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Marias Therapeut heißt Pedrolino – und ist ein Pferd

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Ein Wiehern hallt durchs Wohnzimmer. Die 11-jährige Maria Carolina sitzt vor dem Fernseher und schaut sich einen Pferdefilm an. Sie ist aufmerksam, konzentriert und lächelt. Sie liebt Pferde – wie so viele Mädchen in ihrem Alter. Dabei kann sie noch nicht einmal das Wort Pferd sagen.

Maria Carolina ist mit dem Angelman-Syndrom auf die Welt gekommen – einem neurologischen Geneffekt, den eine angeborene Intelligenzstörung, epileptische Anfälle, eine gestörte Psychomotorik und eine fehlende Sprachentwicklung charakterisieren. Im besten Fall wird sie in ihrem Leben fünf verschiedene Worte sprechen können. Maria Carolinas einziges Wort ist bisher „Papa“.

Vor drei Jahren hat sie schon einmal Reittherapie gemacht, die ihr sehr gut getan hat. Denn die dreidimensionale Schwingung des Pferderückens trainiert die Grobmotorik, das Gleichgewicht und die Halte-und Stützfunktionen. Ihre Mama Rocio hat ihr gesagt, dass sie wieder reiten darf. Seitdem ist sie wie ausgewechselt. Sie erinnert sich an die großen Tiere und wartet auf den großen Tag. Sie ist ganz aufgeregt und sitzt aufrecht im Bus.

Rocio und ich bringen sie zum Pferd, da sie nicht ohne Stütze laufen kann. Dann bekommt sie plötzlich Angst, schreit und schlägt um sich. Das Pferd steht geduldig und still. Mit Mühe schaffen wir es, sie auf das Pferd zu bekommen. Die ersten Schritte ist sie total angespannt, dann beruhigt sie sich ein wenig und wir schaffen zwei Runden und ein paar Übungen mit den Armen. Dann reicht es, sie fängt wieder an zu schreien und will nicht mehr. „Sie hat sich tagelang gefreut, sie hat auf jedes Pferd gezeigt, dass sie in einer Zeitschrift gesehen hat und gestrahlt“, sagt Rocio. Keiner versteht, warum sie sich sträubt. Heute hat sie ihre dritte Therapiestunde beendet, mittlerweile sitzt sie alleine auf dem Pferd und macht Übungen mit der begleitenden Therapeutin. Sie legt sich mit dem Kopf nach unten auf das Pferd, reckt die Arme nach oben und seitwärts oder reitet rückwärts.

Die Nutzung der Bewegungen des Pferderückens hat bereits erstaunliche Erfolge in der Behandlung verschiedener physischer und mentaler Erkrankungen und Behinderungen gebracht. Die Arbeit mit den Pferden wird nicht als Therapie empfunden und bewirkt unmittelbare positive Erlebnisgefühle der Freude und des Spaßes.

Wirkungsstätte dieser Therapie ist das Gelände der Stiftung AM-EN, „Amor y Energía – weil die Liebe die mächtigste Energie ist und alles heilen kann“, so die Gründerin Heidi Paliz. 16 Pferde stehen in den Ställen in Tumbaco bei Quito bereit. Jeden Monat werden von ihr ungefähr 400 Kinder behandelt. Japan hat die Reithalle gestiftet, in der mindestens fünf Pferde gleichzeitig gehen, jedes mit einer Führerperson, einem Patienten und je einem freiwilligen Helfer auf jeder Seite.

Seit Februar hat nun auch die von uns unterstützte Stiftung für behinderte Kinder FUSA, die Möglichkeit mit den Kindern alle zwei Wochen zur Therapie zu kommen. Das war vorher nicht möglich, da die finanziellen Mittel für Therapie und Transport fehlten. Hier haben die beiden Stiftungen nun einen Austausch begonnen, die Kinder können gratis reiten während die Therapeuten der FUSA andere Kinder behandeln. Die Finanzierung des Transports ist mittels Spendengeldern der Touren möglich.
Die acht Kinder der FUSA freuen sich nun jeden zweiten Dienstag auf den Ausflug ins Tal und schon gibt es erste Erfolge.

Heidi erzählt, dass sie nie den kleinen Pedro vergisst, der sich nach einer Reittherapie aus seinem Stuhl aufrichtete und zum ersten Mal in seinem Leben aufstand: „Nie werde ich den stolzen Blick vergessen, mit dem er uns zurief: Miren me, ahora puedo pararme!“ („Schaut, jetzt kann ich aufstehen!“)

Ähnliche Erfolge erhoffen wir uns für alle Kinder der FUSA. Vielleicht lernt Maria Carolina dann bald ein weiteres Wort dazu.

Weitere Informationen zur Stiftung oder wie ihr selbst helfen könnt findet ihr auf unseren Seiten unter:
www.viventura.de/helfen/ecuador/fusa.php

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