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Wenn das Geld für den Schulbus nicht reicht…

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5:30 Uhr: Abel, 14 Jahre alt, macht sich auf den Weg zur Schule. Nach einer Stunde Fußmarsch erreicht er die erste Bushaltestelle, hier wartet er auf den Bus, dies kann eine Minute aber auch eine Stunde dauern. Abel hat Glück, der Bus kommt sofort. Nach 40 Minuten erreicht Abel das Zentrum der Stadt, hier muss er noch einmal umsteigen. Jede Busfahrt kostet für Schüler und Studenten ca. 30 Cent. Im Monat gibt Abel ungefähr 20 Euro für den Bus aus. Abels Familie ist nur eine von vielen, die das tägliche Schulgeld für ihre Kinder nicht aufbringen können.

Abel besucht eine staatliche Schule, die zwar kostenlos ist und vom Staat finanziert wird, jedoch ist diese Ausbildung sehr, sehr einfach und kann nicht mit unserer deutschen Schulausbildung verglichen werden. Es gibt neben den staatlichen Schulen zahlreiche private Schulen. Für eine halbwegs gute Schulausbildung muss man in Chile mindestens 100 Euro im Monat investieren. Eine der besten Schulen in Chile ist die deutsche Schule in Santiago. Neben einer einmaligen Aufnahmegebühr von ca. 1000 Euro, kostet diese ca. 400 Euro im Monat Schulgebühren. Wenn man jedoch bedenkt, dass das Mindesteinkommen in Chile bei ca. 120 Euro im Monat liegt und eine Familie durchschnittlich drei bis vier Kinder hat, ist klar, dass sich nur wenige solch eine Schule leisten können.

Ohne eine sehr gute Schulausbildung hat man kaum eine Chance die Aufnahmeprüfung für die Unis zu bestehen, außerdem betragen die monatlichen Gebühren für die Unis wiederum ca. 100 bis 500 Euro im Monat. Im Durchschnitt kostet eine komplette Ausbildung (Schule und Universitäten) ca. 120 000 Euro.

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All diese Faktoren führen dazu, dass viele Familien keine Möglichkeit sehen, ihren Kindern eine solide Schulausbildung zu bieten. Daher halten sie meist ihre Kinder nicht dazu an, die Schulpflicht zu erfüllen, sondern zwingen sie arbeiten zu gehen, erklärt mir der Direktor Luis Castro unserer Kindertagesstätte “Los Pinos” in Santiago.

Luis selbst wuchs in einer ähnlichen Situation auf wie die Kinder des Projektes: seine Familie war sehr arm, sein Vater Alkoholiker. Dank einer sozialen Einrichtung, einem Bankkredit und sehr viel harter Arbeit schaffte er es, Psychologie an einer Universität zu studieren.
Er ist äußerst engagiert, verzichtet selbst auf ein hohes Einkommen und hilft den Kindern im Viertel mit seinen sehr guten Fachkenntnissen in ihrem Leben voranzukommen. Er setzt all seine Kraft ein, um den Schülern der Kindertagesstätte den täglichen Schulbesuch zu ermöglichen. Auch wir unterstützen dies, indem wir mit Hilfe der Patenschaftsgelder die Kosten für den Schulbus von mehreren Schülern des Projektes finanzieren.

Dies ist zwar alles nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein, aber jedes Kind, das durch unsere Hilfe die Schule besuchen kann, ist ein Erfolg. Abel ist einer der Schüler, der jeden Tag zur Kindertagesstätte “Los Pinos” zum Mittagessen und Hausaufgaben machen kommt. „Dank der Patenschaft kann ich jeden Tag ohne Sorgen den Bus zur Schule nehmen. Meine Familie kann sich das tägliche Busgeld für mich und meine vier Geschwister nicht leisten, das ist fast genauso viel wie mein Vater im Monat verdient”, erklärt mir Abel.

Chiles Bildungssystem zielt darauf, die Armen weiterhin ungebildet zu lassen und somit arm zu halten. So behält die exklusive reiche Klasse weiterhin ihre Macht und die Arbeitskräfte sind nach wie vor sehr günstig. Im Juni dieses Jahres kam es deswegen zu großen Schüleraufständen und Streiks in Santiagos Straßen und Schulen. Studenten protestierten und forderten den kostenlos Bustransport und Streichung der Kosten der Uniaufnahmeprüfungen sowie eine generelle Umstrukturierung des Schulsystems. Durchgesetzt wurde jedoch nur die kostenlose Aufnahmeprüfung an den Universitäten. Viele Familien müssen also weiterhin Kredite aufnehmen, um ihren Kinder eine Ausbildung zu ermöglichen und müssen ihre hohen Zinsen Jahre später immer noch abbezahlen.

Abel und die Anderen, die jetzt durch unsere und eure Hilfe jeden Morgen das Geld haben, um den Bus zur Schule zu bezahlen haben nun endlich eine etwas gerechtere Chance, um ihre Schulausbildung gut beenden zu können.

Wenn ihr eines unserer Patenkinder bei ihrer Schulausbildung unterstützen wollt, weitere Infos unter folgendem Link:
www.viventura.de/helfen/chile/patenkinder.php

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