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Ecuador: Frauen machen sich selbständig

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Frau, fruchtbar und schön wie die Natur, resperktiert und geliebt, nicht von der zerstörerischen Hand der Menschheit angegriffen …
So steht es neben einem Gemälde an einer Häuserwand in Apuela, einem Dorf im Intal-Tal.

Ich sitze vor einer Bäckerei auf der Bank, warte auf Sonia von der Frauengruppe und genieße die Ruhe und verhältnismäßig milde Mittagssonne. Eine alte Frau sitzt neben mir, sie hat ihre grauen langen Haare zu einem Zopf gebunden und streckt ihre nackten Füße aus. Sie döst, hustet hin und wieder. Dann fragt sie mich, ob ich nicht ein Mittel gegen ihren Husten kenne, sie habe diese Beschwerden, die ihr den Schlaf rauben schon seit drei Monaten. Deshalb sitzt sie hier nun in der Sonne und versucht den Schlaf nachzuholen, den sie in der Nacht nicht bekommen kann. Denn am nächsten Tag wartet die Arbeit. Sonntags ist der große Markt in Apuela, Verkäufer kommen sogar aus dem 80 km entfernten Otavalo um den Anwohnern der Intag-Zone ihre Waren anzubieten. Wenn sie früh da ist, meint Maria Eugenia, so gegen vier Uhr, dann bekommt sie Arbeit – Bohnen schälen. Bis zum Mittag schafft sie einen Zentner für den sie zwei US-Dollar bezahlt bekommt. Wieviel diese zwei Dollar wert sind, das weiß sie nicht. Hier auf dem Land braucht man nicht viel Geld, wenn man seinen eigenen Garten hat und als sie jünger war, da gab es den Sucre als Währung. Ihre Tochter, erzählt sie mir, lebt in der Stadt. Dort hat sie Arbeit gefunden.

Dann sehe ich, dass der Laden öffnet. Sonia kehrt aus der Mittagspause zurück. Das Telefon klingelt, die neue Frauengeneration im Intag-Tal ist gefragt.

Vier Kinder hat Sonia mit ihren 32 Jahren. Früher war sie nur Hausfrau und Mutter. Heute ist sie Vorsitzende der Organisation „Coordinadores de Mujeres de Intag“ (Frauen Koordination Intag), eine Frau mit vollem Terminkalender.
Der Kampf der Bevölkerung gegen die Minenfirmen, die hier ihre Lebensgrundlage Natur zerstören wollen, hat die Frauen bei jenen Versammlungen auf die Idee gebracht, sich zusammenzuschließen, um andere Einkommensquellen zu entwickeln. Die Minen und die von den Firmen versprochenen Arbeitsplätze waren und sind unerwünscht. So entstand vor zehn Jahren die Organisation Mujer y Medio Ambiente (Frau und Umwelt), die begann Handwerk aus Naturprodukten zu entwickeln. 2002 gründeten sie den regionalen Dachverband, der die fünf produktiven und sieben sozialen Projekte der Gegend vertritt.

Heute sind 150 Frauen Teil dieser Organisation. Die Frauen arbeiten selbständig, haben ihre eigenen Einkünfte – sie werden respektiert. Meistens zumindest.
„Mein Mann wollte am Anfang nicht, dass ich arbeite“, sagt mir Sonia. „Mittlerweile versteht er, dass ich trotzdem meine Hausarbeit mache. Solche Bedenken gibt es seitens der Männer immer wieder.“ So arbeiten auch die meisten Frauen von zu Hause aus und entwerfen und produzieren die Taschen aus der Naturfaser der Cabuyapflanze. Sie haben ein eigenes Einkommen und haben sich unabhängiger gemacht.

Der Erfolg gibt ihnen Recht, die Taschen werden in die USA und nach Japan exportiert, die Aloe Vera-Seifen, die die Frauen aus Rosal herstellen, erreichen sogar Europa.

Während unserer neuen viSpecial Ecuador Explore&Help habt ihr die Möglichkeit, Sonia und ihre Kolleginnen kennenzulernen. Weitere Informationen zur Tour findet ihr übrigens unter www.vilinks.net/94a3

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