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Das Jahr des Frosches in Kolumbien

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Entspannen, die unterschiedlichsten Landschaften genießen, die kolumbianische Lebensfreude kennenlernen – all dies sind Gründe, um eines der vielfältigsten Länder der Welt zu bereisen. In diesem Jahr erfuhr ich einen weiteren Grund: Frösche!

Eine Anfrage eines jungen Mannes eine „Froschreise“ machen zu wollen, belächelte ich zunächst, aber schon nach kurzer Einarbeitung in das Thema wurde mir die Bedeutung Kolumbiens in der Froschszene bewusst. Das Land besitzt die größte Artenvielfalt der nicht nur grünen Tierchen.

Im Jahr 2007 entdeckte ein junger Biologe – Giovanni Chavez – eine neue Spezies der Frösche. In Supata, ca. 80 km von Bogota entfernt ist der von Giovanni „Rana Dorada de Supata“ getaufte Frosch zu Hause. Die Nachricht der Entdeckung dieser Art ging in Expertenkreisen um die Welt, sogar in der deutschen Fachzeitschrift „Aquaristik“ erschien ein Artikel.

So wurde auch Andre, einer meiner Froschmänner – wie ich sie liebevoll nannte – auf Kolumbien und seinen Froschreichtum aufmerksam. Gemeinsam mit Giovanni stellten wir eine Reise zusammen, die die Froschkenner an die froschreichsten Orte in Kolumbien bringen sollte.

Die Reise führte sie zunächst nach Supata, wo sie die neu-entdeckte Art bewunderten. Danach ging es in die Llanos – das Flachland im Osten Kolumbiens. Hier hatte ich die Ehre die Froschmänner und Giovanni in den Dschungel 😉 zu begleiten.

Sogar bei Nacht streiften wir über das dicht-bewachsene Gelände einer Finca. Immer die Gefahr von Schlangen und giftigen Spinnen im Hinterkopf, konnte ich nicht richtig entspannen, aber die 3 Jungs waren voll in ihrem Element und fingen die Frösche, um sie zu bestimmen und zu fotografieren und liessen sie danach wieder zurück ins Grün. Die Reise ging weiter nach Bahia Solano und Nuqui am Pazifik und wurde gekrönt durch den Besuch einer Froschzucht eines Deutschen in der Kaffeezone.

Welche Arten meine Froschmänner in Kolumbien gesehen haben, kann ich leider nicht mehr sagen, aber ich glaube, von ihrer Liste mit Wunschfröschen hatten sie am Ende ihrer Reise doch einige ablichten können… und darunter der „Rana Dorada de Supata“, der mittlerweile richtig berühmt geworden ist.

Zu Ehren und zum Schutz dieses Frosches, der vom Aussterben bedroht ist, wurde im Dezember in der kleinen Gemeinde Supata ein Festival veranstaltet. Das gesamte Dorf hat es sich mittlerweile zur Aufgabe gemacht dieses seltene Tier zu schützen, denn sein Lebensraum es ist durch diverse Einflüsse (wie z.B. Abholzung, Verschmutzung der Gewässer, Unwissenheit) gefärdet. Kinder konnten an diesem Tag in kleinen Seminaren über Frösche und andere Tiere der Region lernen, es wurde eine Parade veranstaltet, bei der sogar auf einem Auto der Frosch in gross saß – der gleiche dessen Skulptur auch den Hauptplatz von Supata schmückt.

Die Stiftung Fundación Ecodiversidad Colombia, in der auch Giovanni arbeitet, veranstaltete dieses großes Event im Jahr des Frosches, um weitere Maßnahmen für den Umweltschutz zu fordern und aufzuklären. Der „Rana Dorada de Supata“ wurde zu diesem Anlass zum Naturerbe der Region erklärt. An der regen Teilnahme am Festival konnte man das Engagement der Einwohner und ihren Zusammenhalt in Bezug auf den Frosch erkennen. Dieses „Phänomen“ soll weiter gefördert werden, damit der „Rana Dorada de Supata“ sich in seiner Umgebung vermehren kann und langsam ökologischer und damit verantwortlicher Tourismus in den Ort gebracht werden kann. Die Froschmänner wurden als erste ausländische Touristen besonders freudig empfangen. Für die Gemeinde besteht hier eine echte Zukunftschance und sie freuen sich auf Besucher!

Alle Fotos: copyright Giovanni Chavez

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2 Antworten auf “Das Jahr des Frosches in Kolumbien”

  1. Die Reise, die mir Nicole und Giovanni zusammen stellten, war sicher eine der speziellsten, die Viventura und Mapita je organisiert haben.

    Um es kurz zu machen, alles war spitzenmäßig organisiert, die bereisten Orte, die Natur und der Tierreichtum haben meine Erwartungen bei weitem übertroffen.

    Es war definitiv nicht meine letzte Reise nach Kolumbien. Land und Leute sind je nach bereister Region sehr unterschiedlich und jeweils hoch interessant.

    Fazit: nicht nur für Froschbegeisterte jederzeit eine Reise wert und Viventura/Mapita ist sicher die erste Adresse für die Organisation einer individuellen Reise in dieses bezaubernde Land. „Die Leute“ sind vor Ort und haben einen guten Einblick in die aktuelle Sicherheitslage.

  2. Nicole sagt:

    Hallo Andre,

    vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Es war eine schöne Herausforderung eure Froschreise zusammenzustellen… und dann noch mit euch durch den dunklen, gruseligen Urwald zu stapfen – ein absolutes Erlebnis 😉

    Ich wünsche dir ein froschreiches Jahr 2009 und wir sehen uns in Kolumbien 🙂

    Nicole

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Der Autor:

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