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Itaipú: gigantisches Gemeinschaftsprojekt Brasilien-Paraguay

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An dieser Stelle möchte ich allen Technik-Freaks eine Freude machen und das gigantische bilaterale Projekt von Brasilien und Paraguay vorstellen: 16 Jahre Bauzeit, 20 Turbinen mit einer Leistungskapazität von 14.000 Megawatt, durchschnittlich 10.500 m³ Wasserdurchlauf pro Sekunde. Außerdem 12,5 Millionen m³ Beton und 480.000 t Stahl (womit eine Autobahn von Moskau nach Lissabon und 380 Eiffeltürme gebaut werden hätten könne). Die Rede ist von Itaipú, dem Wasserkraftwerk und Staudamm an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay unweit der Iguaçu-Wasserfälle.

Der Itaipú-Staudamm war eines der Prestigeprojekte der Militärdiktatur in Brasilien in den 80er-Jahren. Heute ist Itaipú das weltweit größte Wasserkraftwerk und wird dies noch bis 2009 bleiben, wenn der 3-Schluchten-Damm in China planmäßig fertig gestellt werden soll. Doch selbst darüber hinaus wird Itaipú aufgrund der hohen Auslastung im Hinblick auf die Jahresproduktion weiterhin an erster Stelle bleiben. Mit der erzeugten Energie wird ein Viertel des Strombedarfs von Brasilien gedeckt und ganze 80 bis 95 Prozent (je nach Quelle) von Paraguay! Paraguay erzielt mit seiner Beteiligung am Projekt sogar einen Überschuss, so dass es Teilkapazitäten der gewonnenen Energie an Brasilien verkaufen kann. Für Paraguay war und ist Itaipú also ein erfolgreiches Projekt gewesen. Brasilien hingegen findet in Itaipú einen der Gründe für die riesige Auslandsverschuldung.

Bei dem Bau des Wasserkraftwerks gab es allerdings auch noch andere Verlierer. Aufgrund der enormen Menge an gewonnener Energie wird der Eingriff in die Ökologie und sozialpolitische Strukturen der Umgebung im allgemeinen zwar als günstiger beurteilt als bei anderen Wasserkraftwerken, dennoch mussten etwa 40.000 Ureinwohner (großteils Guarani-Indianer) umgesiedelt werden, große Teile des atlantischen Regenwaldes abgeholzt werden und es gab ein Massensterben an Papageien zu verzeichnen.

Quellen und weitere Informationen finden Sie unter
www.de.wikipedia.org/wiki/Itaipu, www.itaipu.gov.br und www.tt.fh-koeln.de/publications/bra1199.pdf

Roland Griesebner – Rio de Janeiro, Brasilien

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