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Salsa in Kolumbien – Wiener Tanzbein trifft kolumbianischen Hüftschwung

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Eines sage ich euch: Kolumbien ist für einen Wiener Salsaschüler wie mich ein echter Schock. Ich bin da wohl in Europa einem ziemlichen Klischee zum Opfer gefallen. Aber dazu später…

Wir Wiener sind ja begnadete Tänzer – zumindest was klassische Tänze angeht. Noch vor dem Schulabschluss landen die meisten von uns in der Tanzschule. Dort lernen wir, Gentleman zu sein – stets zuvorkommend und charmant. Natürlich wird in Wien nicht nur zum Dreiertakt getanzt sondern auch zu lateinamerikanischen Rhythmen, und ich tanze eben gerne Salsa, auch in Wien.

Sicher gibt es Leute, die besser Salsa tanzen als ich; ein paar aufregende Figuren habe ich trotzdem in meinem Repertoire. Und die wollte ich natürlich in Kolumbien ausprobieren. Am liebsten wollte ich einen Salsakurs machen und viele neue Schritte und Figuren lernen, damit ich meine Freunde zu Hause beeindrucken kann.

Kolumbien ist nämlich Salsaland. In Europa verbinden wir Kolumbien immer mit Guerillakrieg und Drogenhandel. Davon ist in der Hauptstadt Bogota nichts zu merken. Das Nachtleben in Bogota hat viel zu bieten, moderne und extravagante Clubs aber auch boheme Bars. Für jedermann ist etwas dabei: Stets mit tollem Ambiente, voll mit Menschen, die sich amüsieren. Und immer wieder ertönt Salsamusik: für mich die Möglichkeit meine Kunst zu zeigen. Also ran an eine Kolumbianerin – und dann die böse Überraschung! Wiener Tanzbein trifft kolumbianischen Hüftschwung…

Ich packte meine Partnerin selbstbewusst in europäischer Tanzhaltung, motiviert mein Können zu zeigen, und legte die ersten Figuren ein, zu meiner Verwunderung nicht gerade mit heftiger Beteiligung meiner Partnerin. Anstelle von Anerkennung für die sportliche Einlage erntete ich ein bemühtes Lächeln. Viele Kolumbianerinnen konnten nicht einmal die einfachsten Figuren wie ein „dile que no“ bzw. „cross-body-lead“! Immer wieder habe ich es versucht, aber nur verständnislose Blicke für den unnötigen Schrittwechsel geerntet. Dann humpelten wir beide ein wenig in der Gegend herum bis wir wieder im Rhythmus waren.

Wenige Sekunden später fand ich mich in einer Position, die es gar nicht mehr ermöglichte, zu Drehungen anzusetzen. Eng aneinander gebunden tanzten wir im Grundschritt. Was nun? Hinzu kommt, dass meine Partnerin das Becken mehr als gewohnt bewegte. Wie sollte ich bloß mit der ungewohnten Nähe umgehen? Zugegeben, unangenehm ist es ja nicht. Oh Mann, was jetzt nun wirklich? Wie ein Brett wollte ich auf keinen Fall dastehen. Nun war ich selber am Zug, mich ein wenig südländischer zu bewegen, nur wie? Irgendwann musste ich mich einfach der Musik hingeben und mich gehen lassen. So wie es eben die Kolumbianer tun.

Salsa ist hier überall zu hören, in Taxis, Supermärkten, Clubs und Bars. Wenn ich mir die Kolumbianer so ansehe, bemerke ich, wie sehr sie die Musik genießen und wie gerne sie dazu tanzen. Qualität geht vor Quantität, die Kolumbianer beeindrucken mich nicht mit komplexen Figuren, sondern mit Rhythmusgefühl und dem Spaß am Tanzen. Und das merkt man ihnen beim Salsatanzen an, sie genießen la pura vida – pure Lebensfreude.

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2 Antworten auf “Salsa in Kolumbien – Wiener Tanzbein trifft kolumbianischen Hüftschwung”

  1. Heike sagt:

    Hallo,
    na dann hoffe ich mal, dass ich als totale Salsa-Anfängerin in Kolumbien nicht so auffalle 😉

    Danke für den schönen Bericht und falls du noch weitere Insider-Infos hast, ich nehme sie gern. Habe ein Auftragswerk über die Kaffeezone zu machen für http://www.cafeteratours.de 🙂

    Herzl. Grüße
    Heike

  2. Andrea sagt:

    Tja so kann man sich irren :o)
    Hier sind viele der sogenannten „Salsatänzer“ ziemlich arrogant und überheblich. Bezeichnen sogar Cubaner als „nichtkönnende Salsatänzer“.
    Sie versuchen sich zich Figuren zu merken und umzusetzten, sind dabei trotzdem stocksteif und verkrampft.
    Oftmals wirklich ein Horror.
    Dagegen ist es immer ein Wohltat in Südamerika zum Tanzen zu gehen. Es ist einfach nur Spaß am Bewegen zur Musik. Es ist nicht wichtig wieviele Figuren du kannst, wichtig ist, seinem Tanzpartner in die Augen zu sehen, sich zum Rhythmus der Musik zu bewegen und nächtelang durchzutanzen. Yeah…… ;o)
    Also….immer locker bleiben, dann klappt es auch mit Salsatanzen.

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Der Autor:

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