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Auch Venezuela steigt auf freie Software um

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Venezuela werde einen „neoliberalen Mythos in der Informationstechnologie“ zerstören, der vor allem den Massen und den Armen in der Dritten Welt den „Zugang zur Technologie, dem Wissen und der Information negiert“, verkündete Venezuelas Präsident Hugo Chávez Anfang Oktober als mit der Eröffnung eines weiteren „Info Centers“ deren landesweite Ausstattung nun wieder forciert in Angriff genommen wurde. Insgesamt sollen bis Ende des Jahres knapp 350 dieser öffentlichen und vor allem kostenlosen Internet-Zugangspunkte im Land aufgestellt sein.

Zu den Info-Centern kommen weitere 200 einfache Infopunkte, die nur für das Senden und Empfangen von E-Mails gedacht sind. Um auch entlegene Bereiche abzudecken, fahren Infomobile mit jeweils acht Terminals durch das Land. Chávez machte deutlich, dass das „geistige Eigentum eine Falle“ sei und es stünde im Widerspruch zum Grundsatz: „Das Wissen hat keinen Besitzer, es gehört allen.“ Mit den Maßnahmen solle Bildung auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten gewährleistet werden.

Hand in Hand mit der kostenlosen Verbreitung des Internets in Venezuela, kündigte die Regierung an, alle öffentlichen Computersysteme mit freier Software auszustatten. Dabei dient Brasilien als Vorbild. Dort hatte die Regierung eingegriffen, als Hunderte von Computerzentren mit Windows ausgestattet werden sollten und so die Verwendung von Linux herbei geführt. Experten sehen sich inzwischen bestätigt, dass auch Leute mit geringen Computerkenntnissen mit Linux umgehen könnten.

Zur Erklärung: Linux, dessen Maskottchen „Tux“ auf dem Bild zu sehen ist, ist genauso wie Windows ein Computerbetriebssystem. Also grob gesprochen die Oberfläche, die die Arbeit mit dem Computer und seinen Dateien erleichtern und organisieren soll. Im Gegensatz zu Windows ist Linux kostenlos und auch der Programmiercode steht frei zur Verfügung, so dass Programmierer auf der ganzen Welt daran arbeiten und es verbessern. Aus diesem Grund stößt Microsoft, Hersteller von Windows, die derzeitige Entwicklung zu Linux bitter auf.

„Brasilien hat den ersten Schritt gemacht und Venezuela wird den gleichen Weg gehen,“ meinte Präsident Chávez dazu. „Wir arbeiten an einem Dekret, um in Venezuela offiziell die freie Software zu fördern und sie in der öffentlichen Verwaltung obligatorisch einzuführen.“ Auch hier lautete die Begründung, dass so die Unabhängigkeit des Landes bei Technologien und Informationen gewährleistet werden solle. Cáracas und rund 80 weitere Stadtverwaltungen arbeiten inzwischen mit freier Software.

Der gleiche Trend ist in Europa zu erkennen. In Deutschland hat München letztes Jahr mit seiner Entscheidung die öffentlichen Arbeitsplätze nach und nach auf Linux umzustellen für Aufsehen gesorgt. Österreichs Hauptstadt Wien zog nach und will nach Ablauf seiner Windows-Lizenzen im Jahr 2007 ebenfalls auf das sog. OpenSource-Projekt umsteigen. Es bleibt abzuwarten, ob dies auch vermehrt Endverbraucher, auf deren Computern das Betriebssystem Windows zumeist vorinstalliert ist, dazu bewegen wird, auf die freie Software umzusteigen.

Hendrik Moorahrend – Berlin

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