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Goldener Bär für Peru

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Die allererste Teilnahme Perus an der Berlinale hat sich gelohnt, es war sozusagen ein Start-Ziel-Sieg. Am vergangenden Wochenende wurde der Film „La teta asustada“ – „Die Milch des Leids“ von Regisseurin Claudia Llosa mit dem Hauptpreis, dem goldenen Bären, ausgezeichnet. Die Entscheidung fiel einstimmig aus.  Claudia Llosa widmete den Preis mit voller Freude ihrem Heimatland. Sie ist die Nichte des berühmten peruanischen Schriftstellers Mario Vargas Llosa (Tod in den Anden).

Die 32-jährige Regisseurin erzählt in ihrem Drama von einer jungen Frau, die an den Folgen des zurückliegenden peruanischen Terrorsystems leidet. Im Mittelpunkt des Films steht Fausta, deren Mutter in den Terrorzeiten des „Leuchtenden Pfads“ in den 80er und 90er Jahren zum Opfer von Vergewaltigung wurde. Die heute erwachsene Fausta, die sich zum Tatzeitpunkt bereits im Mutterleib befand, leidet psychisch schwer an den Folgen. In Peru herrscht der Glaube, dass das Leid der Geschändeten über die Muttermilch an die Nachkommen weitergegeben wird.

Noch heute leiden in Peru viele Menschen an der Krankheit namens „La teta asustada“, selbst für die Wissenschaft gibt es noch keine eindeutigen Erklärungen für diese Krankheit.

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