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Kolumbien: Jahreswechsel mal abseits der Mengen

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2008_12050124_smallWard ihr schon mal persönlich beim Schlüpfen von kleinen See-Schildkröten dabei? Während in Europa der Winter regiert, sind die Monate Dezember, Januar und die erste Hälfte des Februars in Kolumbien traditionell die „Best-Wetter-Zeit“. Den drei Andenzügen dankend, ist das Wetter in Kolumbien regional sehr vielfältig, doch in den genannten Monaten ist es im ganzen Land einheitlich schön. Kein Wunder, dass dies die wichtigsten Urlaubsmonate sind und gerade nach Weihnachten halb Kolumbien unterwegs ist. Auch ich werde nach dem 24.12. meine Sachen packen und mich auf den Weg machen.

Wieder einmal fällt meine Wahl auf den kolumbianischen Pazifik. Der Grund dafür liegt auf der Hand: diese Gegend ist kaum bevölkert und vom Tourismus (der in Kolumbien ohnehin nicht groß ist) weitgehend unentdeckt. So werde ich trotz Hauptsaison eine Zeit abseits der Menschenmengen verbringen können!

Weitere Gründe dafür sind die Natur und die Landschaft. Auch wenn ich schon oft am Pazifik gewesen bin, begeistert mich dessen Ursprünglichkeit jedes mal auf´s Neue. Leuchtend grüner Urwald, der bis zu den Stränden geht. und zu langen Spaziergängen einladen. Da kommt definitiv Robinson-Crusoe Gefühl auf. In der Gegend die ich bevorzuge, die Bucht von Utria, gibt es neben Nuqui und Bahia Solano, kleine Siedlungen. Nicht viele und zu Fuß dauert es mindestens zwei Stunden vom einen zum nächsten Ort, aber dennoch kann man sich dort in einem kleinen Lokal unterwegs versorgen. Mit Blick auf´s Meer, einen frischen Fisch und ein kühles Getränk zu genießen, das ist doch Urlaub, oder?

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Die Ortschaften am Strand (und meistens an der Mündung eines Flusses gelegen) sind von Afro-Kolumbianern gegründet worden. Als entlaufene Sklaven vor den Spaniern auf der Flucht, haben sie sich an den abgelegenen Stränden des Pazifiks sicher gefühlt. Flussaufwärts siedeln Indianer im Schutz des dichten Regenwaldes. Im Laufe der Zeit haben beide miteinander zu leben gelernt und man trifft dort heute nicht selten auf Menschen, die afrikanisch-indianische Wurzeln haben.

So ist die Kultur der Menschen am kolumbianischen Pazifik auch eine ganz andere als an der kolumbianischen Karibik, die ebenfalls stark afrikanisch geprägt ist. Am Pazifik sind die Menschen stiller und wenn gleich sie die afrikanische Lebensfreude in sich haben, wesentlich ruhiger. Das heißt aber nicht, dass sie nicht zu feiern verstehen und so kommen wir zu einem weiteren Grund meiner Reise: Silvester! Ich freue mich schon sehr auf die Feier in Termales, einem 300 Seelen Ort mit 3 Discos! Na das verspricht eine lange Silvesternacht zu werden. Ganz sicher wird mich das neue Jahr in einer Hängematte erwischen.

Am zweiten Tag des neuen Jahres, werde ich mich von Pozo (ihn kennen alle unsere Nuqui-Besucher als den stets lächenden Mr. „Bieeeeeeeeeen“) im Boot nach Bahia Solano fahren lassen. Auf unser gemeinsames Mittagessen am weißen Strand von „Playa Blanca“ freue ich mich schon riesig. Die Bucht ist in dieser Gegend etwas sehr besonderes, da der Sand der Strände am Pazifik grundsätzlich eher dunkel gefärbt ist. Die Damen der Lodge El Cantil lassen sich immer etwas Tolles als Wegzehrung einfallen. Bestimmt erwartet mich auch an diesem zweiten Tag des neuen Jahres etwas Leckeres.

Die Fahrt bis Bahia Solano begeistert mich immer wieder. Von Juli bis Oktober tanzen hier die Buckelwale mit ihrer Nachzucht. Walkühe zeigen ihren Kleinen, dass ein Wal trotz seiner Größe mit Leichtigkeit Kapriolen schlagen kann. Nicht selten begleiten Delfine die Boote für eine Weile. Am Horizont glitzern die endlosen Weiten des Pazifiks, während vom Land die grünen Hänge der Kordilleren einen Kontrast setzen.

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In Bahia Solano will ich beim Aussetzen der kleinen Schildkröten dabei sein. Um die großen See-Schildkröten (in diesem Fall die Art Lepidochelis olivacea) vor dem Aussterben zu bewahren, bemüht sich die Lodge El Amejal seit Jahren um das sichere Ausbrüten der Eier und dass die kleinen, frischgeschlüpften Schildkröten sicher ihren Weg in´s rettende Meer finden. Die Eier werden eingesammelt und in einem vor Freßfeinden sicheren Gehege bewahrt. Wenn dann die Schildkröten schlüpfen (September bis Mitte Januar) werden sie von Mitarbeitern und Gästen der Lodge bis an´s Wasser begleitet um hungrige Vögel fern zu halten.

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Außerdem winkt nach der langen Silvesternacht ein Wohlfühlbad in einem der vielen natürlichen Jacuzzis an den Stränden um El Almejal. Bei Ebbe bleiben Wasserreste zurück, die reich an Mineralien sind und sich blubbernd in der Sonne aufheizen. Mmmhhh, Wellness pur von Mutter Natur. Ein Jahreswechsel in Kolumbien kann schon anstrengend sein.

