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Ecuador: Das Erbe von Chevron/Texaco

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Mit dem Dokumentalfilm „Crude“ über die weltweit größte Anklage einer Bevölkerungsgruppe gegen einen Multikonzern, wurde am gestrigen Abend das EDOC-Dokumentalfilm Festival in Quito eröffnet. Drei Jahre lang hat der Amerikaner Joe Berlinger die Auseinandersetzung zwischen dem US-Ölgiganten Chevron, einst Texaco und den 30.000 anklagenden Amazonas-Einwohner der Stämme der Cofanes, Secoyas und Sionas mit seinem Kamerateam begleitet. Der Film zeigt David gegen Goliath: Pablo Fajardo, engagierter Anwalt der Betroffenen, und die hoch dotierten Verteidiger des mächtigen Konzerns streiten vor Gericht. Im Laufe der Zeit gewinnt die Klägerseite mehr und mehr einflussreiche Fürsprecher: Amazon Watch startet die „Clean Up Ecuador“-Kampagne, Präsident Correa stattete der betroffenen Region einen Besuch ab, Sting und dessen Frau Trudie Styler machen den Skandal beim Live Earth-Konzert in New York publik, Vanity Fair bringt eine Cover-Story und CNN verleiht den „Heroes Award“.

Doch nachwievor sind die verbliebenen 339 Auffangbecken, die Texaco in seiner Zeit in Ecuador von 1964-1992 schaffte, ungesäubert, die toxischen Inhalte fließen ungefiltert einfach in die Flüsse in den Kinder baden, Mütter die Wäsche waschen und das Wasser zum Kochen suchen sowie Väter noch bleibende Fische fangen. Die Anklage läuft schon 15 Jahre inklusive der Forderung mit umfunktionierten Bohrtürmen das verseuchte in den Untergrund zu pumpen, der Bevölkerung Schadenersatz zu zahlen und nachhaltige Entwicklungsprojekte zu finanzieren ist bisher nicht umgesetzt.

Nach Schätzungen von unabhängigen Experten müsste Chevron 27 Milliarden US-Dollar Schadensersatz zahlen, ungefähr soviel wie deren Jahresumsatz ist. Sie haben 3x soviel Schaden angerichtet wie damals beim Unfall der Exxon Valdez entstanden ist und eines erreicht, so Umweltschutzorganisationen: das „Amazonas Tschernobyl“ – eine nachhaltige Zerstörung von Lebensraum in der grünsten Lunge der Erde.

Weitere Infos zur Kampagne und Anklage findet Ihr unter www.chevrontoxico.com. Der Film läuft heute abend nochmal in der Casa de la Cultura in Quito um 19:30, in Guayaquil am Montag im MAAC Cine und am Mittwoch in Cuenca.

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2 Antworten auf “Ecuador: Das Erbe von Chevron/Texaco”

  1. Christiane Pillip sagt:

    Die Vorstellung, dass es über 15 Jahre brauchte, um halbwegs akzeptable Erfolge zu erzielen,macht einen traurig und wütend zugleich.
    Man kann vielleicht dann doch in diesem Zusammenhang vom Segen der Medienpräsenzen sprechen.
    Nur mit ihrer Hilfe kann doch die Verbreitung solcher Skandale möglich sein.
    http://www.avaaz.org/de/chevron_toxic_legacy/?cl=470840013&v=5339
    ich jedenfalls bin durch diese weltweite Organisation aufmersam geworden

  2. Yvonne sagt:

    Hi Christiane, da hast du natürlich Recht., dass hier die Medien auch sinnvolles erzielen 😉 Wir versuchen von hier aus ja auch immer auf solche Missstände aufmerksam zu machen. Ich poste nochmal deinen Link, damit man gleich klicken kann: http://www.avaaz.org/de/chevron_toxic_legacy/?cl=470840013&v=5339

    Liebe Grüße aus Ecuador
    Yvonne

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