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Mountainbiking in La Paz… Spannung pur!

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deaf roadAuf etwa 4600m Höhe beginnt die spannendste Mountainbike-Downhill-Tour, die ich je gemacht habe… Nach einem leichten Frühstück im Hotel holten uns die Mitarbeiter von der lokalen viventura-Agentur ab und wir fuhren zum Startpunkt dieses Abenteuers. Auf dem Dach des Buses, mit dem wir fuhren, waren mehre Fahrräder geschnallt. Einige aus der Gruppe waren ganz gespannt und aufgeregt auf das neue Erlebnis und andere – wie ich – waren etwas ängstlich und voller Ungewissheit, was sie erwarten wird. Natürlich sprachen uns Guides und Fahrer gut zu und hoben damit unsere Stimmung.

Die Downhill-Route befindet sich nordöstlich von La Paz, etwa drei Stunden von der bolivianischen Metropole entfernt. Auf ca. 64 km legen die Mountainbiker rund 3600 Höhenmeter zurück. Auf dem Startpunkt – „La Cumbre“ genannt – angekommen bekamen wir unsere Fahrräder sowie die weitere Ausrüstung: Fahrradhelm, Handschuhe, eine Schutzhose und -Jacke sowie eine leuchtend gelbe Weste. Die Fahrräder wurden sofort ausprobiert und die letzten Einstellungen an Sattel und Lenkrad vorgenommen, damit jeder das für sich perfekte Rad hatte. Nachdem sich jeder mit seinem Fahrrad vertraut gemacht hatte bekamen wir die letzten Informationen zu der Strecke, Tipps und Verhaltensregeln. So stand der Abfahrt nichts mehr im Wege!


Dann ging es auf die Straße. Die ersten 30 km der Strecke waren asphaltiert und daher ohne Probleme zurück zu legen. Die Guides unterteilten die Gruppe in drei Untergruppen: Die Schnellen, die nicht ganz so Schnellen und die Langsamen. Ich schloss mich vorsichtshalber der langsamen Gruppe an, aus Angst vor dem zu schnellen Tempo und dem Verkehr auf Straße. Busse, Jeeps und andere Fahrradfahrer überholten mich, aber ich hatte immer die Sicherheit, dass die Guides gut aufpaßten. Die Landschaft auf dieser Höhe war einmalig. Am Anfang war es kalt und der Wind peitschte, aber mit der zunehmenden Geschwindigkeit stieg auch der Adrenalinspiegel. Die Angst war plötzlich wie verflogen und mir wurde richtig warm. In die Pedale treten muss man eigentlich gar nicht. Da es eigentlich nur bergab geht, muss man aber viel bremsen. Aber es gab auch Verrückte, die das asphaltierte Stück der Strecke fast komplett ohne die Bremse zu benutzen zurück legten…

deaf road1Nach einigen Kurven kamen wir an eine Schotterstraße, mit viel Staub und Steinen, denen wir ausweichen mussten. Hier gaben uns unsere Guides wieder hilfreiche Ratschläge und ermutigten uns für die weitere Fahrt. Auf diesem Teil der Strecke ist es angebracht, vorsichtig zu fahren. Sie wird nicht umsonst „die gefährlichste Straße der Welt“ oder sogar „Todesstraße“ genannt. An einigen Stellen ist die Straße nur etwa 5 m breit. Auf der rechten Seite befindet sich der Berg, in den die Straße hineingesprengt wurde, zu meiner Linken geht es einige 100m steil bergab. Auf dieser Höhe der Strecke verändert sich bereits die Vegetation. Während wir oben in einer reinen Gerölllandschaft die Tour begonnen haben, sind nun die Berghänge mit vielen Pflanzen bedeckt. Hier und da fuhren wir sogar unter einem Wasserfall entlang. Unsere Guides warnten uns vor entgegen kommendem Verkehr, aber wir hatten Glück und nur ein Lastwagen fuhr an uns vorbei. Da auf diesem Teil der Strecke Linksverkehr herrscht, fuhr der LKW rechts an uns vorbei und wir hielten links am Abgrund. Das ist nichts für schwache Nerven! Besonders ist darauf zu achten, dass rechts vom Fahrrad abgestiegen wird und nicht auf der linken Seite… Da einige Kurven sehr eng sind, ist es wichtig, sich links zu halten. Den Großteil der Strecke kann man aber in der Mitte der Fahrbahn zurück legen.

Je tiefer wir kamen, desto tropischer wurde die Vegetation. Kein Wunder, dass es ab und an auch mal regnet. Wir sahen wunderschöne Kaskaden und es wurde immer wärmer. Die Kleidung, die wir im „Zwiebellook“ übereinander gezogen hatten, legten wir Stück für Stück in den Bus, der immer hinter uns fuhr. Von der langsamen Gruppe kam ich sogar in die Gruppe der nicht ganz so schnellen Fahrer. Während der Fahrt hatte ich mehr Vertrauen zu dem Fahrrad, der Strecke und zu mir gefunden.

mtb

Auf der Hälfte der Strecke machten wir eine kurze Pause, um einen Snack zu essen. So tankten wir Energie für die weitere Abfahrt. Die Aussicht von hier war atemberaubend. Vor uns hatten wir einen Wasserfall mit einigen Metern Höhe. Nach vielen Fotos fuhren wir weiter in Richtung Coroico, ein kleines, schönes Dorf im bolivianischen Dschungel. Den Rest der Strecke fuhr ich sogar in der schnellen Gruppe. Nach einem weiteren kleinen Abhang kamen wir an unserem Zielort an und fuhren zu einem Hotel. Hier gab es ein leckeres Mittagessen und die Möglichkeit, sich im Pool abzukühlen und von der Downhill-Fahrt zu erholen. Nachdem wir geduscht und etwas relaxt hatten, verabschiedeten wir uns von dem Dschungel und fuhren mit unserem Bus zurück nach La Paz.

