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Neue Enzyklopädie der ecuadorianischen Nutzpflanzen

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Wissenschaftler der Universität „La Católica“ (Quito) haben mit einem 40köpfigen Team über vier Jahre hinweg das Wissen über die Nutzung der ecuadorianischen Pflanzen zusammengetragen. Angestrebt wurde eine Sammlung und Sicherung des weit verstreuten und des teilweise noch nie aufgezeichneten mündlich überlieferten Wissens über die Nutzung vieler einheimischer Pflanzen. Hierfür wurde das Wissen aus Museen, verschiedensten Publikationen, der sog. „grauen“ Literatur (Zeitungen, Magazine etc.) und Pflanzensammlungen zusammengetragen. Aber auch altes überliefertes Schamanenwissen, wie z.B. welche Pflanze bei welchem Schlangenbiss hilft, floss in die Enzyklopädie ein.

Das Ergebnis sind 5172 einheimische Pflanzenarten, die nutzbar sind: als Medizin, Baumaterial, Kosmetikainhaltsstoff, Nahrungsmittel und vielem mehr. Es wird davon gesprochen, dass drei von zehn der in Ecuador wachsenden Arten nutzbar sind.

Die Ergebnisse wurden in der 949 Seiten umfassenden „Enciclopedia de la Plantas Útiles del Ecuador“ zusammengetragen. Hier sind die 5172 Nutzpflanzen mit wissenschaftlichem sowie gebräuchlichem Namen und ihren Nutzungsmöglichkeiten verzeichnet.

NaranjillaInteressanterweise hat sich durch die Sammlung der Informationen auch gezeigt, dass der gleichen Pflanze in unterschiedlichen Regionen häufig unterschiedliche Nutzungen zuteil werden. Wird sie in einer Region gegessen, kann es sein, dass andere Teile von ihr in einer anderen Region als Baustoff genutzt werden. So hat sich auch ein regionales Verteilungsmuster unterschiedlicher Nutzungen ergeben.

Die Autoren hoffen, durch ihr Buch einen Anstoss für weitere Forschung und einen umfassenderen Artenschutz gegeben zu haben. Sie hoffen, dass gerade auch im Hinblick auf medizinisch nutzbare Pflanzen auch neue Exportprodukte gefunden werden können. Aber auch die Nahrungsdiversität in einigen Regionen hoffen sie durch neue Idee aus anderen Regionen erhöhen zu können.

Zusätzlich dient die Enzyklopädie künftig auch als Grundlage, um Patente zu vergeben. Wenn eine Nutzung einer Pflanze bereits genannt ist, wird künftig kein Patent mehr vergeben.

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