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Paramilitares – was steckt dahinter?

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Kolumbien, seines Zeichens einziger südamerikanischer Staat mit Zugang zu Atlantik und Pazifik, weltgrößter Exporteur von Qualitätskaffee und Smaragden, reich an weiteren Rohstoffen (Gold, Kohle, Erdöl, Bananen,…) hatte bis 1998 das größte Wirtschaftswachstum des Kontinents. Und dennoch lebt ein Großteil der Bevölkerung nach wie vor in sehr armen Verhältnissen. Die riesigen Gewinne der Exporte kommen nämlich – wie leider so oft der Fall – nicht der Bevölkerung zu Gute, sondern fließen direkt in die Taschen diverser transnationaler Konzerne.

Seit 180 Jahren wird die kolumbianische Bevölkerung unterdrückt, kein Wunder also, dass seit den 60er-Jahren die beiden linken Guerillaorganisationen FARC (Bewaffnete Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens, ca. 20.000 Mann) und ELN (Nationale Befreiungsarmee, ca. 12.000 Mann) Krieg gegen den Staat führen. Zahlreiche Menschen wurden und werden ermordet und von ihrer Heimat vertrieben. Bis in die 80er-Jahre wurden diese Taten der Armee bzw. der Polizei zugeschrieben, heute morden und vertreiben allerdings sowohl Guerilla (die längst kein Robin Hood mehr sind, vielmehr eine kriminelle Organisation) als auch die sogenannten „Paramilitares“ („para“ bedeutet „für“, frei übersetzt also „für die Militärs“) etwa zu gleichen Teilen.

Diese Paramilitärs wurden 1993 von den Brüdern Fidel und Carlos Castaño, deren Vater von der FARC ermordet wurde, gegründet. Sie hatten bzw. haben enge Kontakte zu einer von den USA ausgebildeten Polizei-Spezialeinheit sowie zur DEA (Drug Enforcement Administration) und zur CIA. 1996 schlossen sich fast alle paramilitärischen Gruppierungen Kolumbiens zur AUC (Vereinte Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens) zusammen, mittlerweile zählen sie 12.000 Mann. Sie finanziert sich – wie die Guerilla auch – hauptsächlich über Drogengelder, Erpressungen, Entführungen und Schutzgelder. 2001 wurde die AUC auf die europäische und US-amerikanische Terrorliste gesetzt, allerdings ohne Folgen. Erklärtes Ziel der Paramilitärs ist die Vernichtung der Guerilla.

viventura Rundreisen führen auch in Kolumbien nur durch sichere Gebiete, von der Guerilla betroffene Regionen werden weiträumig gemieden.

Mario Rothauer – Arequipa, Peru

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