Südamerika Reisen mit viventura
030 6167558-0

wochentags 9-22 Uhr
Sprechen Sie mit einem Spezialisten

Peru: „Die Straflosigkeit muss ein Ende haben“

0 Flares 0 Flares ×

Am 28. August war der erste Jahrestag der Veröffentlichung des Berichts der peruanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission (CVR). Die Kommission wurde nach dem Ende des peruanischen Bürgerkriegs von 1980 bis 2000 einberufen. Sie soll Empfehlungen für die Regierung ausarbeiten, wie mit den offiziell fast 24.000 Menschen, die in diesem Zeitraum ihr Leben ließen oder „verschwanden“, umgegangen werden soll. Die CVR selbst schätzt die Zahl der Opfer von Folter, Vergewaltigung, Entführung und Geiselnahme mindestens dreimal höher ein.

Aus Anlass des Jahrestages fordern Menschenrechtsorganisationen, wie bspw. „amnesty international“, die peruanische Regierung auf, die bisherigen Empfehlungen endlich in Gesetze umzuwandeln. Dies solle unter anderem durch ein wirksames Antidiskriminierungsgesetz und durch konkrete Maßnahmen geschehen.

Verschiedene Menschenrechtsorganisationen werfen der peruanischen Regierung vor, bisher kaum Anstrengungen unternommen zu haben, die Verantwortlichen der unzähligen Menschenrechtsverletzungen zu bestrafen. Auch erhielten die überlebenden Opfer und Angehörigen von Verschwundenen und/oder Umgebrachten bisher keinerlei Entschädigungen.

Die meisten Opfer, so der Bericht, wären vor allem in der indigenen ländlichen Bevölkerung zu finden. Damit traf es die ärmsten und am wenigsten gebildeten Schichten des Landes. Die Herkunft der Opfer verweist auch auf einen aktuellen alltäglichen Rassismus in breiten Teilen der Bevölkerung, der bestimmte ethnische und soziale Gruppen trifft. So wurde erst vor kurzem in einer von der Minory Rights Group (MGR) in Auftrag gegebenen Studie festgestellt, dass besonders Frauen, die ethnischen und/oder anderen Minderheiten angehören, stärker als bisher angenommen betroffen sind. Diese Studie, die auf einer Tagung des UN-Komitees zur Beseitigung ethnischer Diskriminierung (CERD) vorgestellt wurde, fordert ebenfalls, dass ein wirksames Antidiskriminierungsgesetz von der Regierung erlassen wird.

Zudem wird in den verschiedenen Berichten die Aufklärung der Bevölkerung über die damaligen Geschehnisse bemängelt. Besonders die Einwohner Limas bekamen in den letzten Jahren kaum Informationen zu den Geschehnissen.

Obwohl 37 Prozent aller Mord- und Verschleppungsfälle sowie über 80 Prozent aller Fälle von Folter und von sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen von StaatsdienerInnen ausgegangen sind, will dies ein Großteil der politischen Elite nicht wahrhaben. Zugleich gehen mehr als die Hälfte der Opfer auf das Konto der Guerillagruppe „Leuchtender Pfad“.

Mehr Informationen zur Arbeit der Wahrheitskommission unter www.cverdad.org.pe

Jan Rohlfs – Arequipa, Peru

Share Button

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Der Autor:

Viventura Reisen

viventura
viventura ist dein Spezialist für Rundreisen in Südamerika und bietet innovative Abenteuerreisen zu einem top Preis-Leistungs-Verhältnis. Dank einem Direktvertrieb und den exklusiven Büros vor ... weiterlesen

Folgen Sie uns!

Suche

Unsere bestbewertete Reise:

Peru Ecuador Galapagos

Tweets von @viventura_de

viExplorer

Peru Bolivien Chile

24 Tage, inkl. Flüge
3 Länder, Machu Picchu & Salzwüste
  • 3 Metropolen: Lima, La Paz, Santiago
  • Auf Inkapfaden nach Machu Picchu
  • Übernachtung bei Bauern am Titicacasee
  • Uyuni: Die größte Salzwüste der Erde

ab 4099 EUR