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Capoeira als Lebensphilosophie

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„Capoeira ist meine Lebensphilosophie“, sagt Mestre Biriba. Mestre Biriba heißt in Wirklichkeit Paulo Roberto dos Santos Adão, ist 46 Jahre alt, und praktiziert seit nunmehr 36 Jahren Capoeira. Als kleiner zehnjähriger Junge hat ihn diese Faszination gepackt, seit mittlerweile zwölf Jahren unterrichtet er. Im Sozialprojekt Cofra in Rio de Janeiro gibt er über 100 Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 20 Jahren Unterricht.

Capoeira? „Was ist das denn“, werdet ihr euch vielleicht fragen. Nie gehört! Ein Spiel? Ein Tanz? Ein Kampf? Ganz falsch! Capoeira ist ein afrobrasilianischer Kampftanz und kann ohne Übertreibung als brasilianische Volkstradition bezeichnet werden. Ursprünglich handelte es sich um eine besondere Selbstverteidigungstechnik der afrikanischen Sklaven, die Mitte/Ende des 18. Jahrhunderts auf den Zuckerrohrplantagen Bahias arbeiteten. Heute hat Capoeira längst ihren Weg in alle Teile der Welt gefunden, wie nicht zuletzt auch die zahlreichen Capoeiraschulen in deutschen Großstädten belegen. Im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten werden Schläge und Tritte jedoch nur angedeutet, echte Berührungen mit dem „Gegner“ finden nicht statt.

Für Mestre Biriba ist dies alles mehr als Theorie, wie in unserem Gespräch deutlich wird.

Überwiegend kommen seine Schüler aus dem Armutsviertel Morro dos Macacos („Affenhügel“), welches neben infrastrukturellen Problemen auch mit den Verlockungen des Drogenhandels umzugehen hat. Schon früh werden Kinder und Jugendliche mit gutem Lohn für Botengänge und Wachdienste geködert. Da sei es wichtig, „Alternativen zu bieten“, meint Mestre Biriba, der selbst auf dem Morro dos Macacos groß geworden ist und noch heute dort lebt. Und der Sport, und hier vor allem die Capoeira, verfolge eben dieses Ziel. „Die Kinder von der Straße holen“, laute die Devise und als ich ihn frage, ob er schon Schüler an den „trafico“ (Drogenhandel) „verloren“ habe, scheint es als schlichen sich Tränen in das freundliche Gesicht dieses Mannes. „Nein“, sagt er, und dies sei der größte Lohn für seine tägliche Arbeit, die ihn nicht nur zum Lehrer seiner Schüler, sondern auch zum Freund und Psychologen mache.

Im Rahmen unserer Brasilienreisen, die in Rio de Janeiro enden, könnt ihr das Sozialprojekt Projeto Colina da Fraternidade (Cofra) kennenlernen. Ihr wohnt einer Capoeira-Darbietung von Mestre Biriba bei und wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch gerne daran teilnehmen.

In Rio endet beispielsweise unsere viYoung Brasilien-Paraguay, über die ihr euch auf den folgenden Seiten näher informieren könnt:
www.viventura.de/touren/brasilien/viy-brasilien-paraguay

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