Südamerika Reisen mit viventura
030 6167558-0

wochentags 9-22 Uhr
Sprechen Sie mit einem Spezialisten

Rosenparadies Ecuador

0 Flares 0 Flares ×

Die FTD zeigt in einer sechsteiligen Serie, wie unauffällige Alltagsgegenstände erst weltweit verarbeitet werden bevor sie in Deutschland an den Mann kommen. In Folge 5 geht es um die ecuadorianischen Rosen.

In vielen Farbvariationen werden die Rosen in Ecuador heran gezüchtet, mal gelb, mal orange, aber meist in rot. Entwicklungsländer haben den Ruf, billige Massenproduzenten zu sein. Anders hier. Die Rosen sind in konkurrenzloser Perfektion, wie ihr Züchter stolz behauptet. Der stachlige Stecken strahlt Luxus und Verschwendung aus.
Vor etwa zehn Jahren gab es diese Rosen noch gar nicht. Kolumbianische Gärtner mit ihren zehn Jahren Vorsprung beim Blumenanbau hatten Ecuador als Rosenparadies entdeckt. Dort schafften die Bergbauern Kühe ab, pflügten Wiesen um, stellten Gewächshäuser aus Plastikfolie auf und verfeinerten ihre Anbautechnik.

Bei einer Anbauhöhe von über 2300 m am Äquator liegen die besten Rosengründe. Mit jahrein jahraus immer ziemlich genau 12 Stunden Sonne und einer Durchschnittstemperatur von 18 Grad bietet dieses nie zu heiße oder selten zu kalte Klima die richtige Vegetationsumgebung für gleichmäßiges Wachtum und prächtige Blüten mit intensiven Farben. Henning Möller, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Groß- und Importhändler in Düsseldorf sagt, dass die Rosen nicht nur wegen des Klimas dieses Qualität erreichen, auch die Anbaumethoden seinen in Ecuador um einiges professioneller.

Die Gesamtfläche der Gewächshäuser in Ecuador beträgt über 20 Millionen Quadratmeter
Die Zahl der Beschäftigten hat sich im Vergleich zu der alten Landwirtschaft mehr als verdreifacht. 80% der rund 50.000 Arbeiter sind Frauen, was eine soziale Revolution ausgelöst hat. „Frauen gehen einfühlsamer mit den Pflanzen um“, lobt der ehemalige Rosenfarmer und heutige Botschafter Lopez Cordoves. Dieser Vorzug kam den Männer auch zu Hause nicht gerade zu Gute – „Wer das Geld verdient, hat das Sagen, die Frauen bestimmen jetzt“, sagt Lopez.

Schreckliche Meldungen über Hungerlöhne und Vergiftungen durch Pestizide gibt es in Ecuador kaum. Regierungsunabhängige Organisationen und Blumenimporteure haben Zertifizierungsprogramme entwickelt. Nur Farmen, die soziale und Umweltkriterien einhalten, dürfen ihre Blumen in Deutschland z.B. mit dem Zeichen des „Flower Label Program“ (FLP) schmücken. Das Food First Netzwerk (Fian) stellt Ecuador gute Zensuren aus. 32 der weltweit 65 zertifizierten Unternehmen liegen dort.

Ca. 90 Tage dauert es, bis eine Pflanze geschnitten wird um so den Wachstumsprozess einer neuen Ranke in die Wege zu leiten. Je tiefer die Schere ansetzt wird, desto höher wächst danach der frische Trieb. Darum muss der Rosenzüchter als Kaufmann vor allem mit dem Kalender rechnen. Valentinstag minus 90 Tage ergeben einen wirtschaftlich sehr rentablen Erntetag.

Jeden Tag verlassen ca. 4,2 Millionen Rosen auf dem Luftweg Ecuador. Wenn alles gut läuft, sind die Rosen bereits nach zwei Tagen beim Blumenhändler. Der Hersteller bekommt 25 Cent pro Stiel. In Deutschland kostet die Rose 2 bis 3 Euro. Rund die Hälfte davon schluckt die Logistik. Deutschland hat den größten Absatzmarkt in Europa und den drittgrößten der Welt. Zukünftige Konkurrenz aus Äthiopien bringt den Botschafter Lopez nicht aus der Ruhe: „Wer auch immer in der Welt Blumen anbauen wird, kann es nicht mit den Rosen aus Ecuador aufnehmen.“

Tschela Baumann – Quito, Ecuador

Share Button

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Der Autor:

Viventura Reisen

viventura
viventura ist dein Spezialist für Rundreisen in Südamerika und bietet innovative Abenteuerreisen zu einem top Preis-Leistungs-Verhältnis. Dank einem Direktvertrieb und den exklusiven Büros vor ... weiterlesen

Folgen Sie uns!

Suche

Unsere bestbewertete Reise:

Peru Ecuador Galapagos

Tweets von @viventura_de

viComfort

Ecuador Galapagos 2017

20 Tage, inkl. Flüge
Kolonialstädte, Andenmärkte & Galapagos intensiv
  • 9 Tage Galapagos auf 5 Inseln
  • Weltkulturerbestädte Quito & Cuenca
  • Humboldts Straße der Vulkane
  • Zugfahrt zur Teufelsnase

ab 4399 EUR