Eine Glatze durch Pommes und Hähnchen?

Von viventura 29.04.10 15:54

71566Homosexualität und eine Glatze sind die Folge des Konsums von Hähnchen und Pommes! Das meint zumindest Boliviens aktueller Präsident Evo Morales. Als erster indigener Präsident Boliviens machte er schon zuvor durch kuriose Äußerungen auf sich aufmerksam. Hungerstreik, ein beeindruckender Wahlsieg und eine etwas andere Rede auf einem alternativen Klimagipfel - dies sind nur einige der Höhepunkte der Karriere des Evo Morales.

Bereits im April 2009 griff Boliviens Präsident zu einer eher ungewöhnlichen politischen Maßnahme und begann einen Hungerstreik. Der Sinn des Ganzen? Er wollte damit den Senat dazu bewegen, die Wahlen vorzuziehen. Zuvor hatte die bolivianische Bevölkerung einer neuen Verfassung zugestimmt. Diese sollte es Morales möglich machen für eine weitere Amtszeit bis 2015 zu kandidieren. Am 6. Dezember 2009 sollten also Neuwahlen stattfinden. Eine rechtsgerichtete Mehrheit wehrte sich jedoch gegen dieses Anliegen des eher linksgerichteten Politikers.

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Letztlich fanden die Wahlen am 6. Dezember wie geplant statt und Morales gewann eindeutig die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Über 62% der Bolivianer wollten ihn wieder als Präsident des Staates und er sicherte sich zugleich 25 der insgesamt 36 Sitze im bolivianischen Parlament. Der Weg für seine zweite Amtszeit war also geebnet, nachdem seine Erste von zahlreichen Problemen bzw. Konflikten geprägt war. Begeisterte Anhänger und sture Widersacher sammelte er in dieser Zeit gleichermaßen.

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Am 22. April auf einem Klimagipfel in der Hauptstadt La Paz verkündete Evo Morales dann, dass "Hähnchen mit Pommes schwul und kahl mache". Seine Begründung dafür ist die Folgende: Hähnchen sei mit weiblichen Hormonen behandelt und Genkartoffeln würden den Haarausfall herbeiführen. Diese Aussagen sollten natürlich mit einer gewissen Ironie betrachtet werden. Eine Antwort auf die Frage, ob solche Bemerkungen auf einen Klimagipfel gehören, müssen Sie dann für sich selbst entscheiden.

Als erster gewählter Indio-Präsident des südamerikanischen Landes Bolivien hütete er seine Zunge auch nicht vor einem Erfrischungsgetränk einer weltbekannten Marke. "Diese eigne sich vor allem gegen verstopfte Abflussrohre, weniger jedoch zum Verzehr", so Morales.

Welche politischen Schlüsse er aus seinen Erkenntnissen zieht, bleibt wohl vorerst abzuwarten. Jedenfalls trug er damit zur internationalen Belustigung bei.

Was halten Sie von Evo Morales Verhalten? Eine positive Alternative, um politisch etwas zu bewegen oder vollkommen verrückt? Schreiben Sie uns! Fallen Ihnen andere ungewöhnliche Methoden von Politikern ein?

Tags: La Paz, Bolivien, Kurioses

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