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Streiks und Blockaden in Bolivien

Der Andenstaat Bolivien im Herzen Südamerikas mag nicht zur Ruhe kommen. Immer wieder gibt es Streiks und Straßenblockaden (bloqueos), die das Leben in dem Land beeinträchtigen.

Seit drei Wochen sind nun wieder viele Straßen in Bolivien blockiert und ein Teil der Bevölkerung streikt. Seit dieser Woche beteiligen sich auch Minenarbeiter und Hochschulpersonal an den Streiks. Der Gewerkschaftsbund hat schließlich auch noch einen unbefristeten Generalstreik ausgerufen und fordert zudem den Rücktritt des Präsidenten, der erst letztes Jahr im August gewählt wurde. Diesmal ist der Anlass die Exportation von Erdgas.

In Bolivien wurden riesige Erdgasfelder entdeckt und der Export steht schon länger, etwa seit Anfang 2000, in der Diskussion: wohin, überhaupt, wie teuer, wer baut die Pipelines… Die Verträge die mit den ausländischen Gesellschaften geschlossen wurden – Bolivien selbst hätte nicht die finanziellen Mittel für den Aufbau der Industrie – sehen allerdings nur 18% Ertragsbeteiligung von Bolivien vor. Anderer Streitpunkt ist der Weg: wegen geringerer Kosten bevorzugen die Unternehmer die Ausfuhr über einen Hafen in Nordchile. Das ist den Bürgern nicht so recht, da tief in ihnen verwurzelt ist, dass die Chilenen vor über hundert Jahren ihnen den Küstenabschnitt um Antofagasta abgenommen haben, welcher Boliviens einziger Zugang zum Meer war. Die Streikenden fordern nun eine Volksabstimmung, ob Gas exportiert werden darf und wie.

Die Folgen des Streiks sind gravierend: im Hochland sind die wichtigsten Straßen gesperrt, teilweise gibt es keine Ausweichmöglichkeiten. So kommt es auch dass inzwischen zum Beispiel die Märkte in La Paz leer sind und die Lebensmittel irgendwo verderben. Auch andere Dinge wie Benzin werden knapper. Die Preise steigen teilweise für einzelne Güter erheblich. Und schließlich gibt es noch die Reisenden – für die ist der Streik und die Blockaden alles andere als gut. Eine Fahrt in die Yungas ist ausgeschlossen und generell ist La Paz so gut wie nicht mehr erreichbar. Für unsere Gruppen überlegen wir uns je nach Situation Alternativprogramme, die unter http://www.viventura.de/tagebuch in den Tagebüchern nachzulesen sind. Beim Auswärtigen Amt http://snurl.com/2ipt gibt es immer aktuelle Hinweise zur Situation.

Ina Endress – Berlin, Deutschland

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Streiks und Blockaden in Bolivien

01. Okt 2003Allgemein 0 Kommentare

Der Andenstaat Bolivien im Herzen Südamerikas mag nicht zur Ruhe kommen. Immer wieder gibt es Streiks und Straßenblockaden (bloqueos), die das Leben in dem Land beeinträchtigen.

Seit drei Wochen sind nun wieder viele Straßen in Bolivien blockiert und ein Teil der Bevölkerung streikt. Seit dieser Woche beteiligen sich auch Minenarbeiter und Hochschulpersonal an den Streiks. Der Gewerkschaftsbund hat schließlich auch noch einen unbefristeten Generalstreik ausgerufen und fordert zudem den Rücktritt des Präsidenten, der erst letztes Jahr im August gewählt wurde. Diesmal ist der Anlass die Exportation von Erdgas.

In Bolivien wurden riesige Erdgasfelder entdeckt und der Export steht schon länger, etwa seit Anfang 2000, in der Diskussion: wohin, überhaupt, wie teuer, wer baut die Pipelines… Die Verträge die mit den ausländischen Gesellschaften geschlossen wurden – Bolivien selbst hätte nicht die finanziellen Mittel für den Aufbau der Industrie – sehen allerdings nur 18% Ertragsbeteiligung von Bolivien vor. Anderer Streitpunkt ist der Weg: wegen geringerer Kosten bevorzugen die Unternehmer die Ausfuhr über einen Hafen in Nordchile. Das ist den Bürgern nicht so recht, da tief in ihnen verwurzelt ist, dass die Chilenen vor über hundert Jahren ihnen den Küstenabschnitt um Antofagasta abgenommen haben, welcher Boliviens einziger Zugang zum Meer war. Die Streikenden fordern nun eine Volksabstimmung, ob Gas exportiert werden darf und wie.

Die Folgen des Streiks sind gravierend: im Hochland sind die wichtigsten Straßen gesperrt, teilweise gibt es keine Ausweichmöglichkeiten. So kommt es auch dass inzwischen zum Beispiel die Märkte in La Paz leer sind und die Lebensmittel irgendwo verderben. Auch andere Dinge wie Benzin werden knapper. Die Preise steigen teilweise für einzelne Güter erheblich. Und schließlich gibt es noch die Reisenden – für die ist der Streik und die Blockaden alles andere als gut. Eine Fahrt in die Yungas ist ausgeschlossen und generell ist La Paz so gut wie nicht mehr erreichbar. Für unsere Gruppen überlegen wir uns je nach Situation Alternativprogramme, die unter http://www.viventura.de/tagebuch in den Tagebüchern nachzulesen sind. Beim Auswärtigen Amt http://snurl.com/2ipt gibt es immer aktuelle Hinweise zur Situation.

Ina Endress – Berlin, Deutschland

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