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Butch Cassidy & the Sundance Kid, eine etwas andere Südamerikareise Teil II

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Und hier der versprochene zweite Teil der vielleicht wahren Geschichte über Butch Cassidy and the Sundance Kid. (Hier geht es zum ersten Teil.)

April 1906, vier Monate nach dem Überfall in Villa Mercedes, besuchte Sundance kurz Cholilla in Patagonien, um die Schafe und Pferde zu verkaufen die Butch und er bei einen galizischen Bauern gelassen hatte. Ethel war mittlerweile in San Francisco. Sie war für immer in die USA zurückgekehrt, und Butch befand sich in Antofagasta, auf dem weg nach Bolivien.

Butch (unter Verwendung des Alias “Santiago” Maxwell) fand dieses Jahr Arbeit in einer Zinnmine namens Concordia, auf über 5000 m in den bolivianischen Anden. Sundance konnte als Pferdedressierer beim Eisenbahnbau in der Nähe von La Paz unterkommen, er arbeitete eine Zeit und traf sich nachher mit Butch in Concordia, wo seine Aufgabe im Beschützen der Geldtransporte bestand…

Der Assistent des Administrators, Percy Seibert wusste, dass seine Angestellten Kriminelle waren, aber er hatte nie Probleme sich mit den Beiden zu verständigen. Nachdem Seibert die Führung der Mine übernahm waren die beiden oft Sonntagsgäste an seinem Abendtisch. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden saß Butch immer mit Blick zum Tal und zum Weg zu Seiberts Haus.

Butch wollte sich endlich als ordentlicher Farmer niederlassen. 1907, kamen er und Sundance nach Santa Cruz de la Sierra, ein Dorf in der östlichen tropischen Savanne, und Butch schrieb an seine Freunde in Concordia, dass er „den Ort gefunden hatte, den er 20 Jahre lang gesucht hatte“. Jetzt, mit seinen 41 Jahren plagte ihn wohl sein Gewissen. „Wenn ich 20 Jahre zurück könnte… ich wäre glücklich“. Er war begeistert von all dem, was das gute Land hergab, genug Wasser und Gras, und machte eine Vorhersage: „Wenn ich nicht sterbe werde ich bald hier wohnen“.

1908, nachdem der besoffene Sundance öffentlich über seine kriminellen Heldentaten protzte und beide ihre Arbeitsstelle in der Mine verlassen mussten (obwohl es in der Mine keinen Hinweis gegen ihr vorbildliches Verhalten gab), beschuldigte Seibert die Beiden, die Täter mehrerer Überfälle in Bolivien zu sein. Er sagte z.B., dass sie die Lohngelder des Eisenbahnbaus bei Eucaliptus geklaut hatten. Tatsächlich wurde der Ort 1908 zweimal überfallen. Nach Berichten der damaligen Zeitungen waren die Täter des ersten Überfalls „drei Yanquis, die unter Vertrag standen“.  Später diesen Monat tauchten sie in Tupiza auf, eine kleine Stadt im Süden Boliviens. Sie versuchten eine lokale Bank zu überfallen – vielleicht, um ihre Rente in Santa Cruz zu finanzieren? Die Ganoven brauchten einen Platz, um sich zu verstecken und sie fanden ihn im Camp des englischen Ingenieurs A.G. Francis, der beim Goldabbau in der Region arbeitete. Sie fragten ihn, ob ihre Mulis dort rasten könnten. Francis erlag deren Charisma und sie blieben einige Wochen bei ihm. Butch war oft in Tupiza in diesen Tagen und überwachte die Bank. Leider war eine Einheit der Armee die Tupiza besuchte  im Hotel gegenüber der Bank untergekommen… sehr ungünstig. Frustriert und müde abzuwarten, dass die Soldaten abziehen, wurde er auf Aramayo, Franke und Co., die Minen in der Zone hatten, aufmerksam.  Über einen nicht bekannten Arbeiter der Aramayo Firma erfuhr Butch, dass der Verwalter Carlos Peró bald mit 80000 Bolivianos (eine halbe Million heutige Dollar) von Tupiza zur Mine in Quechisla unterwegs sein würde.

Am Morgen des 3. November machte sich Peró mit seinem Sohn Mariano und einen Arbeiter auf den Weg – das Päckchen mit dem Geld hatte er in einen handgenähten Stoffbeutel versteckt. Butch und Sundance folgten unauffällig die kleine Karawane. Nachdem diese in eine Hacienda übernachtete und am nächsten Morgen weiterging waren die Bankräuber schon vor ihnen und beobachteten mit Ferngläser wie sich die drei die Huaca Huañuska (Steigung der toten Kuh auf Quechua) hocharbeiteten. Um 9:30 h stoppten Butch und Sundance die drei an einer kaktusübersähten Stelle. Sie waren mit modernden Mauser-Karabiner bewaffnet, hatten Colts und jede Menge Munition am Gürtel, hatten dunkelrote Kleider und große Hüte an und versteckten ihre Gesichter hinter Tücher. Eine Wild-West Szene im Bolivianischen Hochland… Sie nahmen das Geld, letztendlich nur ein Drittel der erhofften Summe, und einen Muli und verschwanden. Die Perós und der Arbeiter gingen weiter Richtung Norden bis zum Dorf Guadalupe, von wo er einen Zettel mit der Nachricht des Überfalls mittels Boten nach Tupiza sendete. Bald erreichte die Nachricht über Telegraph alle Dörfer der Gegend. Auch die Grenzdörfer auf Chilenischer und Argentinischer Seite wurden alarmiert.

