Keine homosexuellen Polizisten in Peru

Von viventura 15.05.09 16:59

Die Regierung Perus hat in dieser Woche ein Gesetz erlassen nach dem Homosexuelle und Ehebrecher vom Polizeidienst ausgeschlossen werden sollen. Demnach soll jeder Beamte, der eine sexuelle Beziehung zu einer Person gleichen Geschlechtes oder außerhalb der Ehe weitere Beziehungen eingeht, auf unbestimmte Zeit vom Dienst suspendiert werden.

Die zuständige Innenministerin Mercedes Cabanillas, die (in Anspielung auf die konservative frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher) auch als "peruanische Thatcher" gilt, möchte mit den neuen Regelungen das Ansehen der Polizei des Landes aufbessern, das in großen Teilen der Bevölkerung stark angekratzt sei. In dem Gesetz heißt es, dass Polizeibeamte, die sexuelle Beziehungen mit Vertretern des eigenen Geschlechts hätten, "durch ihre Taten einen Skandal verursachten und den Ruf der Behörden schmälerten".

Die neuen Regelungen sehen auch die Suspendierung von Polizisten vor, die an Streiks teilgenommen oder sich bestechen lassen haben.

Der traditionelle Chauvinismus in Peru verursacht, dass wenige Männer, die offen zu ihrer Homosexualität stehen, in die Polizei und andere öffentliche Behörden eintreten. Jedoch gewinnen die Aktivisten für die Rechte für Homosexuelle an Macht und das neue Gesetz wird sicherlich für eine Polemik sorgen. Es wurde schon erste Kritik laut, dass es unter Umständen verfassungswidrig sei.

Tags: News

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