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Der Chaco – von der grünen Hölle zur Milchkuh Paraguays

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Chaco bedeutet übersetzt „große Ebene der Jagd“, denn bevor deutsche Mennoniten hier Anfang des 20.Jahrhunderts siedelten, lebten nur verstreut einige Indianerstämme, die sich von der Jagd ernährten. Der Chaco erscheint dem Besucher, der sich hineinwagt, auch heute noch menschenleer und unendlich. Er erstreckt sich von der Hauptstadt Asuncion bis zur bolivianischen Grenze und wird von den Flüssen Rio Paraguay und Rio Pilcomayo begrenzt. Der Chaco umfasst mehr als die Hälfte der Fläche Paraguays, aber auf einem Quadratkilometer wohnt im Durchschnitt nur ein Mensch.

Diese riesige Landschaft unterteilt sich in drei verschiedene Zonen: den unteren Chaco von Asuncion bis Filadelfia, vorwiegend mit Palmenhainen bewachsen; den mittleren Chaco mit Kakteen und Harthölzern und den hohen Chaco im Nordwesten des Landes mit undurchdringlichen und feuerfesten Dornengestrüpp. Es regnet nicht sehr viel und nur im südamerikanischen Sommer von Oktober bis April. Manchmal kommt es jedoch auch zu sturmflutartigen Regenfällen, die sogar zu Überschwemmungen führen können. Die meiste Zeit aber ist Süsswasser kostbar und je weiter man in den von dichten Dornenbüschen bewachsenen Chaco Alto kommt, desto heißer und trockener wird es.

Der erste Besiedlungsversuch von Franzosen um 1900 scheiterte bereits nach wenigen Jahren mit der Überzeugung, dass Europäer in dieser „grünen Hölle“ nicht überleben können. Doch auf der Suche nach einem Land, wo sie ihre religiösen Anschauungen frei ausleben konnen, kämpften sich deutschsprachige Mennoniten 20 Jahre später einen Weg in den undurchdringlichen Chacobusch und gründeten dort Kolonien. Im Laufe des Ersten Weltkrieges vertrieben, kamen sie hauptsächlich aus Kanada und Russland. Die wichtigsten drei Kolonien sind heute noch die Kolonien Menno, Fernheim und Neuland. Die Mennoniten bauten eigene Schulen, Banken und Krankenhäuser und sprechen noch heute das Plattdeutsch der ersten Siedler. Die Siedlungen gelten als sehr modern und gut organisiert. Sie produzieren zwei Drittel der Milch für Paraguay, züchten Rinder und bauen Baumwolle, Erdnüsse und Soja an.

Immer mehr Paraguayer und Indianer zieht es in den fruchtbar gemachten Chaco und das Wasser wird immer knapper. Schon gibt es Entwicklungshilfeprojekte für eine bessere Wasserversorgung der Bewohner des Chaco. Auf der Trans-Chaco, die ein Teil der Panamericana ist (die ja bekanntlich von Alaska bis Feuerland führt) kann man von Asuncion bis zu den Mennonitenkolonien fahren. Der nordwestliche Teil des Chaco bis zur bolivianischen Grenze ist noch immer die „grüne Hölle“ Paraguays.

Bei den XXL-Varianten unserer neuen Brasilien-Paraguay Reise steht übrigens auch ein Ausflug in den Chaco am Programm.

Conny Posern – Berlin

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