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Der Film Mariposa (Butterfly) – Interview mit dem Regisseur Marco Berger

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Berlinale - viventura Interviews

Ich hatte auf der Berlinale 2015 die Gelegenheit mich mit dem Argentinischen Regisseur und Drehbuchautor Marco Berger zusammenzusetzen und ihn im Restaurant Oscar & Co etwas zu seinem Film Mariposa (Butterfly) auszufragen.

Ein Schmetterling, Sinnbild für Wiedergeburt und Neubeginn, symbolisiert Rominas und Germáns Welt, die aus zwei parallelen Wirklichkeiten besteht. In der einen wachsen sie als Geschwister auf, die sich begehren und versuchen, ihre Liebe ohne sexuelle Erfüllung zu gestalten. In der anderen begegnen sie sich als junger Mann und junge Frau, die eine unbeholfene Freundschaft aufbauen, anstatt ihren Gefühlen füreinander zu folgen. Germán findet sich in einer unstimmigen Beziehung mit Mariela wieder. Marielas Bruder interessiert sich für Bruno. Bruno wiederum ist mit Romina zusammen, sucht aber Germáns Nähe. Im spielerischen Wechsel zwischen beiden Realitäten finden sich die Liebenden zu immer neuen Paaren zusammen, um ihren intuitiven Empfindungen nachzuspüren. Scheu. Und gleichzeitig bereit, alles zu verlieren.
Aus seiner faszinierenden Filmidee entwickelt der Teddy-Award-Gewinner von 2011, Marco Berger, ein eindrucksvolles Universum unendlich vielfältiger Liebes- und Freundschaftsentwürfe. Ein von ungewöhnlicher Dynamik beseelter Raum, in dem emotionale Verunsicherung, sexuelle Konfusion, Inzest, Selbsttäuschung, Intuition und spirituelle Verbundenheit ihren Platz haben.

Das Interview mit Marco Berger (Spanisch, mit deutschen Untertiteln über das Menü auswählbar):

Mein Fazit: Marco Berger ist kein Unbekannter auf der Berlinale. 2011 hat er hier schon seinen Film Ausente vorgestellt, mit dem er sogar den Teddy Award abräumte, die Auszeichung für Filme in der Kategorie Schul/Lesbisch/Transgender. Mit dem Experiement Mariposa lehnt sich Marco Berger an bekannte Filme wie Butterfly Effect an und erzählt mehrere Versionen einer Geschichte in ein und dem selben Film. Er tut dies, indem er aus ein und derselben Ausgangssituation verschiedene Varianten – eine tragische und eine komödienhafte Variante – spinnt und mit den verschiedenen Realitäten spielt. Je nachdem, wie der Schmetterling auf einem Ast seine Flügel schlägt, setzt eine Mutter ihr Baby aus oder nicht. Damit verweist der Film mit dem Titel Mariposa (Butterfly) gleich zwei Mal (und vielleicht einmal zu viel) auf die Chaostheorie. Mariposa kommt originell daher, hat jedoch seine filmischen Vorgänger in Sliding Doors (1998) von Peter Howitt oder Lola rennt (1998) von Tom Tykwer. Leider funktioniert der ambitionierte Film von Berger nur halb so gut, gute Unterhaltung ist er trotzdem.

Marco Berger, der Regisseur von "Mariposa" im Interview mit Benno Schmidt von viventura auf der Berlinale 2015

(c) Berlinale 2015

Mariposa (Butterfly) Argentinien 2015, 103 Min Sprache: Spanisch Regie: Marco Berger Dartseller: Ailín Salas, Javier De Pietro, Julián Infantino, Malena Villa

Marco Berger, der Regisseur von "Mariposa" im Interview mit Benno Schmidt von viventura auf der Berlinale 2015

(c) Berlinale 2015

 

Marco Berger, der Regisseur von "Mariposa" im Interview mit Benno Schmidt von viventura auf der Berlinale 2015

(c) Berlinale 2015

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Der Autor:

Benno Schmidt

Benno
Als Marketeer bei viventura schreibe ich am liebsten über meine drei Lieblings-K aus Südameri-K: Kurioses, Kulturelles und Kulinarisches. Meine Liebe zu Lateinamerika habe ich auf einer ... weiterlesen

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