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Kolumbien – das Volk der Guambiano

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silvia_83821Dass Menschen modern sind, sich aber zugleich an traditionelle Lebensweisen halten können, sehen Sie unter anderem in Kolumbien. Auf dem Weg durch den Südwesten des Landes, in der Nähe von Popayan, erleben wir es auf unserer Fahrt durch malerische Täler und über hohe Passstellen. Am Fuße der beiden Gletschervulkane Purace und Pan de Azucar beginnt das Gebiet der traditionsreichen indigenen Völker der Paeses- und Guambiano.

Das Erscheinungsbild der Guambiano besticht durch ihre farbenprächtige Tracht. Die Männer tragen einen grauen Hut aus Filz, ein orangefarbiges Halstuch, einen Poncho in grau-schwarzen Tönen und knöchelhohe Lederstiefel. Sofort ins Auge fallen die königsblauen langen Röcke, wobei die Farbe blau dem Kosmos entspricht.

Das kleine lebendige Dörfchen Silvia, Zentrum der Guambiano, welches wir am Tag 14 unserer viActive Kolumbien besuchen, liegt abseits der Carretera Panamericana zwischen Popayán und Cali entfernt. Sie können schon in wenigen Wochen auf unserem Februartermin Ihr eigenes Bild machen. Der Besuch dieses Ortes ist an einem Dienstag besonders lohnenswert. Die Guambiano treffen sich an diesem Tag um ihre Waren auf dem lokalen Markt anzubieten. Das feilgebotene Angebot von Kartoffeln, Zwiebeln, Obst und über Garn, die die Frauen aus Wolle von der Hand spinnen, hat definitiv nichts mit den für den Tourismus erschlossenen Märkten anderer Städte zu tun. Eine Freude ist es mit offenen Ohren den Gesprächen die miteinander in ihrer Muttersprache geführt werden zu lauschen. Die Sprache der Guambianos ist schwer zu beschreiben; viele der Silben sind kurz geschnitten, entstehen eher aus der Rückseite des Halses und gibt der Sprache einen ausgesprochen abgehackten Klang.

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Besonders interessant ist die Lebensweise der Guambiano die gemeinsam auf den Feldern, beim Strassenbau oder bei der Errichtung eines neuen Hauses arbeiten. Die Guambianos unterliegen seit 1991 einer eigenen Rechtssprechung, die für jeden gilt, der auf ihrem Land lebt. Sie genießen die Vorteile einer eigenen Krankenversicherung, die, als einzige in Kolumbien, nicht gewinnorientiert arbeitet.

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Die friedliche, immergrüne Landschaft mit ihren malerischen Bergen erinnert an die österreichischen Alpen und es wird deutlich, dass der Reichtum dieses Volkes aus den fruchtbaren Boden, den unzähligen Flüssen und den verschiedenen Klimabedingungen besteht. Die immense Produktvielfalt der einheimischen Märkte ist beeindruckend. Eine besondere kulinarische Spezialität hier ist Forelle, die der eigenen Fischzucht entstammt.

Interessanterweise finden wir jedoch keinen Klatschmohn, obwohl dieser in der traditionellen Medizin große Verwendung findet. Dieser wird nur in Kleingärten angebaut und nicht öffentlich gehandelt, da ein Gesetz seinen Verkauf verbietet.

Die Guambianos sind trotz ihrer Schüchternheit ein aufgeschlossenes und herzliches Volk mit vielen Traditionen, das jeden Gast freundlich und offen empfängt. Ein Besuch ihres Landes ist eine beeindruckende und bereichernde Erfahrung für jeden Kolumbienreisenden.

 

Die Guambiano arbeiten gemeinsam auf den Feldern, beim Strassenbau oder bei der Errichtung eines neuen Hauses. Die Männer tragen einen grauen Filzhut, ein oranges Halstuch, knöchelhohe Lederstiefel und eine Ruana in dunklen grau-schwarzen Tönen. Am auffälligsten ist der königsblaue lange Rock, der an einen schottischen Kilt erinnert. Die Farbe Blau entspricht dem Kosmos. Schwarz symbolisiert Mutter Erde.
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4 Antworten auf “Kolumbien – das Volk der Guambiano”

  1. Markus sagt:

    Hallo,

    ich war mit drei deutschen Freunden und einem gemeinsamen kolumbianischen Freund aus Popayán im Juli 2010 in Silvia gewesen. Auch wenn es bei unserem Kurzbesuch zu keinem direkten Kontakt mit den Indigenas kam, beeindruckte doch ihre selbstverständlich und natürlich präsentierte Lebensweise, vor allem über ihre Kleidung. Die Einzigartigkeit der Landschaft und den hervorragenden Geschmack der Forellen können wir nur bestätigen.
    Eine interessante Erfahrung war aber auch, wie wir vier „Gringos“ auffielen und von den Einheimischen mit großem Interesse betrachtet wurden.

  2. Max sagt:

    Hallo Markus,

    auch ich habe es sehr ähnlich erlebt. Ein besonderes Geruchserlebnis war für mich die Zwiebel-Sektion auf dem Markt. Soviel frische Gemüsesorten habe ich selten auf anderen Märkten gesehen. Zwischem dem vielen knackigen „Grün“ waren immer die bunten Farbtupfer der traditionellen Kleidung. Ein schönes Erlebnis, welches ich immer noch in mir präsent habe.

    Ein Besuch kann ich nur jedem empfehlen.

    Max

  3. Kristina sagt:

    Sehr interessanter Artikel! Es freut mich zu lesen, dass die INdigenas sich selbst verwalten etc. Und das mit der eig. KV finde ich besonders klasse!

  4. Kristina sagt:

    Hallo Kristina,

    warst du auch schon einmal in Kolumbien unterwegs und hattest die Gelegenheit die Umgebung von Popayan kennenzulernen?

    Viele Grüße,
    Kristina

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Der Autor:

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