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Eis-Explosion am Perito Moreno Gletscher

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Einer der eindrucksvollsten Shows der Natur hat diesen Sommer in Argentinien stattgefunden. Es waren 16 Jahren Wartezeit.
Und letzten Winter erreichte die Zunge des Perito Moreno Gletschers die Felsen der Magellan Halbinsel. Dank dieser einfachen Tatsache ging die Show los.

Der Perito Moreno Gletscher liegt im argentinischen Nationalpark „Los Glaciares“ und wurde 1981 zum „Weltnaturerbe“ der UNESCO. Mit einer Oberfläche von 257 Km² und einer Länge von 30 Km ist er einer der zwei einzigen Gletscher des südpatagonischen Eisfeld die noch wachsen. Wegen der Niedeschläge- und Temperaturbedingungen erneuert sich ständig die Zunge, die tägich unspürbar auf den See „Lago Argentino“ drückt. Die weisse Wand bleibt aber ungefähr in der gleichen Stelle, denn der Seegrund wird niedriger bis die Magellan Halbinsel erscheint. Zirka 200 Meter von der Halbinselküste entfernt bricht dann normalerweise der Gigant in den „Eisbergkanal“ ab.

Letzten Oktober erreichte aber die Gletscherzunge die Halbinsel. Dieses zyklische Phänomen, das vorher alle 5 bis 6 Jahre geschah, kam erst 2004 nach 16 Jahre wieder. Das Eis stieg auf die Felsen der Halbinsel an und bildete einen natürlichen Damm zwischen den Armen des Sees „Lago Argentino“, die normalerweise vom „Eisbergkanal“ verbunden sind. Das Niveau des Wassers im südlichen Arm fing an zu steigen, denn mit den höheren Temperaturen fingen Eis und Schnee an zu schmelzen, und ohne einen anderen Weg drückte das Wasser Richtung des geschlossenen „Eisbergkanals“, wo es sonst seinen Weg zum Ozean durch den „Santa Cruz“ Fluss findet. Fast am Ende des Sommers (am 14.03.) und mit einer Differenz von fast 10 Metern zwischen dem Wasserniveau der geteilten Seearme, brach der 70 Meter hohe Damm in einer einzigartigen Show zusammen. Der Wasserdruck fing an den Gletscher langsam zu perforieren, bis der spektakuläre und gewaltige Bruch kam. Die mehr als 10.000 Besucher, die schon tage- und nächtelang am Gletscher warteten, konnten nur seufzen und klatschen.

Heute versucht die Weisse Wand nochmals Land zu berühren. Schritt für Schritt, Millimeter für Millimeter, die Stille herrscht wieder. Nach der sagenhaften Kollision kehrte das Eis in tausend Brocken zurück ins Wasser. Anschließend löste es sich im Tanz des Wassers, der Wellen und des Schaums auf. Das Publikum schreit und klatscht und dann ist wieder Stille. Bis die Schau zurückkehrt.

Ana Julia Rosales – Buenos Aires, Argentinien

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