Allen Abenteurern unter euch, die auf Ihrer Südamerika-Reise nach La Paz kommen, empfehle ich diese Tour. Ihr werdet es nicht bereuen!

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9 Antworten auf “Mountainbiking in La Paz… Spannung pur!”

  1. Heinz aus Österreich sagt:

    Liebe Angela,

    Ich habe diese Tour am 6. Januar d.J. gemacht.
    Ich würde mich aber kein zweites Mal trauen!
    Ich war mit 67 Jahren der Älteste.
    Erst nach der Fahrt hat uns unser Reiseleiter erzählt, wieviele Teilnehmer jedes Jahr durch Sturz in den Abgrund „verloren“ gehen.
    Obwohl – Deine Erzählung ist wunderschön und richtig und gefallen hat es mir im nachhinein sehr! Solch ein Erlebnis werde ich sicher nie mehr haben!
    Positiv sicher auch die optimale Betreuung.
    Aber wenn ich daran denke – man muss sich immer links halten – und wenn man dann in einer Kurve auf dem Schotter ausrutscht, und wie leicht kann das passieren, ist es vorbei.

    Aber ansonsten – mit Viventura ist man in Südamerika m.E. sehr gut augehoben!

    Gruss aus Vorarlberg in Österreich
    Heinz Reisch

  2. Angela sagt:

    Hallo Heinz,
    vielen Dank für deinen Kommentar zu meinem Artikel. Ich habe die Tour mit 27 Jahren gemacht und hatte dabei ziemlich Angst, aber dennoch würde ich sie wieder machen. Die Landschaft ist einfach atemberaubend und es ist toll, dieses Abenteuer mit Freunden zu teilen.
    Viele Grüße,
    Angela

  3. Erwin Glas sagt:

    Bin nicht mehr der jüngste, habe die Radtour vor ein paar Jahren miterlebt. Es ist eine interessante, schöne Tour. Nach meiner Erfahrung gut zu fahren. Aber nicht vergessen: man sammelt Erfahrungen wie sonst nirgends: 3400 Höhenmeter mit den Rad an einem Tag, Start in 4600 m Höhe, Kälte/Schneetreiben oben, tropisch dampfig unten. Ich bin ein vorsichtiger Mensch, einen Grund zur Angst hatte ich nie. Fahrräder technisch wirklich o.K.

  4. Helmy Sauer sagt:

    Ich hatte die Tour im Winter 2007/08 gemacht, und zögerte, denn sie heißt ja „Todespiste“. Weil ich aber trotz meines hohen Alters (sag ich nicht)und ich noch nie auf einem Moutainbike fuhr, weiterhin keine Angst vor Blödheiten hatte und mir immer sage, man lebe nur einmal (ich war immer sehr draufgängerisch), machte ich mit : es war – na, wie soll ich’s nennen : euphorisch. Käme ich je wieder in diese Gegend, mach ich’s noch einmal – versprochen!

  5. Kristina sagt:

    Also ich hab die Tozr 2000 mit nem Kleinbus gemacht und bin dann auch paar Tage in Coroico geblieben. Mit dem Bike-das wär nix für mich. Aber Frage, ich dachte, die Straße des Todes wär mittlerweile für den Verkehr gesperrt worden und nur noch für Fahrräder zugelassen?

  6. Sandra sagt:

    Ich bin die Strecke vor drei Jahren gefahren, weil das die kürzeste Strecke Richtung Dschungel ist und meines Erachtens mit dem Fahrrad viel viel sicherer.
    Das kann ich auch deshalb bestätigen, weil ich ab Coroico mit dem Bus weitergefahren bin und wirklich Todesängste hatte. Es gibt einem schon zu denken, wenn selbst die Einheimischen schreien, dass sie aussteigen wollen…
    Mit dem Fahrrad habe ich mich da viel sicherer gefühlt und konnte selbst meine Geschwindigkeit und Risiko kontrollieren. Dann kann man auch die wunderschöne Strecke genießen!

  7. Jürgen Jensen sagt:

    Habe die Tour 2006 gemacht. Mit 62 Jahren war ich nicht der älteste unserer Gruppe. Walter und Gisela waren älter, haben aber die Abfahrt ebenso problemlos gemeistert. Die Mountainbike-Downhill-Strecke ist interessant und lohnend und für Mountainbiker völlig problemlos zu bewältigen. Als gefährlich erschien uns aber die Rückfahrt mit dem Kleinbus, da der Fahrer wiederholt in Staubwolken vor uns befindlicher LKW eintauchte, um auf der dem Abgrund zugewandten Seite zu überholen.

  8. Sarah sagt:

    Ich habe die Tour 2001 mit dem Bus und 2005 mit dem Mountainbike gemacht und kann sagen, dass mir die Tour auf dem MTB wesentlich sicherer vorgekommen ist!!! Und ich würde jederzeit wieder mit dem Bike runterfahren, mit dem öffentlichen Bus nie und wohl eher nicht…
    Seitdem es die neue Straße gibt und der Hauptverkehr darüber läuft, ist es auf dem MTB auch wesentlich angenehmer die Strecke zu fahren, da man nicht ständig den (Gegen-)Verkehr vorbeilassen muss.
    Auf jeden Fall ist die Death Road ein super Abenteuer, das man auf jeden Fall einmal erlebt haben sollte 🙂

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Der Autor:

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