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Titos zu Hause

27. Sep 2008Allgemein 0 Kommentare

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Zeltcamp vom Sozialprojekt Casa de los Pinos 2008.

Eine warme Sommernacht auf dem Land etwas außerhalb von Santiago. Ich sitze zusammen mit den Kindern von Los Pinos um das Lagerfeuer. Es werden Geschichten erzählt und gesungen. Nach einer Weile heißt es einstimmig: „Tito erzähl uns einen Witz!“ Vor versammelter Mannschaft und beim Schein des Feuers beginnt Tito, uns zu unterhalten. Alle lachen und wollen noch mehr.

Tito hat ein Talent für die Komödie und das Theaterspielen. Gegenüber den Anderen ist er immer aufrichtig und jeder mag ihn.

Im Alter von fünf Jahren kam Tito zusammen mit seinen drei älteren Brüdern das erste Mal ins „Casa de los Pinos“. Heute ist er 13 Jahre alt und erinnert sich genau an die ersten Jahre, in denen er das Projekt besuchte. „Mein Vater hat den ganzen Tag gearbeitet und meine Mutter, hat nicht mehr bei uns gelebt. „Los Pinos“ war der einzige Ort, wo wir hin konnten. Die „tios“ (Betreuer) haben sich den ganzen Tag um uns gekümmert. Wir haben zusammen Hausaufgaben gemacht, gespielt und Ausflüge unternommen und in den Ferien sind wir zelten gefahren.“ erzählt Tito.

Für Tito und die anderen Kinder ist das Casa de los Pinos ein zweites zu Hause. Sie kommen alle aus dem Stadtteil Puente Alto in Santiago. Dort leben 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die Missstände im Viertel sind vor allem Wassermangel, knappe Stromversorgung und die unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.

Die Kinder sind dadurch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen.

Im Casa de los Pinos werden sie nach der Schule von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut. Nun droht der sozialen Einrichtung das Aus aufgrund der unerwarteten Absage über die weitere finanzielle Unterstützung seitens des chilenischen Jugendamtes „SENAME“.

Projekte wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen, werden künftig bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt.

Zusammen mit viSozial e.V. unterstützen wir das „Casa de los Pinos“ seit 2005. Die Gemeinsamen Erfahrungen und die vielen individuellen Geschichten und Schicksale der Kinder haben uns fest zusammengeschweißt. Wir möchte die wertvolle Nachmittagsbetreuung der 150 Kinder aufrechterhalten und als Projekt übernehmen und fördern.

Hierfür benötigen wir Eure Hilfe.

Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.

Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.

Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.

Wenn Tito groß ist, möchte er gern Sportlehrer werden und im Casa de los Pinos arbeiten. Denn dort, so berichtet er mir, „sind alle wie eine große Familie. Ich wurde hier niemals allein gelassen und auch nicht meine Brüder oder die anderen Kinder. Wenn das Casa de los Pinos nicht wäre, säßen wir alle auf der Strasse ohne irgendetwas zu machen. Deshalb ist es wichtig, dass es weitergeht. Wir sind viele, die das “ Casa de los Pinos” brauchen.“

Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial – Mitarbeitern in Chile :

[email protected]
[email protected]

und unter:

http://visozial.org/chile/

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