Südamerika Reisen mit viventura
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Riesige Eisfelder und unendliche Wälder. Herzliche Einheimische und penible Grenzbeamte. Massive Steaks und idyllische Unterkünfte. Auf seinem Roadtrip quer durch Patagonien hat unser Gastautor von abenteuer und reisen Frank Tophoven fazinierende Landschaften, Menschen und kulinarische Besonderheiten entdeckt. Rund 5.000 Kilometer ist er an der Südspitze Amerikas unterwegs gewesen – von Puerto Montt bis Punta Arenas. Dabei stellte ihn die Tour über Überlandstraßen und Schotterpisten vor so manche Herausforderung…

Es stürmt und es regnet. Patagonien löst sich in Wasser auf. Wir sehen keine 20 Meter weit. Der peitschende Regen lässt den drei Finger breit unter uns strömenden Río Baker immer mehr ansteigen. Auf der anderen Seite Felsen, aus denen Wasserfälle auf die Piste donnern. Je weiter wir fahren, desto tiefer versinkt der Wald im Wasser. Wie ein Damm ragt die Piste aus dem Wasser, dann verschwindet sie. Neben uns und vor uns nur noch Wasser.

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Wir stoppen, waten hinein, testen, wie tief es ist. Und fahren vorsichtig weiter, durchpflügen das Wasser. Angespannt mustern wir von nun ab den Wasserstand neben der Piste und atmen auf, als wir Caleta Tortel erreichen. Wir haben es zwar geschafft, aber wenn das Wasser nur noch wenige Zentimeter steigt, ist der Rückweg abgeschnitten und wir sitzen fest. „Hier regnet es an mehr als 300 Tagen im Jahr“, tröstet uns María Paz, die sich erst in den Ort Caleta Tortel und dann in Noel, ihren heutigen Ehemann, verliebt hat.

Nun bewirten und beherbergen die beiden in ihrer „Entre Hielos Lodge“ Patagonienbesucher. Holz, Glas – gemütlich und individuell –, alles hat Stil und verrät, dass María in Santiago Architektur studiert hat und gut in ihrem Job ist. Regen prasselt an die Scheiben, auch beim Frühstück am kommenden Tag. Nachts hat es etwas weiter oben in den Bergen geschneit. Wir sollten also die Furt tunlichst vor dem tagsüber schmelzenden Schnee erreichen und machen uns auf den Weg.

Patagonien Lago Pehoe_klein

Rabenschwarze und schwefelgelbe Wolken, dazwischen Sonne, schneebedeckte Berge, grüne Täler. Der türkis leuchtende Río Baker vereint sich jetzt mit dem schlammbraunen Río Chacabuco. Scheue Guanakos, eine grazile Lamaart, staksen durch die hügelige Pampa. Auf einer extrem schlechten Piste erreichen wir die „Estancia Valle Chacabuco“ des millionenreichen Umweltschützers Douglas Tompkins. Er hat die riesigen misshandelten und überweideten Ländereien der ehemaligen Schaffarm gekauft, lässt sie renaturieren und ist dabei, hier den Patagonia-Nationalpark zu schaffen. Große Natursteinhäuser sollen das Parkzentrum bilden, zwei sind bereits fertiggestellt.

Die Piste führt weiter durch ein menschenfeindliches, aber schönes gebirgiges Niemandsland. Das Handy ist ohne Empfang. Die Piste ist miserabel, gelegentlich fällt Schneeregen. Wir haben zwei Ersatzräder dabei, Schlafsäcke und ein Zelt für den Fall der Fälle. Kein Haus auf der Strecke, kein Auto begegnet uns, bis irgendwo im Nirgendwo eine chilenische Fahne knattert.

Valle_del_Francés_Tag 3

Schlagbaum und Baracke markieren wieder einmal die Grenze zu Argentinien. Rote Felsen, flache Lagunen, an deren Ufer Flamingos in der Abendsonne promenieren. Wüste. Mit der untergehenden Sonne erreichen wir Lago Posadas. Glück gehabt, denn knietiefe Reifenspuren im knochentrockenen Boden zeigen: Wenn es richtig regnet, haben selbst die Härtesten Probleme.

Lago Posadas ist Station für eine Nacht. Klein, einsam und kalt und umgeben von Estancias, die kaum noch bewirtschaftet werden. Zu karg sind die Böden, hier kann man nicht mehr überleben. Selbst der Tankwart wird von der Gemeinde mit Subventionen aus Buenos Aires bezahlt. Endlose Pampa. Schotterpiste bis zum Horizont. 12 Stunden, 750 Kilometer, unterbrochen von zwei Tankstopps. Abends erreichen wir den Gletschersee Lago Viedma. Wie aufgeklebt prangt hinter dem See das Andenpanorama, Zinnen und Zacken, schneebedeckt oder rot in der Abendsonne leuchtend.

Was der Autor noch alles in Patagonien erlebt hat und warum ein ordentliches Steak mindestens 400 Gramm wiegen sollte, lesen Sie unter www.abenteuer-reisen.de

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