Die Bankräuber ritten nach Süden über unbewohnte Gegenden und passierten Tupiza im Schutze der Dunkelheit. Sie trafen Francis. Butch ging zu Bett, denn er war krank, aber Sundance blieb auf und erzählte Francis vom Raubüberfall. Er erzählte auch, dass er „viele Versuche gestartet hatte, um als gesetzestreuer Farmer Fuß zu fassen, und alle waren durch die Detektiven, die ihn verfolgten, gescheitert“.  Auch sagte er Francis „er hätte nie jemanden umgebracht oder verletzt, ohne dass es Notwehr gewesen wäre und dass er nie arme Leute beraubt hätte sondern nur große Firmen“.

Doch dieses Mal hatte er Lohngelder von Bergarbeitern geklaut und diese Arbeiter suchten jetzt zusammen mit bewaffnete Armee-Patroullien die Gegend ab und sicherten die Bahnhöfe. Butch und Sundance baten Francis sie nach Norden zu begleiten, er wunderte sich als sie ihn sagten sie wollen nach Norden, nach Uyuni, ihr Ziel war vermutlich Oruro (eine grössere Stadt nördlich von Uyuni mit tausenden ausländischen Bürgern) unter denen die beiden sich unauffällig versteckt hätten können. Doch es kam anders und nach einen Tag suchten sie Unterschlupf im Dorf San Vicente fast 4500 m hoch gelegen und etwa 120 Km von Tupiza entfernt. Sie trafen den „Bürgermeister“ Bellot der ihnen eine Unterkunft besorgte, ein fensterloses Zimmer im Innenhof eines Hauses. Bellot unterhielt sich mit den Beiden, sie wollten Informationen über die Wege nach Norden und nach Argentinien. Als Bellot weg ging, ging er direkt zu einem anderen Haus, wo sich 3 Soldaten und ein Polizist aufhielten. Sie waren am Nachmittag angekommen und hatten Bellot angewiesen, er sollte Ausschau halten nach zwei Yankees mit einem schwarzen Muli…

…Butsch Cassidy und Sudance Kid (Paul Newman und Robert Redford) laden am Ende des Filmes noch einmal ihre Waffen, tauschen ein paar coole Sprüche aus und Stürmen aus einer Plaza die von Soldaten umzingelt ist.  Der Film geht zu Ende in der Szene wo beide verwundet in den (fast) sicheren Tod schauen…

Aber am Ende der vielleicht wahren Geschichte pirschen sich die drei Soldaten un der Polizist an das Haus, als sie reinschauen steht Butch am Eingang, schießt und tötet einen der Soldaten.  Die anderen gehen in Deckung und schießen zurück. Leutnant Concha bittet Barran ein Paar Männer zu organisieren, die hinter dem Haus bewachen sollen, damit die Banditen kein Loch in die Mauer graben und fliehen können.  Sie halten die ganze Nacht über Wache und als sie am Morgen in das Haus hereinschauen finden sie Beide tot, mit Schusswunden an den Beinen und in der Schläfe.

Nachdem die Kriminellen in San Vicente begraben waren und das Geld in einen Lederkoffer deponiert war, haute Leutnant Concha samt Koffer nach Uyuni ab und ließ die Aramayo Company Monate lang vor Gericht um das Geld und den Muli kämpfen.

Da Butch und Sundance in einen anonymen Grab endeten wurde dessen Tod vor 1930 nicht öffentlich in den USA bekannt. Mehrere Versionen ihres Todes hatten sich in drei Kontinenten breitgemacht, und so starben die Revolverhelden auch mehrmals:

Butch starb dreimal im Jahr 1900 – einmal erstochen in  Paris, zweimal erschossen, in einer Auseinandersetzung in den Tropen und in einen Bordel in New Mexico.  Sundance wurde von einen unbekannten in Venezuela ermordet, auch wurde er jeweils von der Polizei Boliviens, Chile und Argentiniens erschossen. Auch starben Butch, Sundance und Ethel 1911 in ein Hinterhalt in Mercedes, Uruguay. Man Sagt Butch starb 1920 in Vemel, Utah , 1930 in Oregon und Denver, Colorado, nochmal 1932 auf einer Insel in Mexico, 1935 in den Chilenischen Anden, 1937 in Tombstone, Arizona, zweimal in Spokane, Washington 1937 und dreimal zwischen 1937 und 1940 in Nevada, Goldfield und Las Vegas…

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4 Antworten auf “Butch Cassidy & the Sundance Kid, eine etwas andere Südamerikareise Teil II”

  1. Kristina sagt:

    Schön, endlich die Fortsetzung!!
    Danke!!
    VG
    Kristina

  2. Valentino sagt:

    Sehr interessant, die Geschichten hinter der Geschichte. Aber etwas holprig zu lesen durch die zahlreichen Rechtschreibfehler. Habt Ihr keinen Lektor ?

  3. Edith Grassner sagt:

    An sich interessant, kenne schon einige Geschichten von B.Cassidy, weil ich mich auf meine Chile-Reise vorbereite, aber: Es sind viele Rechtschreibfehler drinnen, Fallfehler und – das Imperfekt von reiten heißt: ritten und nicht reiteten.
    Bitte besser aufpassen!

  4. Nicole sagt:

    Hallo Valentino und Edith,

    vielen Dank für eure Kommentare und den Hinweis auf die Fehler im Text. Da wir fast alle (die Schreiber) in Südamerika leben schleichen sich manchmal solche Grammatik- oder Rechtschreibfehler ein.

    Ich lese immer alle Texte Korrektur – leider ist mir dieser Artikel in diesem Monat „durch die Lappen gegangen“. Ich bitte dafür um Entschuldigung und hoffe, dass es sich jetzt flüssiger ließt.

    Liebe Grüße
    Nicole

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Der Autor:

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