfangen einen herzlich, weil sie herausfinden wollen, wer da neu angekommen ist. Gerade weibliche Freiwillige haben zu Beginn ab und an Probleme, dass sie von den Jugendlichen angemacht werden. Erst dann folgt eine Skepsisphase und die Kinder blocken ab. Von da an, geht es dann nur noch aufwärts, weil man versuchen muss, das Eis zu brechen.

Zeigen sich kleine Erfolge und lassen diese sich an irgendetwas festmachen?

Es gibt gute und schlechte Tage in der CAINA und es sind die kleinen unscheinbaren Dinge, die mir zeigen, dass sich etwas bewegen kann. Eine 15 jährige Hochschwangere schrie mich immer an und als ich ihr dann – ebenfalls schreiend – eröffnete, dass sie mit mir so nicht reden könne, war der Bann gebrochen. Man muss sich bei CAINA auch durchsetzen können, weil man wirklich in das kalte Wasser geworfen wird.

Ist die Arbeit emotional und mental anstrengend?

Uneingeschränkt: Ja! Es ist belastend und man kommt nach fünf oder sechst Stunden wirklich etwas gerädert aus der Arbeit raus und möchte ins Bett oder einen Kaffee trinken gehen. Sollte es ein guter Tag gewesen sein, so ist man auch wirklich nur bis zum Ende des Tags glücklich, weil schon wieder ein neuer Tag wartet, auf den man sich einstellen muss.

Welche Projekte werden konkret in Angriff genommen bzw. Sind in Planung?

Das Radioprojekt wird noch ein, zwei Monate brauchen bis es läuft, aber die „Talleres“ werden recht gut angenommen. Die Bibliothek einmal ausnehmend, die nur ca. drei oder vier Jugendliche regelmäßig nutzen, werden die Keramikkurse, Trommelworkshops, die Schule und auch die Schwangerenberatung gut genutzt. Gerade letzteres ist für die Kinder sehr wichtig, weil sie wenig von Gefahren des sexuellen Verkehrs haben. Abgesehen vom Schwangersein ist hier vor allem die Gefahr der Immunschwächekrankheit AIDS zu nennen.

Denkst Du, dass die Kinder etwas für Ihr späteres Leben lernen?

In erster Linie sollen sie von der Straße weg kommen und auf andere Gedaken gebracht werden. Spass ist ein wichtiger Faktor, Zeitvertreib sicherlich ein anderer. So entwickelt sich auch eine Art „Stammkundschaft“ von zehn bis zwölf Jungendilchen, die regelmäßig kommen. Ansonsten sehe ich von den 30 bis 50 Straßenkindern die pro Tag kommen täglich andere Gesichter.

Kathie, vielen Dank für dieses Interview.

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