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Venezuela – Gründungsmitglied der OPEC

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Gründung der OPEC

Venezuela war durch die Einführung des profit-sharings das erste Land, das den Firmen höhere finanzielle Verpflichtungen auferlegte. Dies hatte allerdings zur Folge, dass diejenigen Ölfirmen, die auch in anderen Ländern vertreten waren, ihre Produktion dorthin verlegten, wo die Abgaben wesentlich geringer waren, was hauptsächlich am Golf der Fall war. Dadurch war 1950 die Fördermenge mit 630 Millionen Barrel am Golf erstmals höher als in Venezuela (547 Mio. Barrel).

Daraus zog Venezuela seine Konsequenzen, aber nicht indem man die Förderung reduzierte, sondern indem man sich auf die Suche nach Verbündeten im Nahen Osten machte. Die Regierung Venezuelas hatte nämlich erkannt, dass die Golfstaaten ähnliche Voraussetzungen hatten wie sie selbst: alle Staaten waren zum damaligen Zeitpunkt Entwicklungsländer mit einem nicht erweiterbaren Exportnetz für Rohöl, jedoch waren alle Staaten fast ausschließlich von Erdölexporten abhängig. So man sich entschloss in Venezuela, nicht auf Konfrontationskurs zu gehen, sondern die anderen zu überzeugen, die gemeinsamen Interessen, wie z.B. eine Lösung bezüglich der überall ähnlich geregelten Konzessionen zu finden, zusammen gegen die Firmen zu vertreten.

1949 begann der ein Kontakt mit regelmäßigem Informationsaustausch unter den betroffenen Ländern mit der Feststellung, zum Schutz und zur Wahrnehmung der staatlichen Interessen eine gemeinsame Einrichtung nötig sein würde. Die arabischen Staaten versuchten zunächst, eine alleinige nationale Lösung zu finden. Aber dieses Vorhaben scheiterte, da die Länder von den Ölunternehmen gegeneinander ausgespielt wurden.

Nach einer unilateralen Preissenkung durch die Ölkonzerne im Februar 1959 fand im April 1959 der erste Arabische Ölkongreß statt, zu dem auch Venezuela eingeladen war. Als Ergebnis der Verhandlungen wurde ein Gentlemen’s Agreement geschlossen, welches den Beschluss enthielt, eine Organisation zu gründen. Durch den venezolanischen Ölminister Perez und den saudischen Scheich Tariki kam im Mai des gleichen Jahres zum ersten Mal die Forderung nach einer einheitlichen Preispolitik aller ölexportierenden Länder auf. Ungeachtet dieser Bestrebungen der Förderländer senkten die Firmen im August erneut die Preise aufgrund eines, durch neu erschlossene Ölquellen in Algerien, Libyen und Nigeria sowie einer Importbeschränkung der USA verursachten, steigenden Angebots. Dieser Preisverfall hatte beträchtliche Folgen wie das Beispiel des Iran zeigt: hier sanken die Ölpreise um 13% innerhalb 13 Monate.

Diese Situation führte schließlich dazu, dass die OPEC am 14.09.1960 in Bagdad mit den Mitgliedsstaaten Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela gegründet wurde. Zu diesem Zeitpunkt besaßen die Gründungsländer 67% der Welt-Ölreserven und 38% der Ölproduktion.

Die ersten Jahre

Die Politik der OPEC zeigte in den ersten Jahren nach der Gründung nicht die gewünschten Erfolge, wofür es mindestens drei wesentliche Gründe gab. Erstens waren zunächst nicht alle wichtigen Länder in der OPEC vertreten, dies war erst Ende der 60er Jahre der Fall. Zweitens konnten sich die damaligen Mitglieder noch nicht immer auf eine gemeinsame Politik einigen, z.B. fand 1965 der Vorschlag zur Kürzung der Förderung keine Zustimmung, sondern man beschränkte sich darauf, die Wachstumsraten zu limitieren. Ferner waren die Konzessionen mit den Ölkonzernen noch gültig.

1968 erkannte die OPEC letzteres Problem und erließ daraufhin eine Resolution. Diese beinhaltete 10 Punkte, die den Umgang mit den Ölunternehmen in den Ländern betrafen, wie unter anderem dass die bestehenden Konzessionen auf keinen Fall zu verlängern seien oder dass eine staatliche Ölförderung anzustreben sei.

Ina Endress – Berlin

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