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Kolumbien: Ingrid Betancourt

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Das ist eine Verrückte. So sprechen viele Kolumbianer über Ingrid Betancourt, verrückt, da sie so mutig war auf Konfrontation zur FARC (größter kolumbianische Guerilla Gruppe) zu gehen und dennoch ungeschützt in das von der FRAC kontrollierte Gebiet zu fahren um dort entführt zu werden. Dies geschah am 23. Februar 2002. An diesem Tag schaute die Welt auf Kolumbien, denn mit der Präsidentschaftskandidatin hatte die FARC ihre bis dahin berühmteste Geisel. Mit jedem Tag gerät die Entführung und der Verbleib von Ingrid aber weiter in Vergessenheit.

Aufgerissen hat mich eine Dokumentation, die ich kürzlich im Fernsehen gesehen habe. Hier war Ingrid zum ersten Mal für mich in Aktion zu sehen. Wie sie das einfache und gemütliche Leben als Familienmutter verließ um für das Wohl ihres Heimatlandes zu kämpfen. Eine Politikerin, die kein Blatt vor den Mund nahm und viele Politiker namentlich der Korruption beschuldigte und ihre Vorwürfe auch bewies. „Mut“, das ist der Begriff, den ich mit Ingrid Betancourt heute verbinde.

Aufgewachsen ist sie in noblen, französischen Verhältnissen. Ihre Mutter war 1957 Miss Colombia, ihr Vater ein angesehener Diplomat. In ihrem Elternhaus in Paris gingen südamerikanische Prominente wie Gabriel García Márquez und Pablo Neruda ein und aus. Ingrid sollte ein schönes Leben bevorstehen.

Sie heiratete früh, bekam Kinder, alles sah nach einem glücklichen Familienleben aus. Doch als im Jahr 1990 Luis Carlos Galán starb – ein Politiker, der von Ingrids Mutter unterstützt wurde – folgte sie ihrer inneren Stimme und zog zurück nach Kolumbien um politisch aktiv zu werden und das Land von der Korruption zu befreien.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, 1994 zog sie erfolgreich in den Senat ein. Hier kämpfte sie gegen den damaligen Präsidenten, dem sie Korruption vorwarf. In dieser Zeit bekam sie Morddrohungen, so dass sie ihre Kinder außer Landes brachte (nach Neuseeland). 1998 kämpfte sie dann um die Präsidentschaft, unterlag allerdings Pastrana, der bis 2002 im Amt blieb. Für ihre Kampagne gründete sie eine eigene Partei: Oxigeno Verde – Grüner Sauerstoff.

Mitten im Wahlkampf reiste sie in eine von der FARC (größte Guerillagruppe Kolumbiens) kontrollierte Zone. Nachdem sie sich mit Führern der FARC getroffen hatte – und dabei mit ihnen auf Konfrontationskurs ging – wurde sie wenig später von der FARC entführt und befindet sich seitdem in Gefangenschaft. Die FARC hat erst im Februar verlauten lassen, dass Ingrid bei guter Gesundheit ist und angeboten, sie gegen inhaftierte FARC Mitglieder auszutauschen. Die Regierung stellt sich quer und lehnt Gefangenenaustausche konsequent ab.

Was nun bleibt, ist die Hoffnung, dass Ingrid bald wieder frei kommt. Wer möchte, kann ihr hier eine Nachricht schicken. Weitere Links:
Reportage der Zeitschrift Brigitte
Aktuelles zur Situation von Ingrid
Film-Dokumentation über Ingrid

André Kiwitz – Arequipa, Peru

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