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Gemeindeprojekt in Ecuador – Deysi Collaguazo erzählt

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yunguilla.Educación AmbientalGemeindebasierter Tourismus, auch als Community based tourism bekannt, ist eine Form des nachhaltigen Tourismus, bei dem die lokale, oft ländliche, arme und wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerung Reisende dazu einlädt, ihre Gemeinde zu besuchen und dort zu übernachten. Die Bewohner erhalten so ein Einkommen, von dem ein Teil an Projekte geht, die der gesamten Gemeinde zugute kommen. viventura hat bereits mehrere solcher Projekte in verschiedene Touren integriert. Ein Beispiel ist die Gemeinde Yunguilla in Ecuador.

Yunguilla ist ein kleines Dorf, das mitten im Bergnebelwald liegt. Seit einigen Jahren ist der Ort im Gemeindetourismus aktiv. Einige Familien haben einfache, saubere Zimmer für Gäste und es gibt auch ein zentrales Gebäude mit Schlafräumen. Wir haben mit der Projektverantwortlichen Deysi Collaguazo gesprochen.

Yunguilla

Foto: Blick auf die Gemeinde (Ecoturismo Yunguilla)

1. Woher stammt die Initiative, solch ein Projekt ins Leben zu rufen?
Die Gemeinde von Yunguilla war vor 16 Jahren drauf und dran, den Wald durch Rodung auszubeuten, um das Holz zum Bauen und Heizen zu nutzen. Irgendwann wurde uns bewusst, dass dies keine langfristige Lösung ist. Deshalb wurde die Stiftung „Fundacion Maquipucuna“ ins Leben gerufen, um die Gemeinde beim Umsetzen nachhaltiger und ressourcensparender Projekte zu unterstützen. Zu Beginn stießen die Projekte zum Schutz der Natur auf wenig Interesse bei den Einwohnern, aber im Laufe der Zeit beteiligte sich fast die komplette Bevölkerung von Yunguilla.

2. Gibt es schon Erfolge für die Gemeinde, die auf das Tourismus-Projekt zurückzuführen sind?
Wir haben es geschafft, das Selbstwertgefühl der Gemeindemitglieder zu stärken und konnten dem Wunsch nachkommen, sich im Bereich Bildung zu verbessern. Wir haben eine gemeinschaftliche Organisation aufgebaut und Mikrobetriebe eröffnet, die Milchprodukte und Marmelade verkaufen oder Bäume und Orchideen züchten.

yunguilla.Orquideario

Foto: Orchideenzüchtung (Ecoturismo Yunguilla)

3. Wie stark hat sich die Gemeinde verändert durch den Besuch von Touristen?
Die Gemeinde hat sich stark verändert. Wir haben die Menschen in verschiedenen Bereichen wie Gästeführung und Beherbergung ausgebildet, aber auch im Bereich Ernährung, mit dem Ziel, ihre eigene Ernährungsweise zu verbessern und dies an die Besucher weiterzugeben.

4. Was lernen die Besucher von der Kultur in Yunguilla?
Die Besucher haben die Möglichkeit, den Alltag dieser Menschen kennenzulernen und mitzuerleben. Sie können sehen, wie sie das Land bestellen und ernten, Bäume fällen und lernen wie man Marmelade, Käse oder „Manjar de leche“, eine landestypische Milchcreme, herstellt.

yunguilla.Mermeladas

Foto: Marmeladenherstellung (Ecoturismo Yunguilla)

5. Können Sie uns einen typischen Aktivitäten nennen, die Touristen in Ihrer Gemeinde erleben können?
–    geführte Wanderungen durch den Nebelwald und durch die Gemeinde
–    Vogelbeobachtungen
–    Spiele, die das Umweltbewusstsein fördern sollen
–    Teilnahme an landwirtschaftlichen Aufgaben in den Gemüsegärten der Familien
–    Besuch der Mikrobetriebe zur Marmeladen- und Käsezüchtung und Baumschulen
–    Besuch der Familien zu Hause
–    Gemeinschaftliches Zusammenleben
–    Essen und Unterkunft bei den Familien oder in einem kleinen Gasthaus

6. Wie war das erste Mal, als Reisende in eure Gemeinde kamen?
Zu Beginn war es für alle neu, Besucher in der Gemeinde und sogar in der eigenen Familie zu empfangen. Wir haben aber sehr schnell gelernt, mit den Besuchern zusammen zu leben und mit ihnen zu kommunizieren. Jede Besuchergruppe ist einzigartig für die Menschen in Yunguilla und es gefällt ihnen immer sehr, ihr Wissen und ihre Kultur mit den Besuchern zu teilen. Die Bevölkerung von Yunguilla ist sehr gastfreundlich und kommunikativ, sodass unter Umständen sogar gute Freundschaften entstehen.

yunguilla.Huertos Orgánicos

Foto: Gemüsegärten der Familien (Ecoturismo Yunguilla)

7. Welches ist die Haupteinnahmequelle der Gemeinde?
Wir widmen uns vor allem der Landwirtschaft und Viehzucht. Der Gemeindetourismus ist eine gute Ergänzung zu den traditionellen Aktivitäten.

8. Worauf freuen Sie sich besonders bei einem Besuch von Reisenden?
Uns freut, dass wir auf nationaler und internationaler Ebene bekannt werden. Deshalb versuchen wir, noch mehr Menschen in die Gemeinde zu holen, denn durch die Ankunft der Touristen können die Familien ihr Einkommen erhöhen und haben somit keinen Grund mehr, Yunguilla aus finanziellen Gründen zu verlassen.

yungilla.Trabajo con Voluntarios

Foto: Besucher lernen den Alltag in Yunguilla kennen (Ecoturismo Yunguilla)

Wir bedanken uns bei Deysi Collaguazo für das Gespräch.

Für Community Based Tourism gibt es keine einheitlichen Richtlinien, aber es sollte sich immer um authentische Erlebnisse handeln, bei denen die Besucher aktiv mit der Bevölkerung in Kontakt treten und nicht nur passiv zuschauen. Wichtig ist außerdem, dass die gesamte Gemeinde vom Tourismus profitiert und nicht nur ein paar wenige, um soziale Strukturen nicht zu zerstören.

Unsere Reisenden sind in Yunguilla bei jeweils einer Familie untergebracht. Die Unterkunft ist einfach, jedoch sauber. Jeder Reisende nimmt die Mahlzeiten gemeinsam mit seiner jeweiligen Familie in ihrem Haus ein. Auf diese Weise tauchen Sie tief in die lokale Kultur ein und Sie können sich (wenn auch nur mit Händen und Füßen) mit den Familien austauschen. Der Kontakt zu der einheimischen Bevölkerung ist dem Großteil unserer Reisenden sehr wichtig.

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2 Antworten auf “Gemeindeprojekt in Ecuador – Deysi Collaguazo erzählt”

  1. Hallo Freunde, ich möchte Ihnen für Ihre sehr interessanten Artikel gratulieren, ich möchte dieses Video mit euch teilen, wenn sie wie du einen Kommentar hinterlassen.

    https://www.youtube.com/watch?v=M8b_LhRzV98

    Brüderlichen Grüße für immer
    Marco Antonio

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Der Autor:

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