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20 Millionen für Ecuadors Landwirtschaft

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Ausbleibende Niederschläge im Oktober und November und die ungewöhnliche Kälte in den Bergen haben zu geschätzten 100 Millionen US Dollar Verlust in Ecuadors Landwirtschaft geführt. Am 16.12.2005 wurde der Notstand ausgerufen und zwei Tage später verabschiedete das Ministerium ein 20 Millionen US Dollar schweres Notfallpaket um die Krise zu entschärfen.

Die Verluste in der Sierra (dem Hochland Ecuadors) belaufen sich auf fast 22 Millionen US Dollar. An der Küste wurden die Verluste noch nicht berechnet, aber das Ministerium schätzt den Schaden momentan auf ca. 75 Millionen US Dollar.

Am 26.12.2005 begann die „Banco Nacional del Fomento“ (BNF) mit der Kreditvergabe an die Bauern und Viehzüchter, die durch die Trockenheit und Kälte am stärksten betroffen waren. Die BNF vergibt die Kredite zu speziellen Konditionen, die bei einem Zinssatz von acht Prozent sechs bis zehn Jahre Zeit zur Rückzahlung geben. Die Kredite belaufen sich auf Werte zwischen 7500 und 20000 Dollar. Ebenfalls hat die Regierung beschlossen, Heu zu kaufen, Brunnen zu bauen und 1200 Nahrungsmittelportionen für das Bergland zu erwerben, die durch das Welternährungsprogramm verteilt werden. Wenn man jedoch die immensen Verluste in Betracht zieht, ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Am kritischsten ist die Situation in der Küstenregion Esmeraldas. Hier wurden Bananenfelder, Yuca, Mais und Plantagen mit afrikanischer Palme zerstört, aber das Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Die umliegenden Gebiete, aus denen Esmeraldas 90 Prozent seiner täglichen Lebensmittel bezieht, sind ebenfalls stark betroffen.

In der Küstenprovinz Manabí starben aufgrund des ausbleibenen Regens schon ca. 3000 Rinder. Der Preis von Kartoffeln verteuerte sich von 15 Cent das Pfund auf 25 Cent und der Preis von Mangold verdoppelte sich. Die Schäden an Kakao-, Papaya-, Orangen- und Mangopflanzen belaufen sich auf mindestens 20 Millionen Dollar.

In den Provinzen Guayas und Los Rios überlebten nur die künstlich bewässerten Reisplantagen. Das entspricht etwa der Hälfte von den 380000 Hektar, die ursprünglich angepflanzt wurden.

In der Sierra ist es nicht weniger kritisch. 9371 Hektar Mais, 2792 Hektar Kartoffeln und 8029 Hektar Weizen wurden zerstört. Aber laut dem Landwirtschaftsministerium ist zumindest bis April des kommenden Jahres noch genug Gemüse für den nationalen Markt vorhanden. Außerdem wurden auch ca. 56000 Hektar Grasland, sowie ca. 200000 Hektar Pflanzen- und Grünflächen zerstört. Das ist mehr als 50 Prozent der Fläche, die zur Ernährung der ca. zwei Millionen Rinder genutzt wird. Viele Brunnen und Sümpfe sind ausgetrocknet und die sonst reißenden Flüsse gleichen eher Bächen. Der Fluss „El Vinces“ beispielsweise, normalerweise Austragungsort von Sportregatten, kann momentan zu Fuß überquert werden.

In den großen Städten wie Quito und Guayaquil ist von diesen Problemen allerdings kaum etwas zu spüren. Dort ist genügend Trinkwasser vorhanden. Einzig die Energieerzeugung in den Wasserkraftwerken wurde beinträchtigt, was aber lediglich zu Stromsparaufrufen und vorübergehend geringerer Beleuchtung der öffentlichen Gebäude führte.

An der Küste gibt es jetzt wieder die ersten Niederschläge, was nach der großen Trockenheit die Hoffnung der Bauern auf Besserung weckt. Doch sowohl Bauern als auch Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob es sich um eine kurze Regenperiode oder schon um die Regenzeit handelt, welche für eine Aussaat notwendig wäre. Denn laut Vorhersagen wird es in den Küstenregionen bis Mitte Januar noch keinen für die Jahreszeit typischen Regen geben.

Der Mangel an Wasser und die Sorgen der Bauern bleiben also aller Voraussicht nach mindestens bis Februar bestehen.

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