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Abenteuer auf vier Rädern in Ecuador

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4055945802_1417f9d4d1Nach zwölf Jahren in Ecuador entschloss ich mich, daß nun die Zeit für ein eigenes Auto gekommen sei, und so begann mein Abenteuer im ecuadorianischen Straßenverkehr. Vorbei die Zeit des gemütlich durch die Gegend geschaukelt werden, Konzentration war nun angesagt. Ein Auto vor mir blinkt rechts, und biegt dann links ab??? Parklichter, was ist das wohl? Auf den Knopf mit dem Dreieck drauf drücken und stehen bleiben wo immer es sein mag.

Autos von der Grösse einer Ameise, die vor jeder Kurve ausholen als wären sie ein Sattelschlepper. Schon seltsam so ein Zig-Zag fahrender Verkehrsteilnehmer. Oder Busse, die plötzlich eine Vollbremsung hinlegen und Passagiere rein-oder rausspringen lassen, natürlich ohne jede Bushaltestelle in Sichtweite. Klar bin ich das vom Bus fahren irgendwie gewohnt, aber jetzt muss ich auf einmal selbst drauf reagieren. Das hebt den Stresslevel doch enorm. Die rechte Spur ist meistens die einzige freie und bestens geeignet um gelassen an allen Hindernissen vorbei zu ziehen. Hat aber doch etwas gedauert bis ich das einigermassen entspannt konnte.

Quito bei Nacht

Dort wo es Standstreifen gibt sind sie oft umfunktioniert zu mobilen oder fest installierten Läden. Frische Früchte der Saison, Möbel, Spielzeug, Haus-und Nutztiere, Essen in allen Variationen und natürlich Autowerkstätten, nehmen oft den gesamten Standstreifen und ein wenig mehr in Beschlag. Je nach Strassentyp werden vor diesen Geschäften auch gerne mal Verkehrsberuhigungen eingebaut, das Angebot soll ja schliesslich in Ruhe bewundert werden können. Überhaupt, von diesen Geschwindigkeitsbrechern existieren jede Menge im ganzen Land. Natürlich nicht immer markiert oder von Hinweisschildern begleitet, dass kann dann schon mal zu heftigen Hüpfern oder Vollbremsungen führen. Apropos Hinweisschilder: Schilder wie „Stop“ oder „Absolutes Halteverbot“ scheinen genauso wie rote Ampeln eher Empfehlungs-Charakter zu haben. Reflektierende Linien, Begrenzungspfosten mit Reflektoren oder sonstige Orientierungshilfen bei Dunkelheit sind auch eher spärlich zu finden. Das führt bei Nacht zu recht viel Fernlicht auf den Straßen, was meistens bei Gegenverkehr nicht wirklich abgeblendet wird.

quito

Aber das vielleicht seltsamste für einen Österreicher wie mich ist, daß es niemanden zu geben scheint der den Verkehr ernsthaft kontrolliert! Radarfallen hab ich noch keine gesehen, Alkoholkontrolle erst recht nicht und der Polizei mangelt es an Benzin und Personal. Wenn sie präsent ist, scheint sie auch nicht wirklich um die Einhaltung der Verkehrsregeln besorgt. Da ich meinen europäischen Führerschein aber nicht länger als drei Monate hier benutzen darf, muss ich mich bald mit den ecuadorianischen Verkehrsregeln auseinandersetzen. Bin schon gespannt ob es eine Gemeinsamkeit zwischen Theorie und Praxis gibt. Für mich steht jedenfalls jetzt schon fest, daß die Fahrer bei unseren Ecuador Touren wahre Helden sind, weil sie mit einer Gelassenheit hier fahren, die mir immer noch unglaublich erscheint.

Habt ihr selbst Erfahrung als Fahrer oder Beifahrer in Ecuador oder anderen südamerikanischen Ländern? Wie war es für Euch?

Teilt doch eure Erlebnisse mit uns, damit wir uns alle besser auf die Besonderheiten unseres geliebten Subkontinents einstellen können.