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12 Antworten auf “Kolumbien: Jahreswechsel mal abseits der Mengen”

  1. Martin sagt:

    Hola Miguel!
    Das hört sich ja wirklich extrem anstrengend an 😉 Ich beneide jeden, der in Nuqui sein kann. Ich habe die Zeit dort im letzten Jahr sehr sehr genossen. Kolumbien bleibt mit Venezuela mein absolutes Reisehiglight!
    Wünsch Euch schonmal felize navidad und a guads Neis!
    Martin

  2. Miguel sagt:

    Hallo Martin, Mensch ich sage es dir! 😉 Danke für dein Mitgefühl, da werde ich doch mal eine Kokunuß (mit Rum?) auf dich in Richtung Europa strecken und dir ebenfalls ein „guads Neis“ wünschen. Was ein Stress! 🙂

  3. Andrea sagt:

    Ohhhh was bin ich neidisch….
    Wann soll ich denn nun kommen? Im Dez-Jan, oder im Sept.-Okt.????
    Wale, Schildkröten, Dschungel und Meer….das ist ja genau mein Ding!
    Die Qual der Wahl ist schwer.
    Kannst du mir eine Hilfestellung geben Miguel?
    Aber ich will nicht undankbar sein. Ich werde Sylvester beim Salsatanzen in meiner Stadt, Nürnberg verbringen.
    Und das würde ich in diesem Jahr mit nichts tauschen wollen. ;o)
    Muchos saludos a Colombia y cuidate.
    Andrea

  4. Miguel sagt:

    Hola Andrea, dein Jahresabschlußprogramm ist auch ein ganz tolles. Disfrútalo! Die Qual der Wahl … haha … die habe ich auch so oft, wenn ich mich entscheiden muss, wohin ich fahre. Wenn du an den Pazifik willst gibt es keine falsche Zeit. Da es dort viel regnet, kann es dir auch in den Monaten der „Trockenzeit“ passieren, dass du Regentage erwischst. Ebenso kannst du in der „Regenzeit“ schöne Tage haben. Wenn du dich nach Schildkröten und Wale richten möchtest, ist Mitte/Ende September eine gute Zeit. Da sind die jungen Wale am lebendigsten und die Mütter wieder fit nach der Geburt und du kannst die schönsten Sprünge beobachten. Die ersten Schildkröten schlüpfen auch schon. Aber generell: Dank seiner klimatischen, kulturellen und landschaftlichen Vielfalt, bietet Kolumbien dir jeden Tag Alternativen. Im Urlaub machen wir Kolumbianer das Wetter selber 🙂 und wählen ob wir Berge, Strand, Berge und Strand, Dschungel oder Wüsten haben wollen … oder Salsa- , Vallenato-, Bambucofestivals haben wollen. Kein Neid, einfach Koffer packen und herkommen. Cuidate Andrea y gracias por tu comentario

  5. Mariella sagt:

    Hooolaaaa Miguel,

    dein Bericht klingt ja sowas von verlockend. Der kolumbianische Pazifik ist immer reizvoll – ich würde zu gerne gleich wieder in den Flieger steigen und mitkommen 🙂
    Que tengas vacaciones relajantes.
    abrazos, Mariella

  6. Miguel sagt:

    Gracias Mariella, die werde ich sicherlich haben, bei so vielen netten Wünschen. Vive Pazífico heisst es ja und solltest du den Pazifik kennen, dann weisst du es ja auch: es tierra de Mariposas … geht kaum entspannter gell? 😉

  7. Loebel sagt:

    Holita Andrea,
    bin auch aus der Nürnberger Gegend und es würde mich interessieren, wo man in Nürnberg Salsa, Merengue, Bachata tanzen kann.
    Abrazo y besito y muchas gracias.
    Guenter

  8. Andrea sagt:

    Hola Guenter,
    du kannst z.B. ins „Casanova“ gehen. Das ist direkt am Plärrer. Aber da musst du dich beeilen, um noch Karten zu bekommen. Die sind nämlich bald weg, weil nur 200 Leute rein können. 28 € mit Buffet…….
    Es gibt viele Cubaner dort. Das ist o.k. Dann ist das Puplikum schön gemischt.
    Cuidate
    Andrea

  9. Miguel sagt:

    🙂 haha … wir scheinen hier einige Salsafans gefunden zu haben. Daher zur Ergänzung Pazifik und zu Andreas Frage wann am besten zu reisen: Ende Dezember ist auch ein Zeitpunkt für Salseros. Da kann man die Ruhe des Pazifiks mit Leben pur auf der Feria de Cali verbinden. Eine Woche lang dreht sich alles um Salsa. Ich werde dieses Jahr auch vom 29.12. bis zum 31.12. dort sein. Die Line Ups sind wie immer genial: http://www.feriadecali.com/portal/cali/programacion . Also kein Neid: kommt einfach. Im nächsten Jahr ist sie mindestens genau so gut, die Feria. Mi gente, saludo con sabor y son!

  10. Andrea sagt:

    Ohhhh Miguel, claro que sí, salsa es lo mejor. ;o)
    Bueno, este año nuevo no puedo, pero quízas el próximo año. Quízas puedes hacer el viaje sobre año nuevo 2010? Vielleicht kannst du ja dann die Gruppe leiten, sodass wir an Sylvester dann zum „Schwanzen“ gehen könnten…. *grins*
    A ver….
    Der Link sieht sehr viel versprechend aus.
    Cuidate mucho y un abrazo
    Andreita

  11. Kristina sagt:

    Ich sag es ehrlich
    Ich persönlich bin Weihnachten und Neujahr lieber zu Hause und feiere mit meinen Freunden!

  12. Miguel sagt:

    Das ist ein toller Plan Kristina. Und weil er so gut ist, werde ich genau das machen: Silvester und Neujahr mit lieben Freunden feiern

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Der Autor:

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