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Ecuador: Tourismus für die Kinder von Morgen

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Als ich pünktlich um neun Uhr morgens das Hotel in Berlin Friedrichshain betrete, ist selbst an der Rezeption niemand zu sehen. Im Restaurant nebenan arbeiten ein paar Leute – ich frage jemanden, wo ich den Schamanen aus Ecuador finden kann. Ein Mann mit weißer Schürze lotst mich durch die Tür auf die gegenüberliegende Seite des Hinterhofes. Während ich mit ein paar anderen Leuten auf den Fahrstuhl warte, lasse ich meinen Blick durch die elegante Eingangshalle schweifen und frage mich, ob sich ein Schamane, der gerade aus den Wäldern Ecuadors eingeflogen wurde, hier wohl fühlt.

Der Schamane heißt Tzamarenda Naychapi und ist vom Stamm der Shuar. Um im Dschungel Ecuadors zu überleben, bauen er und seine Stammesgenossen Gemüse an, jagen, fischen und sammeln Wildfrüchte. Obwohl erst 36 Jahre alt, ist Tzamarenda bereits Schamane und Heiler beim Volk der Shuar.

Aber der Schamane will nicht nur heilen. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft ist er nach Deutschland gekommen, um für einen „intelligenten Tourismus“ zu werben. Er reist durch die deutschen WM-Städte und fordert bei Veranstaltungen und Pressekonferenzen die Menschen zu nachhaltigem Tourismus auf: Touristen sollen die Umwelt schonen und Einheimische und ihre Lebensräume respektieren.

Mittlerweile wartet schon eine große Gruppe mit mir auf den Fahrstuhl. Ich habe Glück und passe noch mit hinein, als er endlich kommt. Oben angekommen können wir uns gerade noch einen Kaffee vom reichhaltigen Frühstücksbuffet nehmen und uns einen Platz suchen, bevor es plötzlich hinter uns zu klirren und zu klimpern beginnt.

Hier geht es weiter:
Ein kleiner, dunkelhäutiger Mann betritt die Bühne. Um die Taille ist er nur mit einem knappen Schurz bedeckt, Federn Ketten und anderer Schmuck hängen um seinen Hals. Mit einem Speer in der Hand begrüßt er uns, wie es in seinem Volk üblich ist: Er reckt den Speer in die Luft und ruft immer wieder irgendetwas in seiner Sprache. Plötzlich wirkt er nicht mehr so klein und zurückhaltend, sondern unerschrocken und fest entschlossen.

Die Shuar gelten als die „wilden Krieger“ des Urwalds. Über Jahrhunderte führten sie blutige Kriege. Der Schamane sagt, dass angeblich selbst die Spanier die Shuar nicht besiegen konnten. Ihnen wie allen anderen ihrer Opfer schnitten die Shuar-Krieger die Köpfe ab, um diese als Trophäen aufzubewahren. Die Geschichte seines Volks sei zwar niemals schriftlich festgehalten worden, aber seine Vorfahren hätten sie über Generationen mündlich überliefert.

Mittlerweile sind die Shuar aber ein äußerst friedliebendes Volk geworden. Obwohl sie im Wald unter sehr einfachen Bedingungen leben, legen sie sehr viel Wert auf Bildung und die Weiterentwicklung ihres Stammes. Der Schamane sagt, dass keiner seiner Stammesbrüder seinen Lebensraum verlassen würde, um in die Stadt zu ziehen und dort ein „modernes“ Leben zu führen. Er ist sich sicher, dass die westliche Welt noch sehr viel von den Völkern des Urwaldes lernen kann, um wieder ein anderes Bewusstsein unseres Lebensraums – der Natur – zu bekommen und sich vergessener menschlicher Werte zu erinnern. Dem Schamanen zufolge „lebt die Welt sklavisch und glaubt, dass das Geld die Basis des Wohlbefindens ist, was bedeuten soll, dass ‚haben‘ mehr Wert ist als ’sein‘.“

Aber der Schamane ist nicht nur deswegen nach Deutschland gekommen. Er ist auch im Auftrag der WM unterwegs. So fährt er gleich im Anschluss an die Veranstaltung ins Berliner Olympiastadion, um dieses zu reinigen und von bösen Geistern zu befreien. Wir sind gespannt, welch erstklassiger Fußball uns in diesem Stadion nun zu erwarten hat.

Wer selbst gerne einmal in den Lebensraum der Shuar eintauchen möchte, vielleicht sogar, um von den Shuar noch etwas zu lernen, und wer sowieso schon immer mal wissen wollte, was Ecuador außer Fußball noch so zu bieten hat, kann diese Gelegenheit bei einer unserer Ecuador-Reisen nutzen. Mehr Infos dazu gibt es hier www.ecuador-erlebnisreisen.de.

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