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Fleischsuppe statt Schokoeier in Peru

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La VirgenWie auch bei uns ist Ostern in Peru ein Fest, das groß mit der ganzen Familie gefeiert wird. Da ca. 92% der Peruaner katholisch sind, zählt Ostern zu den wichtigsten Feiertagen im Jahr und so haben wir uns die Festlichkeiten natürlich auch nicht entgehen lassen. Die „heilige Woche“ – „la semana santa“ beginnt in Peru schon am Palmsonntag. Einige Schulen und Büros sind für die gesamte Woche geschlossen, damit die Menschen an den Feiern und Prozessionen teilnehmen können.

Viele Familien nutzen das schöne Wetter und die letzten Sommertage noch um einen Kurzurlaub am Strand zu verbringen. Dennoch sind in Peru zu Ostern die Kirchen voll und die Osterprozessionen sind in einigen Städten zu touristischen Anziehungspunkten geworden. Während der „semana santa“ hat jeder Tag seine eigenen Rituale, Feste und Prozessionen.

Als am Abend des Karfreitags die Dämmerung hereinbrach, haben sich unzählige Menschen vor der Iglesia de Santo Domingo, im Zentrum Arequipas, versammelt um an der Osterprozession teilzunehmen. Bei dieser typischen Osterprozession wurden Statuen von Jesus, der Jungfrau Maria, Maria Magdalena und anderen Heiligen durch die Straßen getragen. Diese kunstvoll geschnitzten Statuen sind meist sehr schwer und wertvoll und müssen von mehreren Männern gehalten werden. Mit Einbruch der Dunkelheit, begann die Prozession von der Kirche durch die Stadt bis zum Plaza de Armas zu ziehen. Der Umzug wurde von einer Musikkapelle und singenden Frauen, in schwarze Schleier gehüllt, begleitet. Langsam folgte die Menschenmasse den Priestern betend durch die Stadt. Viele Peruaner waren in Schwarz gekleidet und trugen Kerzen, Rosen oder kleine Statuen um ihre Trauer um den Tod Jesus zu zeigen. Nach zwei Stunden Prozession durch die Stadt waren wir hungrig und durstig und froh über die vielen Verkäufer die am Straßenrand ihre Waren anboten. Es gab alles: von Zuckerwatte und Popcorn bis zu traditionellem Essen.

Jesus

Das Essen spielt bei den Osterfestlichkeiten natürlich auch in Peru eine wichtige Rolle. Am Karfreitag essen wir hier kein Fleisch, sondern verschiedene Gerichte aus Fisch. Sehr traditionell und beliebt ist die „Chupe de Viernes Santo“ (Freitagssuppe). Eine leckere Suppe aus Fisch, Meeresfrüchten, Kartoffeln und verschiedenen Gemüsesorten. Außerdem werden die typischen Süßspeisen Mazamorra Morada (Pudding aus violettem Mais), Mazamorra de chancaca (Karamelpudding) und Arroz con leche (Milchreis) gegessen. Am Nachmittag spricht der Kardinal von Lima in der Kathedrale der Hauptstadt die „Letzten sieben Wörter Jesus“, welche in den Medien in ganz Peru übertragen werden.

Am Ostersonntag wird in vielen Familien traditionell die „Caldo blanco“ oder „Sopa de siete carnes“ gekocht. Ein deftiger Eintop mit sieben verschiedenen Fleischsorten: Rind, Lamm, Huhn, Schwein, Kuheuter, Rinderzunge und Charqui (getrocknetes Fleisch).

Natürlich gibt es noch viele andere Ostertraditionen die von Region zu Region in Peru variieren. Der Brauch sich Ostereier zu schenken und Nester zu verstecken ist hier hingegen nicht sehr verbreitet. Nur Kinder aus reichen Familien bekommen Schokoladeneier, da diese sehr teuer sind. Allerdings fällt es uns nicht schwer bei den vielen anderen Leckereien und Festen die es hier gibt auf unsere gewohnten Schokoladeneier zu verzichten!

Wie habt ihr eure Ostern verbracht?

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