Südamerika Reisen mit viventura
030 6167558-0

wochentags 9-22 Uhr
Sprechen Sie mit einem Spezialisten

viSozial hilft gegen Mangelernährung in Peru

0 Flares 0 Flares ×

Mädchen am TiticacaseeNicht ausreichend oder gar kein Essen auf dem Teller zu haben, können Sie sich nur schwer vorstellen? Für viele Menschen in Peru und vor allem Kinder, ist dies leider immer noch an der Tagesordnung. Mangel- und Unterernährung ist in vielen Ländern Südamerikas auch heute noch ein gravierendes soziales Problem. In Peru leiden nach Angaben der Regierung derzeit 25% der Bevölkerung an chronischer Mangelernährung. Frauen und Kinder sind von Armut und Unterernährung am stärksten betroffen.

Das liegt an den kulturellen Traditionen und sozialen Strukturen, die in den Ländern vorherrschen. Hinzu kommt, dass Frauen meist schlechter gebildet sind und nicht die Möglichkeit haben Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Bedingungen werden vor allem während der Schwangerschaft und Stillzeit zur Gefahr, wenn Frauen einen erhöhten Nährstoffbedarf haben und bei unzureichender Ernährung folglich bereits untergewichtige Babies zur Welt bringen. Laut Statistiken leiden in Peru ein Viertel aller Kinder unter 5 Jahren an chronischer Mangelernährung.

64806

Dies ist oft nicht auf den ersten Blick sichtbar, da viele Menschen zwar dünn aber nicht unbedingt abgemagert sind. Die Auswirkungen sind dennoch schwerwiegend, da der Körper unzureichende Ernährung durch eingeschränkte körperliche und geistige Aktivität ausgleicht. Besonders für Kleinkinder ist dies dramatisch, weil ihre körperliche und geistige Entwicklung unumkehrbar eingeschränkt wird. Hunger raubt den Kindern ihre Initiative und Konzentrationsfähigkeit und lässt sie apathisch werden. Dadurch werden sie später Lernprobleme in der Schule haben und sind somit schon von Beginn ihres Lebens an benachteiligt. Statistiken belegen, dass mangelernährte Kinder später mit der Schule beginnen und diese früher wieder abbrechen. So wird, auf lange Zeit gesehen, die Armut von einer Generation an die Nächste weitergegeben.

82704

Die Ursachen von Mangelernährung sind vielfältig und liegen in verschiedenen Bereichen. Sie ist direkt auf die Armut zurück zu führen, wodurch viele Menschen ihren Lebensmittelbedarf nicht decken können (in Peru leben derzeit ca. 3,6 Mio. Menschen in extremer Armut). Indirekte Ursachen sind schlechte Schulbildung, ein mangelhaftes Transportsystem, sowie fehlender Zugang zu fließendem Wasser. Mangelernährung ist nur eines der vielen Symptome von Armut, gleichzeitig ist sie aber auch eine ihrer Ursachen. Denn dadurch ergeben sich auch volkswirtschaftliche Konsequenzen. Da die körperliche und geistige Leistung und Entwicklung eingeschränkt wird, verringert sich die Produktivität und Arbeitsfähigkeit der Menschen. Zudem fallen hohe medizinische Kosten durch vermehrte Krankheiten an.

Isabel auf Capachica

Eine Gesellschaft, die von Mangelernährung und Hunger geprägt ist, kann sich sozial und wirtschaftlich nicht entwickeln. Um das Problem von Grund auf zu unterbinden hat viSozial eine Ernährungskampagne auf Capachica, einer Halbinsel am Titicacasee gestartet. Das Gebiet liegt auf knapp 3.800m Höhe wodurch die Lebensbedingungen sehr hart sind. Capachica ist eine ärmliche Gegend und viele der Kinder leiden an Mangelernährung da die Hauptnahrungsquellen Kartoffeln und Mais sind. Unsere Ernährungsberaterin Isabel hat für die Kinder der Schulen und Kindergärten in Llachón, Chifrón, Hilata und Santa María einen Ernährungsplan aufgestellt und versorgt sie täglich mit einer ausgewogenen Mahlzeit. Darüber hinaus klärt sie die Einheimischen über die essentiellen Regeln der Ernährung und Hygiene auf. Alle ca. 240 Kinder werden dreimal im Jahr gewogen und gemessen um ihre Entwicklung zu kontrollieren. Es konnten erfreuliche Ergebnisse festgestellt werden. Innerhalb des letzten Jahres erreichten wir mit unserer Ernährungskampagne eine Normalisierung des Gewichtes und der Größe von durchschnittlich 30% der Kinder. Bei unserem letzten Besuch auf Capachica konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass die Kleinen viel mehr Energie haben und vor Tatendrang sprühen!

