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Eine Glatze durch Pommes und Hähnchen?

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71566Homosexualität und eine Glatze sind die Folge des Konsums von Hähnchen und Pommes! Das meint zumindest Boliviens aktueller Präsident Evo Morales. Als erster indigener Präsident Boliviens machte er schon zuvor durch kuriose Äußerungen auf sich aufmerksam. Hungerstreik, ein beeindruckender Wahlsieg und eine etwas andere Rede auf einem alternativen Klimagipfel – dies sind nur einige der Höhepunkte der Karriere des Evo Morales.

Bereits im April 2009 griff Boliviens Präsident zu einer eher ungewöhnlichen politischen Maßnahme und begann einen Hungerstreik. Der Sinn des Ganzen? Er wollte damit den Senat dazu bewegen, die Wahlen vorzuziehen. Zuvor hatte die bolivianische Bevölkerung einer neuen Verfassung zugestimmt. Diese sollte es Morales möglich machen für eine weitere Amtszeit bis 2015 zu kandidieren. Am 6. Dezember 2009 sollten also Neuwahlen stattfinden. Eine rechtsgerichtete Mehrheit wehrte sich jedoch gegen dieses Anliegen des eher linksgerichteten Politikers.

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Letztlich fanden die Wahlen am 6. Dezember wie geplant statt und Morales gewann eindeutig die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Über 62% der Bolivianer wollten ihn wieder als Präsident des Staates und er sicherte sich zugleich 25 der insgesamt 36 Sitze im bolivianischen Parlament. Der Weg für seine zweite Amtszeit war also geebnet, nachdem seine Erste von zahlreichen Problemen bzw. Konflikten geprägt war. Begeisterte Anhänger und sture Widersacher sammelte er in dieser Zeit gleichermaßen.

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Am 22. April auf einem Klimagipfel in der Hauptstadt La Paz verkündete Evo Morales dann, dass „Hähnchen mit Pommes schwul und kahl mache“. Seine Begründung dafür ist die Folgende: Hähnchen sei mit weiblichen Hormonen behandelt und Genkartoffeln würden den Haarausfall herbeiführen. Diese Aussagen sollten natürlich mit einer gewissen Ironie betrachtet werden. Eine Antwort auf die Frage, ob solche Bemerkungen auf einen Klimagipfel gehören, müssen Sie dann für sich selbst entscheiden.

Als erster gewählter Indio-Präsident des südamerikanischen Landes Bolivien hütete er seine Zunge auch nicht vor einem Erfrischungsgetränk einer weltbekannten Marke. „Diese eigne sich vor allem gegen verstopfte Abflussrohre, weniger jedoch zum Verzehr“, so Morales.

Welche politischen Schlüsse er aus seinen Erkenntnissen zieht, bleibt wohl vorerst abzuwarten. Jedenfalls trug er damit zur internationalen Belustigung bei.

Was halten Sie von Evo Morales Verhalten? Eine positive Alternative, um politisch etwas zu bewegen oder vollkommen verrückt? Schreiben Sie uns! Fallen Ihnen andere ungewöhnliche Methoden von Politikern ein?

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5 Antworten auf “Eine Glatze durch Pommes und Hähnchen?”

  1. Moritz Maier sagt:

    Leider übersteigt bei dem Artikel Sensationslust die journalistische Qualität. Das geht schon dort los, wo Morales falsch zitiert wird. Wörtlich sagte er nämlich „Cuando hablamos del pollo, el pollo que comemos, está cargado de hormonas femeninas, por eso los hombres cuando comen este pollo tienen desviaciones en su ser como hombre“, was übersetzt heißt, dass durch die weiblichen Hormone im Hühnchen der Mann seine Männlichkeit (wörtlich: „sein Mann Sein“) verliert.
    Das macht die ganze Sache aber nicht weniger schlimm. Im Gegenteil: Von der im Artikel suggerierten Prämisse, dass Morales seine Aussage lediglich auf „Verrücktheit“ zurückzuführen ist, werden seine Worte entpolitisiert und es verunmöglicht die ihnen zugrunde liegenden Denkmuster zu begreifen.
    Morales verwendete das Wort „desviación“. Das bedeutet nicht nur abweichen, sondern hat hier in Bolivien und großen Teilen Südamerikas auch einen negativen Beigeschmack; es wird manchmal ähnlich verwendet wie „enfermedad“ , also erkranken. Es war offensichtlich, dass Morales mit dem Verzehr des Hühnchen eine negative Veränderung einhergehen sieht. Das steht zumindest für ein zutiefst sexistisches Weltbild , was sich auch teilweise mit anderen machistischen Äusserungen deckt.
    Auch seine Abneigung gegen Coca Cola sind nicht Unwissenheit, sondern nationalistischen und antiwestlichen Ressentiments geschuldet.
    Warum so ein Mensch augenscheinlich „Narrenfreiheit“ genießt ist mir unbegreiflich. Liegt das für Sie an seinem Beruf als Politiker oder an seiner ethnischen indigenen Herkunft?

