Menschenrechte im Tourismus: viventura einer der Erstunterzeichner bei Pionierprojekt

Von Benno 08.10.13 15:16

Im Rahmen des Roundtable Menschenrechte im Tourismus bekannten sich viventura und sechs weitere deutsche und schweizerische Reiseveranstalter sowie ein Reiseverband erstmals gemeinsam zu ihrer Verantwortung für die Menschenrechte im Tourismus. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Vorstellung eines Managementleitfadens, eines Bildungsmoduls und eines Commitments, welches im Anschluss an die Fachtagung von viventura und anderen Reiseveranstaltern öffentlich unterzeichnet wurden.

Mit der Verabschiedung des Commitment erklären sich viventura und die anderen unterzeichnenden Unternehmen dazu bereit, eine Menschenrechtsstrategie zu entwickeln und diese konsequent in ihre Unternehmensabläufe und in die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und Lieferanten einzubinden. Zudem wollen wir die Auswirkungen unseres Handelns auf die Menschenrechte systematisch erfassen und planen, einen Beschwerdemechanismus zu entwickeln, um Verstösse zu erfassen und angemessen und zeitnah beheben zu können.

"Wir fühlen uns den höchsten Standards sozialer und kultureller Nachhaltigkeit verpflichtet und haben uns deswegen entschieden, aktiv zu werden und dafür zu sorgen, dass durch unsere Geschäftstätigkeit unter keinen Umständen Menschenrechte verletzt werden. Dies liegt im Interesse unserer Kundschaft, unserer Geschäftspartner und vor allem im Interesse der Menschen in den Reiseländern", so Andre Kiwitz, CEO von viventura.

Bereits 2012 hatten sich Unternehmen, Zivilgesellschaft und Politik zur Initiative "Roundtable Menschenrechte im Tourismus" zusammengeschlossen. Der Hintergrund für den Zusammenschluss bildet hierbei die vor zwei Jahren vom UN-Menschenrechtsrat einstimmig angenommenen Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Diese Charta bildet einen international vereinbarten Referenzrahmen für Wirtschaft, Justiz, Politik und Zivilgesellschaft und konkretisiert, wie die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen aussieht. Ganz konkret werden hier bereits Handlungsleitfäden genannt, welche erläutern, wie Unternehmen negativen Auswirkungen ihres Handelns auf Menschenrechte vorbeugen können und im Falle von Menschenrechtsverletzungen wiedergutmachen sollten.

Aufbauend auf einigen ersten, praktischen Erfahrungen und angelehnt an dem Managementleitfaden hoffen wir nun, einen ersten wichtigen Schritt getan zu haben, der auch zahlreiche, weitere Reiseveranstalter und Tourismusverbände anspornt, ihr Engagement für  Menschenrechte im Tourismus zu vertiefen.

Weitere Informationen zu der Initiative:

 

Haben Sie schon Erfahrung zu diesem Thema gesammelt oder liegt Ihnen dieses Thema auch am Herzen? Wir und unsere Community freuen uns über Kommentare!

Tags: News

Teilen
Weitere Artikel

Abonnieren