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Das spuckende Lama: Bürokratie pur!

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Wie im letzten Newsletter schon angedeutet, kann der Tag bei der Policia Federal ein ganz besonderer werden. Gleich zu Beginn meines Praktikums hatte auch ich das „Vergnügen“.

Motiviert machte ich mich gleich morgens auf den Weg in das alles andere als zentral und sicher gelegene Hafenviertel, wo sich die Policia Federal vor den Touristen zu verstecken versucht. Mein fester Vorsatz kurz das Visum registrieren zu lassen und gegen Mittag wieder im Büro zu sein, war von einigen Kollegen am Vortag schon müde belächelt worden. Mittlerweile weiß ich auch warum.

Schon am Eingang wartete die erste Überraschung: Mit kurzen Hosen darf man die Policia Federal in Salvador nicht betreten! Ärgerlich, davon wollte ich mich aber nicht aufhalten lassen und kaufte mir für 20 Reais (knapp 6 EUR) eine Jeans auf dem nächstgelegenen Markt. Im neuen Outfit wartete ich über eine Stunde, um erst dann darauf hingewiesen zu werden, dass einige Kopien des Passes fehlten. Einen Kopierer, nein, den gäbe es hier nicht!

Der nächste Copyshop lag 2 km weiter im Bankenviertel Comercio. Bei 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit machte ich mich erneut auf den Weg, um diesmal die fehlenden Fotos und Kopien zu bekommen. In der Überzeugung nun alle Unterlagen zu haben, wurde mir von der Policia Federal mitgeteilt, dass die Kopien notariell beglaubigt sein müssten. Also wieder zurück ins Comercio. Beim nächsten Versuch war die Hintergrundfarbe der Passbilder nicht in Ordnung, für weitere fehlte mir inzwischen das Geld.

Also musste ich wieder zurück zu den Fotografen, um sie zu überreden mir die Hälfte des bezahlten Geldes zurückzugeben. Wieder bei der Policia, es war so gegen 15:00 Uhr (um 16:00 Uhr wird das Büro geschlossen, dieses Mal musste es klappen!) schoss ich die wahrscheinlich grimmigsten Passfotos meines Lebens, um dann darauf hingewiesen zu werden, dass eine einzige weitere Kopie fehlte. Wahrscheinlich war meinem Gesicht anzusehen, dass ich nicht gewillt war, am nächsten Tag wieder zu kommen, denn plötzlich gab es doch einen Kopierer!

Nur einige Formulare und Fingerabdrücke später war ich (fix und) fertig und kann mir nun in (offiziell) 90 Tagen meinen Ausweis abholen. Ach ja, die Hose hat mir nicht wirklich gefallen. Ich hab sie dem Markthändler wieder für 15 Reais verkauft, damit ich auch wieder etwas essen konnte.

Wolfgang Stoll – Salvador, Brasilien

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