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Kolumbiens Smaragde

23. Okt 2008Allgemein 2 Kommentare

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Heute abend wird in Bogota das Internationale Museum der Smaragde eröffnet. Auf 670 qm werden z.B. rohe und geschliffene Smaragde und Originaltunnel aus Chicor, Gachalá und Muzo ausgestellt.

Muzo befindet sich auf der Ostkordiliere der Anden, 100 km entfernt von Bogota. Das keline, verschlafene Dörfchen hat es aber in sich. Die Smaragdminen von Muzo sind die bekanntesten weltweit mit bester Qualität des grünen Gesteins.

Lange Zeit gehörte das Gebiet um Muzo zur sogenannten Zona Roja (sehr gefährliche Zone, von der man sich besser fernhielt). Drogenbosse und Smaragdmafiosis kämpften um die Steine und die Minenarbeiter mussten ihre Beute verteidigen.

So stellte ich mir auch – vor meiner Fahrt nach Muzo vor ein paar Monaten – immer vor, dass dort alle Arbeiter mit einer Waffe bestückt seien 🙂

Mein Bild wurde revidiert. Schon die Fahrt von Pacho nach Muzo, die aufgrund der Straßenverhälnisse (nur Schotter) mit einem Jeep möglich ist, war ein großes Erlebnis. Die Landschaft ist einzigartig und wir begegneten keiner Menschenseele.

Kurz vor Muzo fuhren wir an grauen, verlassenen Holzhütten vorbeit – ein komplettes verlassenes Dorf. Einst wohnten hier die Minenarbeiter in günstigen Hotels mit angeschlossenem Restaurant… Es gab kleine Supermärkte, Geschäfte und Bars. Goldgräberstimmung kommt auf, als wir durch die Siedlung fahren.

Bei Nachfrage erfahren wir, dass man die Minen selbst nicht besichtigen kann. „Aber am Fluss dort unten, da graben sie auch“ – erzähle uns Ignazio, der selber jahrelang nach Smaragden gesucht hat.

Am Fluss erwartet uns eine noch genialere Landschaft: Um uns herum saftgrüne Hügel und der Fluss pechschwarz! Es ist eigentlich kein richtiger Fluss, sondern das Bohrwasser aus den Minen, dass durch das Tal fliesst. Mit der Hoffnung kleine, weggespülte Reste aus der Mine zu finden buddeln dort viele Männer mit ihren Spaten.

Zunächst werden wir gründlich beäugt, aber dann herzlichst begrüßt. Die Männer freuen sich, uns ihre Geschichten zu erzählen und uns zeigen zu können, wie man Smaragde findet. Ein grünes Steinchen kann zwischen 20 USD und 4 Millionen USD wert sein, aber leider haben wir kein Glück 😉

Auch ihr könnt diese einzigartige Goldgräberstimmung auf der Kolumbien Verstehen Tour erleben und selber mit dem Spaten euer grünes Glück finden.

Wisst ihr eigentlich, wieviel Prozent des weltweiten Smaragdhandels aus Kolumbien kommen?

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2 Antworten auf “Kolumbiens Smaragde”

  1. Andre sagt:

    Muzo ist auf alle Fälle eine Reise wert, ich war vor zwei Jahren dort und war auch begeistert. Wer möchte kann sich hier noch ein paar Muzo Fotos anschauen…

  2. Miguel sagt:

    Wie so oft in Kolumbien: Orte und Augenblicke gewinnen eine Magie, die an Garcia Marquez Welten erinnern, wenn die Menschen dir von ihrem Alltag erzählen.

    Muzo ist voller Legenden und gestandene Gräber können dir diese spannend erzählen. So gesehen braucht man keinen Smaragd zu finden um um einiges „reicher“ wieder ab zu fahren

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