Kleiner Frosch ganz groß

Von viventura s 07.04.09 17:48

Lange Zeit hörte das deutsch-peruanische Forscherteam um die beiden Wissenschaftler Edgar Lehr und Alessandro Catenazzi nur sein Quaken. Es schallte aus den Nebelwäldern des peruanischen Hochlands, den sogenannten "Elfenwäldern", im Manu-Nationalpark. Erst mit Hilfe von Einheimischen war es den Wissenschaftlern möglich, den kleinen Frosch zu entdecken.

Mit seiner braunen Farbe und seiner winzigen Größe mit nur 11,4 Millimetern ist der Pygmäenfrosch (Noblella pygmaea) in den ständigen Nebelschwaden des Waldes sehr gut gegen Feinde getarnt. Der Frosch zählt zu den kleinsten Wirbeltieren, die bisher in einer Höhe über 3000 m entdeckt wurden. Besonders auffallend an dieser Froschart ist, dass die Embryonen das Kaulquappen-Dasein überspringen und nach dem Schlüpfen aus den Eiern sofort nur an Land leben.

In den vielen verschiedenen ökologischen Nischen des Manu-Nationalparks konnten sich viele Tierarten ungestört weiter entwickeln und perfekt an ihren Lebensraum anpassen. Der Pygmäenfrosch sei nur eine von vielen Amphiebienarten, die bisher unerforscht blieben. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren weitere Arten entdeckt werden. Wir werden euch diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden halten!

Tags: Peru, News, Forschung, frosch, Hochland, Nebelwald, Noblella pygmaea, Manu Nationalpark, Wisschenschaft

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