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8 Antworten auf “Abenteuer auf vier Rädern in Ecuador”

  1. Andrea sagt:

    Hi Tom,
    ein schöner Bericht. Danke schön. Ich hab ja schon sehr schmunzeln müssen, aber mach dir keinen Kopf, das packst du schon. :o)
    Grüße

  2. Klaus-P. Voss sagt:

    Hallo Thomas,
    bei diesem Thema gehen meine Gedanken in unsere gemeinsame
    Vergangenheit und rufen bei mir ein Schmunzeln hervor.
    Ich hoffe, ich war Dir ein gestrenger, aber guter „Fahrlehrer“ , der
    Dir gezeigt hat, wie flottes und allen Situationen flexibel angepasstes Autofahren geht. Darum enttäusche mich auf meine alten Tage nicht.
    Viele Grüsse Klaus

  3. Kalle Gottschalk sagt:

    Hallo Tom,
    deine Beschreibung trifft das Ganze sehr genau. Wir haben es auch oft sehr erlebt und waren froh, daß wir nicht selbst fahren mußten. Unser Fahrer Manuel kannte das Ganze nur zu gut und hatte uns geschickt und auf jeden Fall mit viel Sicherheit durch den Autodschungel geschlängelt.
    Gestern haben Annette und ich noch mit J. Finke über Dich und Ecuador gesprochen. Wäre ja schön, wenn noch ein paar Leute aus Old Town Büren sich trauen würden das Land zu besuchen.
    Viele Grüsse aus Büren Kalle

  4. Tom sagt:

    Hola Andrea,

    es ist ja wirklich auch oft zum Lachen, wenn du hier unterwegs bist, nur manchmal wird es dann halt plötzlich ernst. Aber auf alle Fälle ist es einfacher die Dinge mit Humor zu nehmen, dann geht das alles schon irgendwie.

    Liebe Grüsse, Tom

  5. Tom sagt:

    Hallo Klaus,

    freut mich ja, daß du den Weg in unseren Blog gefunden hast! Bestimmt haben die Fahrübungen mit dir viel dazu beigetragen, daß ich den ecuadorianischen Straßenverkehr bisher gut überstanden habe. Du hast ja selbst vor Jahren erlebt wie es auf Ecuadors Strassen zugeht. Seitdem ist der Strassenbelag vieler Wege zwar besser geworden, aber es gibt auch viel mehr Autos und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer hat sich nicht entschieden verändert. Viele Leute meinen sie wären noch auf dem Lande, dabei leben sie in einer Millionenstadt wie Quito. Da ist es natürlich schwieriger eben vor dem Haus des Nachbarn zu halten um zu schwatzen 🙂

    Liebe Grüsse, Tom

  6. Tom sagt:

    Hallo Kalle,

    glaub ich dir, daß du froh warst nicht fahren zu müssen, ging mir ja auch selbst jahrelang so 🙂 Mit Manuel hattet ihr einen unserer erfahrensten Fahrer. Ich bewundere wirklich immer seine Gelassenheit. Schön, daß ihr euch in Büren an den verlorenen Sohn in Ecuador erinnert 😉 Ich weiss ja auch nicht genau, warum Ecuador bisher nicht so auf Begeisterung stösst in meiner alten Heimat. Aber Dank deiner Familie und dir, gibt es ja jetzt neben meinen Eltern noch mehr Bürener, die Ecuador erlebt haben und vielleicht kann das ja noch andere motivieren sich in das Abenteuer Ecuador zu stürzen.

    Liebe Grüsse, Tom

  7. Kristina sagt:

    Hallo,
    also ich würde auch nicht selber fahren wollen.
    Krass fand ich es vor allem auch immer in den Bergen auf den Buckelpisten und nah am Abgrund …
    Ich sag nur Bolivien-Strasse des Todes …
    Oder im Rückfahrtsgang den Berg rauf bei der Fahrt nach Potosí wegen der Übersetzung …
    Man wundert sich wirklich, dass im Grunde so wenig passiert.
    In Sri Lanka war ich im Feb. erst, und da mit dem Linksverkehr ist es noch n Zacken krasser. Es gibt da auch kaum Autovermietungen, und mir ist schon klar, warum 🙂

  8. Tom sagt:

    Hola Kristina,

    mit dem Linksverkehr musst ich mich zum Glück noch nicht ernsthaft auseinandersetzen. Würde mir gerade noch fehlen 😉 Vielleicht hat ja der grösste Autoverleih hier im Lande zugemacht, weil es kein gutes Geschäft war? Mir geht es da wie dir: Ich wundere mich auch immer wieder, daß es nicht zu mehr Unfällen kommt.

    Saludos, Tom

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Der Autor:

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