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Max Uhle – Vater der Archäologie in Südamerika

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Max Uhle (1856 – 1944) gilt als Begründer der Andenarchäologie. Durch seine zahlreichen Ausgrabungen in Bolivien, Chile, Ecuador, Peru und Argentinien brachte Max Uhle zahlreiche archäologische Schätze Südamerikas an den Tag. Er leistete mit seiner Arbeit wesentliche Beiträge zur Erforschung der Präinka-Kultur im Westen von Südamerika und war damit einer der bedeutendsten Altamerikanisten Deutschlands.

Als Namensgeber der „Max Uhle Schule“ in Arequipa, Peru, an der Kinder aus peruanischen Familien die deutsche Sprache und Kultur lernen, lebt Uhle auch in Peru weiter. Hier die Highlights seines Forschungslebens:
Friedrich Max Uhle wurde 1856 in Dresden geboren. Nach seinem Abitur studierte er von 1875 – 1880 allgemeine Sprachwissenschaften und Philologie in Leipzig und Göttingen. Er promovierte und arbeitete im Anschluss zunächst in den Museen von Dresden und Berlin. Hier wurde er 1888 Experte für präkolumbische Kulturen der Westküste von Südamerika. So kam es, dass er im Jahr 1892 im Auftrag des Berliner Museums nach Südamerika reiste, wo er eigentlich drei Jahre für Forschungen eingeplant hatte.
Aus den drei Jahren wurden – mit einigen Unterbrechungen – 41 Jahre!

In Argentinien angefangen, wo er den Norden erforschte, machte er sich 1894 auf den Weg nach La Paz. Dort untersuchte er die Aymara Sprache, die Sprache der Ureinwohner Boliviens, die auch heute noch gesprochen wird. Über den Zustand der Ruinen von Tiahuanaco (UNESCO-Weltkulturerbe), der heute wichtigsten präkolumbischen Kulturstätte Boliviens, entsetzt, machte er sich für den zunehmenden Schutz dieser Denkmäler stark.
Im Jahr 1896 erreichte Uhle dann Lima, wo er die Ausgrabung von Pachacamac begann, einem Wallfahrtsort südlich von Lima. Hier entdeckte er Nachweise einer präkolumbinischen Kulturabfolge, an deren Ende die Inka-Kultur stand.
Nach einem Zwischenaufenthalt in Philadelphia, bei dem seine Ausgrabungen dokumentierte und Vorlesungen hielt, machte er 1904 eine weitere Forschungsreise nach Trujillo im Norden von Peru. Diese sollte dazu dienen, die Bestände des Museums in Berkeley zu erweitern. Nachdem aber die Ausfuhrbeschränkungen für archäologische Funde von der Landesregierung Perus verschärft wurden, konnte Uhle seine Forschungsreise nicht zu Ende führen. Er übernahm die Leitung des Museo Nacional de Historia in Lima und erforschte weiterhin den Süden Perus.
1912 wechselte er seinen Standort dann nach Santiago de Chile, um Finanzproblemen und Intrigen aus dem Weg zu gehen. Dort baute er das Museo de Etnología y Antropologia auf und erforschte die Altertümer des chilenischen Nordens. Für ca. sieben Jahre widmete er sich den Ausgrabungen und Erforschungen in Chile, bevor er im Jahre 1919 nach Ecuador eingeladen wurde. Dort wurde ihm ein Lehrstuhl für ecuadorianische Archäologie an der Universität in Quito eingerichtet. Neben seiner Arbeit an der Uni unternahm er auch in Ecuador viele Ausgrabungen, bei denen er unter anderem die Reste des Tomebamba in Cuenca entdeckte, und richtete ein Museum für Archäologie ein.

Nachdem er 41 Jahre der Forschung gewidmet hatte, kehrte Max Uhle schließlich im Jahr 1933, mit 77 Jahren fast völlig verarmt nach Deutschland zurück. Auch hier hielt er Uni-Vorlesungen an dem Ibero-Amerikanischen Institut. Er erhielt zahlreiche Ehrenpreise für seine Arbeit und starb im Jahre 1944 in Loben, Schlesien.

Britta Schulze – Arequipa, Peru

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Eine Antwort auf “Max Uhle – Vater der Archäologie in Südamerika”

  1. Alfred H. Koch sagt:

    Fr. Schulze, das erste Mal, dass ich ueber Max Uhle ueberhaupt gehoert habe, ich bin Ingenieur, eine voellig andere Richtung. Aber ich habe einen Freund , der stammt aus Arequipa , ging dort zur Schule und ist jetzt in USA . Ihr Artikel ueber Max Uhle ist sehr interessant und sehr gute Hintergrundinformationen. Ich werde mir ein Buch ueber ihn beschaffen. Vielleicht auch ein Buch in Spanisch, als Geschenk fuer meinen Freund. Eine empfehlenswerte webseite. Ich kam darauf , ueber Deutsche Schulen im Ausland, dort habe ich gesucht, welche Schulen es in Peru gibt. Dort ist auch meine Firma (ABB) taetig und es gibt ein Interesse fuer ein grosses Projekt dort.
    Herzliche Gruesse aus Mannheim / Baden Wuerttemberg – Alfred H. Koch

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