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Ein Ausflug nach Valparaiso

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Wenn man in Chiles Hauptstadt Santiago vor dem Großstadtrummel und dem Smog flüchten möchte, eröffnen sich dem Besucher zig Alternativen: Wandern, Skifahren – die nahegelegenen Anden bieten Bergfreunden unzählige Möglichkeiten – oder vielleicht doch an den nur anderthalb Autostunden entfernten Pazifik?

Der Sinn steht uns diesmal nach Meer. Wir fragen also einige Einheimische, welchen Strandort sie uns empfehlen können. Übereinstimmend legen uns die Chilenen Valparaiso ans Herz. Der Name verspricht ja auch schon einiges! Wir stellen uns unser „Paradies“ am Meer vor: Strand, Palmen, vielleicht ein wenig touristisch, aber auf alle Fälle der perfekte Ort zum Relaxen.

Nach einer angenehmen Fahrt auf der gut ausgebauten Autobahn kommen wir in „Valpo“ an. Doch statt Sandstrand legen Frachtschiffe im Hafen an, geschäftiges Treiben wohin man blickt. Wir hätten wohl etwas eingehender fragen sollen oder doch mal in unserem Führer blättern sollen.

Valparaiso ist die wichtigste Hafenstadt Chiles und bildet gemeinsam mit dem direkt angrenzenden Viña del Mar die zweitgrößte urbane Region des Landes mit knapp 580000 Einwohnern. Die Gegensätze könnten jedoch größer kaum sein: Während Viña del Mar ein touristisches Urlaubsdomizil mit Hotelburgen ist, wartet Valparaiso mit Wirtschaft, Geschichte und einem stimmungsvollen Stadtkern auf.

Nachdem Pedro de Valdivia 1541 mit Santiago die erste spanische Kolonialstadt in Chile gegründet hatte, erklärte er ein Jahr später die Bucht von Valparaiso zum offiziellen Hafen der Hauptstadt. Danach wuchs der Ort eher organisch, nicht sonderlich geordnet, wodurch das heute chaotische Stadtbild entstand. Zu Beginn füllte sich der schmale Küstenstreifen genannt „El Plano“, wenig später wurden aber auch schon die vielen steilen Hügel, die sich im Hinterland erstrecken, besiedelt. Valparaiso profitierte vom Schiffsverkehr im Pazifik und um Kap Horn und wurde zum Finanz- und Bankenzentrum des Landes. Als erste Stadt Chiles erhielt es Strom-, Gas- und Telefonleitungen. 1883 wurde die erste Seilbahn in Betrieb genommen – eine praktische Verbindung zwischen dem Geschäftsleben in El Plano und den Wohnungen auf den Hügeln. Es entstanden 14 weitere „Ascensores“ (Aufzüge), die allesamt auch heute noch in Betrieb sind.

Der Boom hielt bis etwa 1914 an. Mit der Öffnung des Panama-Kanals verlor die Stadt vor allem an maritimer Bedeutung. In der Folge zogen die Banken und andere Handelsinstitutionen in die Landeshauptstadt um. Übrig geblieben ist heute eine etwas verfallen anmutende Hafen- und Universitätsstadt, die trotzdem oder gerade deswegen mehr denn je Anziehungspunkt für die Künstlerszene des Landes ist.

Der berühmte Karikaturist Lukas, ein Kind der Stadt, schrieb einst: „Immer wenn ich einen Bus mit Touristen durch diese Stadt fahren sehe, stelle ich mit Trauer fest, dass sie nichts sehen werden. Valparaiso lebt von den kleinen Dingen, den überraschenden Entdeckungen, den unerwarteten Ecken, von tausenden kleinen Details.“

Nach nur wenigen Rundgängen in Valpo wissen wir was Lukas gemeint hatte, beeindruckt von den vielen bunten Häusern, kunstvoll geschmückten Gässchen und urigen Kneipen. Wir wissen auch warum man uns in Santiago hierher geschickt hat und warum die Chilenen so oft von Valparaiso als „La Perla del Pacifico“ reden.

Leicht enttäuscht von unserem anschließenden, kurzen Besuch der Strandorte, kehren wir mit um so mehr stimmungsvollen Erinnerungen von unserem „Paradies“ wieder nach Santiago zurück.

Hendrik Moorahrend – Arequipa, Peru

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