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Movida Bolivia – Eine Bewegung für Bolivien

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Lutz Hübner, 49 Jahre alt, seit vier Jahren in El Alto lebender, katholischer Pater, beginnt die freiwillige Fastenzeit. Es ist der 18.10.2004 in El Alto, der Schwesterstadt von La Paz, in Bolivien. Der Stadtrat von El Alto erlässt eine Steuer auf die Arbeitsgrundfläche. Das Gesetz betrifft die Ärmsten der Armen und beruht auf keiner rechtlichen Grundlage. Die Schuhputzkinder sollen von den 10-20 Cent pro geputztem paar Schuhe Steuern zahlen.

Der Pater wird die nächsten 30 Tage fasten müssen, um sein Ziel zu erreichen. Er ist der Präsident der Gewerkschaft für die Schuhputzkinder von „Movida Bolivia“. Nur schwierig können wir uns vorstellen, wie hart es sein musste 30 Tage zu hungern. Weshalb der Pater diesen Kampf auf sich genommen hat und wofür er heute immer noch kämpft, das möchten wir euch nun erklären.

El Altos Einwohnerzahl wird auf knapp eine Million geschätzt. 90 Prozent der Einwohner leben unter der Armutsgrenze. Seit Ende der 60er Jahre wächst die Stadt um den internationalen Flughafen von La Paz.

Bis Mitte der 80er Jahre war Bolivien der weltweit zweitgrößte Zinnlieferant. Nachdem die Zinnpreise fielen, kam es zu einer Inflationsrate von 10.000 Prozent. Der bolivianische Staat reagierte mit der Privatisierung der Zinn- und Mineralminen. Dies führte zur Entlassung von mehr als 30.000 Bergwerkarbeitern. Die so genannte „Relocalizacion“, in die Vororte der Grosstädte, Ende der 80er Jahre, brachte viele Minenarbeiter nach El Alto. Die Stadt wuchs rasend schnell, ganze Dörfer aus den Landregionen integrierten sich in diesen bolivianischen Flickenteppich.

Diese trafen mit den unterschiedlichsten Erwartungen, Traditionen und Geschichten in den Straßen El Altos aufeinander. Es entstand eine Subkultur unter den Kindern und Jugendlichen. Sie erhielten im Schatten von La Paz die Möglichkeit sich uneingeschränkt auszutauschen, zu informieren und den Fortschritt über Fernsehen und Internet hautnah mitzubekommen. Doch der Preis dafür war und ist immer noch hoch, Drogen- und Alkoholsüchtige gehören genauso zum Straßenbild wie Diebe und Gewalt.

Pater Lutz Hübner kam im Jahre 2000 in diesen pulsierenden Kessel von El Alto, nachdem er in München und Rumänien als Sozialarbeiter tätig war. Durch Vertrauensarbeit mit Schuhputzern und Straßenkindern entstand das Projekt „Movida Bolivia“. Als der Stadtrat von El Alto die Steuern auf die Arbeitsflächen erlässt, beginnt Pater Lutz die Fastenzeit, ohne Unterstützung anderer Organisationen. Nach fast 30 Tagen wird ein Fernsehteam bestellt und erhält den Beleg für die Zahlung der nicht legitimen Steuer in die Kamera. Kurz nachdem die bolivianischen Nachrichten dies senden, setzt der Stadtrat das „Gesetz“ ab.

viventura unterstützt das Projekt „Movida Bolivia“ ideell und finanziell. Derzeit betreut das Projekt 300 Straßenarbeiter, 150 Straßenkinder, 30 Kinder und fördert 7 Stipendiaten. Die 15 Mitarbeiter um Pater Lutz und dem Leiter Marcelo kämpfen für den Schutz der Kinder auf den Straßen El Altos und die Wahrung ihrer Rechte. Mit dem Ziel dem Staat seine Verantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte vor allem den Kindern gegenüber auf zu zeigen und ab zu verlangen.

Für das Projekt sucht Pater Lutz ab Januar 2006 dringend freiwillige Helfer. Hast du Lust als Volontär für mindestens sechs Monate in El Alto mit zu helfen? Eine genaue Beschreibung des Projekts „Movida Bolivia“ und was sonst noch für Hilfe benötigt wird, kannst du dir bei Klick auf folgenden Link durchlesen: http://www.vilinks.net/b0d7

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Eine Antwort auf “Movida Bolivia – Eine Bewegung für Bolivien”

  1. Grüß Gott an Euch alle,
    wer kann uns Auskunft über die derzeitige arbeit von Movida Bolivia geben. Ich war in el alto und habe nur leere Gebäude und keinen Verantwortlichen angetroffen. Von Jugendlichen habe ich erfahren, dass es Movida seit einigen Jahren nicht mehr gibt.
    Ist dies richtig?

    mfg

    Reinhart Brunner

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Der Autor:

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