    An Morales kann man ganz andere Sachen kritisieren als seine „ungewöhnlichen Maßnahmen“.
    Aber an Kritik und Analyse ist der Autorin ja augenscheinlich sowieso nicht viel gelegen. Denn dann gebe es noch ganz andere Sachen von Morales zu berichten, der als erstes in einem Land, in dem große Teile der Bevölkerung ohne Zugang zu sauberen Wasser und Elektrizität leben, eine Rente einführt und mit Müh und Not so etwas wie ein Sozialsystem aufbaut.
    Dort gibt es noch andere Probleme als in Deutschland, wo man nichts besseres zu tun hat als im locker-poppigen Ton über die Abneigung des bolivianischen Präsidenten zu einem Erfrischungsgetränk zu schreiben.

  2. Martin sagt:

    Hallo Moritz,

    ich danke Ihnen vielmals für Ihr Feedback zu diesem Artikel.

    Ein Mal im Monat veröffentlichen wir in unserem Blog einen Artikel unserer Newsletterkategorie „Spuckendes Lama“. Der Artikel „Eine Glatze durch Pommes und Hähnchen?“ ist genau dieser Kategorie zuzuordnen.

    Wir möchten mit dieser Art von Artikel unsere Leser dazu anregen kritisch zu einem Thema Stellung zu nehmen und verschiedene Meinungen zu provozieren. Wir freuen uns deshalb umso mehr, so schnell einen Kommentar erhalten zu haben.

    Was das Zitat von Morales betrifft: Wir haben dabei Bezug genommen zu den Worten, die in der deutschen Presse „umhergeisterten“.

    Es geht uns bei diesem Artikel nicht um Sensationslust, das Bloßstellen des bolivianischen Präsidenten oder die Entpolitisierung seiner Meinung. Vielmehr möchten wir eine Kuriosität (Vergleich deutschsprachiger Raum mit Südamerika) an unsere Blogleser weitergeben. Ebenso wenig wollten wir hiermit seine Rede politisch deuten oder abwerten.

    Uns ist selbstverständlich klar, dass Morales Äußerungen nicht auf Unwissenheit basieren, sondern er sehr wohl vor der Konferenz seine Worte gewählt hat. Seine kritischen Ausführungen beziehen sich schließlich auf Themen, mit denen sich Politiker weltweit außeinander setzen (oder zumindest außeinandersetzen sollten!).

    Mit „Narrenfreiheit“ beziehen Sie sich auf was genau? Auf Bolivien und seine eigenen Wähler? Auf Südamerika generell? Oder auf die weltweite Presse?

    Was denken andere Leser dazu: Ist Morales so auf dem richtigen politischen Weg?

    Grüße vom viventura Team

  3. Sehr schöne Artikel von Südamerika, aber es wird eigentlich nichts geschrieben über Uruguay, auch das ist ein schönes Land wo man viele Sachen entdecken kann.
    http://www.im-holiday.com

    Thomas Gerber

  4. Martin sagt:

    Hallo Thomas,

    wir werden sicherlich, bei interessanten Neuigkeiten, auch Berichte zu Uruguay bringen.

    Sie können z. B. auch vor einer Tour noch ein Modul, das Uruguay enthält, dazubuchen: http://www.viventura.de/vimodule/111

    Vielen Dank für diese und vielleicht weitere Anregungen?

    Das viventura Team grüßt!

  5. Kristina sagt:

    Also ich finde auch , das ist im gleichen Kontext zu sehen wie die Äußerungen von Chavez …

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Der Autor:

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