83058

Mehr über die Arbeit von unserer Ernährungsberaterin Isabel, dem „Engel von Capachica“ und den Projekten auf Capachica können Sie auf der Homepage und im Blog von viSozial nachlesen. Sie erfahren dort zum Beispiel wie versucht wird, den Frauen Capachicas eine Perspektive zu geben.

Kennen Sie ähnliche Projekte, in denen versucht wird, Frauen eine berufliche Perspektive zu geben? Haben Sie vielleicht sogar schon in einem dieser Projekte mitgearbeitet? Erzählen Sie mir von Ihren Erfahrungen!

Share Button

2 Antworten auf “viSozial hilft gegen Mangelernährung in Peru”

  1. Erika Bacher sagt:

    Mit Interesse lese ich immer wieder Ihre Rubrik.
    Seit ca. 12 Jahren bereise ich Südamerika. In den letzten Jahren besuche ich die verschiedenen Orte der Indigenas in Peru.
    Ich war 2 Mal am Amazonas in Iquitos. in Belen ist die Armut erschreckend. Was ich da erlebt und gesehen habe, lässt mich nachts nicht mehr schlafen. Jedes Mal nehme ich Kleider mit, zum verteilen. Keine der Institutionen der Kleidersammlung hat mir je etwas geholfen. Nicht in der Schweiz und nicht in Lima. Peru.
    Ich habe Geld gesandt damit die Menschen etwas zu essen haben und
    Familien etwas verdienen. z.B. 2 Boote mit Motor gekauft um in den Tourismus einzusteigen. Geld verschiedene Male gesandt, um Esswaren zu kaufen. War in Iquitos und habe mich Finanziell betätigt, damit Menschen ein würdiges Dasein (Wohnung) haben. Bezahle jeden Monat Miete von versch.Wohnungen, damit sie nicht auf der Strasse sind.
    Wenn ich Hilfe bekommen könnte von Personen, die auch motiviert sind so etwas zu tun, wäre das ein Glück.
    Währe das nicht etwas für D I CH .
    Es braucht nicht viel um zu Helfen….

  2. Elvira sagt:

    Hallo Erika!

    Vielen Dank für deinen Kommentar.
    Es ist toll zu wissen, dass es Leute wie dich gibt die sich mit so viel persönlichem Engagement bemühen zu helfen! Es fehlt leider oft wirklich an vielem und nicht nur finanzielle sondern auch aktive Mithilfe wird dringend gebraucht.

    Falls der Artikel bei euch das Interesse geweckt hat, selbst aktiv zu helfen möchte ich auf die Homepage von viSozial verweisen http://visozial.org/fwa/

    viSozial bietet eine kostenfreie Vermittlung von Freiwilligen in Projekte in Südamerika an, die ohne finanzielle Gegenleistung ehrenamtlich vor Ort helfen möchten.Der viSozial-Freiwilligendienst ermöglicht die Mitarbeit in den Arbeitsgebieten Bildung, Gesundheit und Umwelt. Das bedeutet, dass der Volontär an der täglichen Projektarbeit mitwirkt, Verantwortung für andere Menschen übernimmt und auch eigene Ideen zur Projektentwicklung mit einbringt!

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Der Autor:

Viventura Reisen

viventura
viventura ist dein Spezialist für Rundreisen in Südamerika und bietet innovative Abenteuerreisen zu einem top Preis-Leistungs-Verhältnis. Dank einem Direktvertrieb und den exklusiven Büros vor ... weiterlesen

Folgen Sie uns!

Suche

Unsere bestbewertete Reise:

Peru Ecuador Galapagos

Tweets von @viventura_de

viExplorer

Peru Bolivien Chile

24 Tage, inkl. Flüge
3 Länder, Machu Picchu & Salzwüste
  • 3 Metropolen: Lima, La Paz, Santiago
  • Auf Inkapfaden nach Machu Picchu
  • Übernachtung bei Bauern am Titicacasee
  • Uyuni: Die größte Salzwüste der Erde

ab 4099 EUR