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Gladys Marin: Kämpferin für Menschenrechte

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„Sie war eine außergewöhnliche soziale Kämpferin, eine Frau mit starken Werten, großem Mut, die konsequent für ihre Ideen eintrat“, sagte Isabel Allende über Gladys Marin. Anfang diesen Monats ist die langjährige Parteivorsitzende der Kommunistischen Partei (KP) Chiles an einem Gehirntumor in einem Krankenhaus in Santiago gestorben. Neben ihrer Tätigkeit als Vorsitzende war sie die Symbolfigur des Widerstands gegen die Militärdiktatur Augusto Pinochets, den sie 1998 als erste wegen Menschenrechtsverletzungen während seines Militärregimes anklagte.

Gladys Marin wurde 1942 im Süden Chiles geboren und engagierte sich schon während ihrer Schulzeit in der kommunistischen Bewegung. Sie arbeitete einige Jahre als Lehrerin für geistig behinderte Menschen in Santiago. Während dieser Zeit trat sie auch in die KP ein und wurde mit 23 Jahren als Abgeordnete ins Parlament gewählt. Sie widmete ihr Leben nun ganz der Politik.

Nach dem Putsch am 11. September 1973 stand sie mit anderen 100 Menschen auf der Liste der meist gesuchtesten Gegner der Militärdiktatur und musste deshalb in die Niederlande ins Exil flüchten. Ihr Mann, Jorge Muñoz, verschwand 1976 spurlos und man vermutet, dass er in der berüchtigten Siedlung Colonia Dignidad mit anderen kommunistischen Parteianhängern umgebracht wurde. Das alles jedoch hielt Gladys Marin nicht davon ab – keine vier Jahre nach ihrer Ausreise – wieder mit gefälschten Papieren nach Chile einzureisen, um im Untergrund weiter zu arbeiten und den bewaffneten Widerstand gegen Pinochet vorzubereiten.

Ihr ganzes Leben lang setzte sie sich für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte ein und forderte vor allem härtere Strafen für die Mörder während der Militärdiktatur (1973-1990). Bis zuletzt forderte sie Pinochets Festnahme, unter dessen Diktatur rund 3000 Menschen ermordet wurden oder spurlos verschwanden.

Am 26. März diesen Jahres lehnte jedoch das Oberste Chilenische Gericht es ab, die Immunität des 89-jährigen aufzuheben, da sein Gesundheitszustand außerordentlich kritisch war. Bei den neuesten Ermittlungen ging es um die Ermordung von General Carlos Prat, der vor Pinochet Oberbefehlshaber der Armee war und der sozialistischen Regierung Salvador Allendes angehörte. Bereits 2002 entging Pinochet einem Prozess wegen Menschenrechtsverletzung, da einem medizinischen Gutachten zufolge sein Gesundheitszustand zu schlecht war. Ob Gladys Marin´s Ziel – die gerechte Bestrafung Pinochets – jemals erreicht wird, ist also weiterhin ungewiss.

Kaddi Brückner – Santiago, Chile

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