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Film des Monats: Carandiru

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Der Film ist wahrlich keine leichte Kost, sondern eine lebendige und krasse Darstellung des Lebens in einem Gefängnis. Er zeigt deutlich, wie eine Gruppe von Menschen sich in einem begrenzten und gewalttätigen Umfeld neue und eigene Regeln und Gesetze schafft. Und neben Gewalt, Drogen, Waffen und Unterdrückung existieren dort auch Hoffnung, Liebe und Solidarität. Der Film erzählt aber nicht von irgendeinem Gefängnis, sondern vom brasilianischen Staatsgefängnis Carandiru in São Paulo, dem größten Lateinamerikas mit einstmals knapp 8000 Insassen. Heute ist Carandiru allerdings nur noch der Name einer Metrostation in São Paulo – und der eines sehr tragischen Ereignisses in der modernen Geschichte Brasiliens!

Die Geschichte spielt mitten im Alltagsleben des brasilianischen Arztes und Schriftstellers Dráuzio Vaurella. 13 Jahre lang hat er in dem Gefängnis Freiwilligenarbeit geleistet, wobei ihm insbesondere die Aidsproblematik und die Aufklärung am Herzen lagen. Während seiner Tätigkeit hatte Vaurella die Angewohnheit, die erlebten Geschichten seinem Patienten Hector Babenco (von Beruf Regisseur) zu erzählen. Bis dieser eines Tages auf die Idee kam, diese Geschichten zu verfilmen…So entstand der Film Carandiru, mit Hector Babenco als Regisseur.

Im Verlauf des Filmes spitzt sich das eigentliche Drama zu… Was an einem Morgen im Oktober 1992 als alltägliche Schlägerei im Pavillon 9 von Carandiru begann, endete als größte Gefängnisrevolte der Geschichte mit offiziell 111 Toten (inoffiziell aber sehr viel mehr Opfern), die höchst gewaltsam von der Polizei niedergeschlagen wurde. Durch dieses Massaker geriet Carandiru endlich in die internationale Presse und Menschenrechtler wurden auf den Plan gerufen. Doch was sich all die Jahre zuvor und danach hinter den Mauern abspielte, geriet nie an die große Öffentlichkeit.

Im Jahre 2002 wurde das Gefängnis endgültig geräumt und gesprengt, die Dreharbeiten konnten aber gerade noch rechtzeitig beendet werden. Heute entsteht an dem Platz ein „Park der Jugend“ und ein Museum. Die knapp 8000 Insassen wurden auf kleinere, bereits chronisch überfüllte Gefängnisse, möglichst fernab der großen Metropole, verteilt. Auch wenn Carandiru die brasilianische Geschichte ein Stück weit verändert hat, die Folter in Brasiliens Gefängnissen geht weiter…

Den Film (2003, Hector Babenco) kann man sich übrigens unter anderem auch hier bestellen:
www.vilinks.net/54ad

Trailer, Infos und mehr auch unter http://carandiru.globo.com einzusehen!

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