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Abgrooven in den Mangroven Ecuador´s

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Der hölzerne Klang der Marimba erfüllt den Raum. Saxophon, Sousaphon und Gitarren kommen dazu und zaubern einen ungewöhnlichen Klangteppich. Nun setzt auch eine kräftige Stimme ein und es groovt mächtig los. Nein wir sind nicht in der Karibik und auch nicht in Afrika. In einem kleinen ecuadorianischen Dorf an der Küste wird kräftig geprobt. Proyecto Vision nennt sich die Gruppe. Heute findet ein Konzert im hauptsächlich von afro-ecuadorianischer Bevölkerung bewohnten Ort Borbon statt.

Nebenan herrscht reges Treiben. Es wird geschnippelt und gerührt, in großen Töpfen brodelt es. Heiß ist es hier in der Pfarrküche, wo die „Küche ohne Grenzen“ zu Gast ist. Eine Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat in Krisengebieten Hilfe zu leisten – über den Aufbau von Gaststätten mit Kulturbetrieb. Drei europäische Köche und vier Gruppen von Einheimischen bereiten für heute Abend Gerichte vor. Verschiedene Spezialitäten der Region und Rezepte aus Europa sollen den Gästen beim Konzert einen Gaumenschmaus bereiten und gleichzeitig für Einnahmen sorgen.


Um 17 Uhr ist es dann soweit. Im örtlichen Kolosseum, einer überdachten Mehrzweckhalle in der Größe eines Fußballplatzes steht die Bühne bereit. Sieben verschiedene Gruppen haben geprobt für den großen Auftritt. Traditioneller Gesang der afro-ecuadorianer mit Marimba und Percussion als Begleitung prägt den Abend.

Vier Gruppen von Kindern und Jugendlichen präsentieren sich und zeigen zur Musik auch noch lebensfrohe, bunte Tänze. Und die Kids haben den Son echt im Blut! Die Zuschauer, ca. 500 dank des freien Eintritts feiern ihre großen und kleinen lokalen Stars und lassen sich zwischendurch auch das Essen schmecken. Über drei Stunden dauert das Spektakel und ist tolle Werbung für die afro-ecuadorianische Kultur.

Doch dies soll erst der Anfang sein. Ein Kulturzentrum soll in Borbon aufgebaut werden. Ein Zuhause für die Musik, die Instrumente, die Tänze und natürlich auch die traditionellen Gerichte der Region.

Zu diesem Zweck ist Uli Krug wieder in Ecuador. Er ist in Deutschland die treibende Kraft hinter dem Projekt. Seit 2007 gibt es in Deutschland den Verein Proyecto Vision e.V.  dessen erster Vorsitzender er ist.

Borbon liegt am Fluss Cayapas. Seine Einwohner sind hauptsächlich afrikanischer Abstammung und gehören zu den Ärmsten im Lande. Doch wenn die Marimba, eine Art hölzernes Xylophon erklingt, sind die meisten Sorgen vergessen. Und deren gibt es wirklich genug.


In den letzten 20 Jahren wurde die Provinz Esmeraldas, deren Name auf Spanisch Smaragd bedeutet, fast vollständig entwaldet. Der Küstenregenwald musste unendlich erscheinenden Palmenplantagen weichen. Die starke Nachfrage nach Palmöl ist daran Schuld. Auch die Mangroven, deren bis zu 70 m hohen Exemplare in der Nähe von Borbon stehen und zu den größten der Welt gehören sind gewaltig in Mitleidenschaft gezogen worden. Riesige Shrimp-Farmen breiten sich an der Küste aus, Hektar große Wasserbecken, wo früher die Mangroven standen. Im letzten Jahr tauchten dann auch einmal kurz bewaffnete Gruppen aus Kolumbien in der Region auf, doch die Einwohner von Borbon ließen sich auch von ihnen nicht aus ihrer Ruhe und gewaltfreien Lebensart reißen.

1998 begann das Proyecto Vision mit einer Reise von deutschen Musikern durch Ecuador. Ein Film für Arte wurde dabei gedreht und seitdem hat es mehrere Besuche von Musikern aus Ecuador in Deutschland gegeben und auch die deutschen Musiker waren schon öfter in Ecuador.  Einige gemeinsame Lieder sind entstanden und es wurde auch eine CD veröffentlicht. In Ecuador ist die seit fast 15 Jahren hier lebende Deutsche Astrid Pape die Ansprechpartnerin des Proyecto Vision. Ihr ist es zu verdanken, dass es immer wieder Konzerte der ecuadorianischen und deutschen Musikern hier in Ecuador gibt.

Was haltet ihr davon durch Musik und Tanz einem Dorf zu helfen? Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit ähnlichen Projekten in anderen Orten?

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Eine Antwort auf “Abgrooven in den Mangroven Ecuador´s”

  1. Magda sagt:

    Groovie.

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